Weißt Du, was wir den ganzen Tag machen? Wir kümmern uns darum, dass es uns gut geht!

Eigenartig, wenn man heute über Augen spricht, fällt jedem sofort „lasern“ ein. Gleichzeitig löst das Wort bei vielen ein Unbehagen und eine Unsicherheit aus. Selber habe ich mich bisher nie mit diesem Thema befasst, doch eines weiß ich, je älter ich werde umso schlechter werden meine Augen und das Thema „lasern“ rückt in meinen Fokus. (Anita Tusch)

Eines kann ich schon vorweg nehmen, unglaublich wie weit weg man von Dingen rücken kann, die viel selbstverständlicher sind als man zu glauben scheint! In diesem Interview lernte ich, dass ich auch ohne Lasern brillenfrei werden kann und dass es Linsenopera­tionen sowie implantierbare Kontaktlinsen gibt. Dieses Interview ist außergewöhnlich, da es nicht speziell, ein­fach nur um Augen und technische Leistungen eines Au­genarztes geht. Es geht um den Menschen selbst. Wir spre­chen über Ängste, dass weniger mehr ist und worauf wir uns alle wieder besinnen könnten.

Im Gespräch mit dem Augenarzt und Augenchirurgen Dr. Bernhard Febrer Bowen gewannen wir eine völlig neue Sicht, was das Thema Augen angeht. Er verfügt über Erfahrungen aus mehr als 30.000 Operationen und ist darauf spezialisiert, Patienten ein Leben ohne Sehhilfe zu ermöglichen. Im Jahr 2006 gründete er die Internationale Gesellschaft der Alters­weitsichtigkeit (ISOP) und war zudem als leitender Chirurg an renommierten Kliniken in Deutschland, Großbritannien und Spanien tätig. Die Praxis der Augenärzte am Platz der Luftbrücke bietet eine Vielzahl augenheilkundlicher Be­handlungen und Eingriffe an. Wir sitzen zusammen mit Dr. Bernhard Febrer Bowen, dem Gründer dieser Praxis.

Bernhard, wenn ich über Augenlasern spreche sind viele skeptisch, Ängste machen sich breit. Was kannst Du un­seren Lesern zu diesem Thema sagen?

Interessant, dass du immer „Augenlasern“ sagst, es gibt eini­ge Alternativen zum Lasern. Eine Früherkennung ist wichtig. Natürlich gibt es auch andere Behandlungsmethoden, wie Augenlinsenoperationen sowie implantierbare Kontaktlinsen. Ob Augenlaser oder Augenlinse, viel wichtiger ist, dass die Be­handlung zu dem Menschen passt. Deswegen ist die ärztliche Untersuchung mit genauer Erhebung deiner persönlichen Be­dürfnisse an ein perfektes Sehen sehr wichtig!

Was ist Euer Hauptaugenmerk, wenn ich das mal so aus­drücken darf?

Unsere wichtigste Arbeit ist, den Wunsch unserer Patienten umzusetzen, ein möglichst brillenfreies Leben zu ermöglichen. Augenlasern ist übrigens, was wir am allerwenigsten machen. Nicht, dass wir das nicht können, ich habe bisher über 10.000 Augen gelasert. Viel wichtiger ist herauszufinden, was eine Brillenfreiheit ermöglicht. Hauptaugenmerk ist das Gespräch mit dem Patienten, seine Wünsche herauszufinden, seine An­forderungen zu erkennen aber auch seine Ängste zu beseitigen.

Viele beschweren sich, dass sich Ärzte keine Zeit mehr für Patienten nehmen. Wie siehst Du das?

Es ist nicht der geringe Zeitfaktor, der die Menschen verär­gert. Es kommt darauf an, den Menschen genug zu sehen. Wenn du die richtigen Fragen stellst und mit dem Patienten eine gemeinsame Lösung findest, kann auch ein 5-Minuten-Gespräch dazu beitragen, dass sich der Patient wohl und gut aufgehoben fühlt. Bei ängstlichen Patienten ist es wich­tig sie an die Hand zu nehmen. Unsere Patienten erleben keine Überraschungen. Es wird alles vorher angekündigt, wenn wir beispielsweise Tropfen in die Augen geben, erklä­ren wir genau was wir warum machen und was danach passiert, z.B. dass es nicht weh tut. Unsicherheit, auch das Gefühl, dass der Arzt sich zu wenig Zeit nimmt, verursacht bei Patienten meist Angst, diese wiederum resultiert im Grunde aus Unwissenheit.

Kann es sein, dass ich bisher falsch gedacht habe? Das Thema Augenlasern ist für viele stark in den Fokus ge­rückt. Von Alternativen habe ich bisher wenig gehört.

Klar, wenn Du ins Augenlaserzentrum gehst, bekommst du auch die Leistungen, die vor Ort angeboten werden. Das Wort „Lasern“ ist heute zum Synonym geworden für „ich lass mir die Augen machen“. Der Patient an sich möchte jedoch meist Lösungen haben für ein brillenfreies Leben. Das hat nicht im­mer etwas mit Lasern zu tun.

Ist der Deutsche zu eitel eine Brille zu tragen?

Nein, überhaupt nicht, in Deutschland tragen viele Menschen eine Brille, da sie einen funktionellen Aspekt erfüllt. Es gibt jedoch viele Lebenssituationen, in denen eine Brille hinderlich ist. Im Nahkampf ist eine Brille jedoch schlecht. ..wir müs­sen beide Lachen…und erklärt weiter….Was ich damit sagen möchte: Sehen ohne Brille ist für viele eine Behinderung und diese Menschen möchten eine Lösung haben.

Ihr bietet implantierbare Kontaktlinsen, das habe ich noch nie gehört!

Interessant, dass du das sagst. Es gibt Techniken, die z.B., in Korea 30-40 Prozent des gesamten Marktes ausmachen und dennoch hier bei uns relativ unbekannt sind. Die im­plantierbare Kontaktlinse ist seit 20 Jahren in Deutschland auf dem Markt und durchaus sehr beliebt, da sie reversible ist. Das heißt, du kannst sie ins Auge implantieren, aber jederzeit wieder heraus ziehen und alles ist so wie früher. Gerade Patienten, die anfangen an Altersweitsichtigkeit zu leiden, würden gerne brillenfrei sein. Doch das Auge verän­dert sich nach 5 oder 10 Jahren. Für diese Patienten sind die implantierbaren und reversiblen Kontaktlinsen eine tolle und spannende Sache.

Weißt Du, was wir den ganzen Tag machen?

Wir kümmern uns darum, dass es uns gut geht!

Dr. Bernhard Febrer Bowen

Worauf sollten wir uns wieder besinnen, oder worauf glaubst Du, solltest Du Dich wieder besinnen?

Ich habe mich in den letzten Wochen sehr intensiv mit die­ser Frage auseinandergesetzt, übrigens völlig unabhängig von Eurem Interview. Für eine Woche war ich in Ruanda und habe vor Ort ehrenamtlich operiert. Wir haben Men­schen, die schon fast blind waren die Linse ausgetauscht, damit sie wieder sehen können. Das sind Momente, die völ­lig unabhängig vom Tagesgeschäft ablaufen und worauf es eigentlich ankommt.

Worauf kommt es denn an?

Bei allem was wir tun, sollte es immer auf die Verbesserung der Lebensqualität eines jeden Menschen ankommen. Ruan­da war eine sehr intensive Zeit für mich und ich sehe sie als meine vorgezogene, sehr besinnliche Adventszeit an.

Auf der Bewertungsplattform Jameda habe ich gesehen, dass ihr klasse Bewertungen habt. 243 fast durchweg gute Rezensionen mit einer Gesamtnote von 1,2. Wie habt ihr das hinbekommen?

Die wichtigste Ressource einer Praxis ist das Personal. Sie ist die Basis und bildet das kreative Feld in dem du dich be­wegst und somit maßgeblich und entscheidend für Erfolg ist. Wir sind hier ein wirklich klasse Team. Weißt Du, was wir den ganzen Tag machen? Wir kümmern uns darum, dass es uns gut geht. In der Küche steht eine frische vegane Rote-Beete-Suppe. Nächste Wochen gehen wir gemeinsam auf den Dresdner Weihnachtsmarkt. Donnerstags gibt es bei uns Yoga. Unsere Philosophie lautet: Wenn es uns gut geht, kommt alles hinterher.

Viel mehr Informationen gibt es auf der Website und na­türlich vor Ort!

Augenärzte am Platz der Luftbrücke . Manfred-von-Richthofen-Straße 8 . 12101 Berlin

Tel: 030 786 60 62

info [at] augen-arzt-berlin [dot] de

www.augen-arzt-berlin.de

 

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