Teure Mieten abschaffen – Kampagne startet offiziell

Noch bevor es so richtig mit dem Verein Erste Sahne e.V. los geht, gab es schon das erste Handeln des Vereins. Erst wurde eine Gewerbe-Immobilie in Berlin-Friedenau gerettet und jetzt startet der Verein offiziell. 

Ziel der Ersten Sahne e.V., dessen Gründer Hamid Djadda, der Inhaber der AVUS-Tribüne ist, ist es – Teure Mieten abzuschaffen sowie Immobilien für immer dem Markt zu entziehen. Hierzu hat er ein Buch geschrieben, welches er heute der Presse vorstellte. 

Das Buch „Teure Mieten abschaffen“ erklärt,  wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass die Mieten immens gestiegen sind und warum sie nicht aufhören zu steigen. Mit einfachen Beispielen, herrlichen Illustrationen von Marion Schickert (KopfratternImpulse) und leicht verständlichen Texten klärt er die Leser auf und gibt auch einiges von sich selbst preis. 

Hamid Djadda hat sich die Mühe gemacht und sich über mehrere Monate hinweg mit dem Thema intensiv beschäftigt, viele Menschen befragt, sowie Fakten herausgesucht.  So fand er z.B. heraus, dass eine Wohnung in Berlin in guter Lage vor 5 Jahren noch 2.800 Euro gekostet hat, heute sind es mehr als 7.000 Euro/m². Auch die Bauvorschriften haben sich in den letzten 30 Jahren von 5000 auf 20.000 erweitert. Die Preisspirale nimmt kein Ende, eklatante Beispiele wohin das alles führen wird zeigen uns Paris, London und Amsterdam längst auf. Auch wies er daraufhin, dass in der Spitze sich bis zu 800 Menschen auf eine freie Wohnung bewerben. Das ist doch völlig verrückt. 

Hamid Djadda im Gespräch mit der Presse zum Auftakt Erste Sahne e.V., Teure Mieten abschaffen

Trotz Mietpreisbremse steigen die Mieten weiterhin. Er wies daraufhin, dass die Politiker sicherlich mit Maßnahmen wie dem Milieuschutz oder Änderung der Modernisierungsmaßnahmen reagieren. Und dennoch, die Mieten steigen weiter. 

Stark macht er sich auch „gegen die Enteignung“, denn dadurch wird nicht eine einzige Wohnung geschaffen und die geplante Enteignung träfe auch nur einen kleinen Bruchteil der gesamten Mietwohnungen in Berlin. Besser wäre es das Geld in neue bezahlbare Wohnungen zu investieren. 

In seinem Buch findet ihr die Ursachen, erklärt in einfachen Worten. Auch Maßnahmen werden genannt, die es in der Zukunft gilt umzusetzen. 

Alle Fakten hier zu nennen, würde eine Menge Zeit in Anspruch nennen. Eine der wichtigsten Punkte jedoch, die Hamid Djadda in seinem Buch aufführt sind die Rahmenbedingungen, die geändert werden müssen. So zum Beispiel eine radikale Verbesserung der Steuergesetze. Besser wäre auch Investition als Spekulation. Weiterhin werden Maßnahmen von Mietschutz für Kleingewerbe, Zweckentfremdung stoppen bis hin zu einer Pause bei der Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen zur Sprache kommen. 

Ziel und Zweck seines Vereins ist es Druck auf die Politik auszuüben, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Der Verein selbst sammelt Gelder ein für den Bau und den Kauf von Immobilien durch gemeinnützige Stiftungen. Warum eine Stiftung? Sie ist für ewig. Eine Immobilie im Besitz einer gemeinnützigen Stiftung kann nicht veräußert werden, die Vermögenswerte dienen dauerhaft dem Gemeinwohl. Also Berlins.

Dass er es ernst meint, bewies er mit dem Kauf der Gewerberäume des Glasers Arnsmann, die über eine Stiftung finanziert wurde. Das bedeutet, dass auch über den Betrieb von Herrn Arnsmann hinaus eine günstige Miete garantiert werden kann. Schlussendlich, selbst wenn Herr Arnsmann beschließt in Rente zu gehen, wird einem neuen innovativem Kleingewerbe eine Existenz ermöglicht mit einer bezahlbaren Miete. 

Mehr über den Verein, bzw. das Buch findet ihr auf www.erste-sahne.berlin. Wer in den Verein, kostenfrei eintreten möchte und die Kampagne unterstützen mag – klickt hier weiter!

Erste Sahne auf facebook!

 

Hier geht es direkt zu einem Interview mit Hamid Djadda über sein Buch – Teure Mieten abschaffen!

Keine Antworten zu "Teure Mieten abschaffen - Kampagne startet offiziell"

    Hinterlasse einen Kommentar

    Die Email-Adresse wird nicht veröffendlicht.