Meine Follower sind ein Teil von mir!

Spannend, so ein Einblick in eine echte und vor allem erfolgreiche Bloggerin. Nadine Trompka gehört zu den Influencern.

So werden Personen bezeichnet, die aufgrund ihrer starken Präsenz für Werbung und Vermarktung in Frage kommen. Doch sie stehen auch in der Kritik und sind etlichen Vorurteilen ausgesetzt. Zudem neiden ihnen viele den Erfolg, da etliche der Meinung sind, ohne vernünftigen Abschluss gehe das nicht.

Doch das ist Nadine Trompka völlig egal. Sie hat ein Studium und ihren Master im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Elektronik erfolgreich abgeschlossen und lebt in der Welt, in der sie leben möchte. Und auch der Beruf des Ingenieurs spielt noch immer, trotz des Erfolges, eine Rolle, denn Nadine möchte noch ihren Doktor in Elektrotechnik neben dem Job als Blogger und Influencer machen. Auf Instagram hat sie innerhalb von drei Jahren mehr als 124.000 Follower für sich gewonnen. Wenn sie ein Posting absetzt, gibt es zwischen 2.500 und 3.000 Likes, manches Mal auch mehr. Ihre Instagram-Stories werden um die 100.000 Mal angeschaut. Nebenbei ist sie noch auf Facebook unterwegs und schreibt auf ihrer eigenen Website Beiträge. Wer steckt hinter diesen Bildern und vielen Postings? Wie baut man sich eigentlich solch eine Community auf? Nadine Trompka stellte sich ohne Umschweife diesen Fragen und antwortete ohne zu zögern.

Nadine, Du hast im Mai 2015 mit dem Bloggen angefangen. Wie ist es dazu gekommen und warum bist du so verdammt erfolgreich? Mit dem Bloggen fing ich im Mai 2015 an. Obwohl mir mein Studium sehr viel Spaß machte, so hatte ich anders als andere, immer noch viel Zeit nebenbei, da ich meine Arbeiten schon immer zügig und zielstrebig erledigte. Und obwohl Mathematik und Physik meine Lieblingsfächer waren, wollte ich noch ein paar weitere Highlights neben dem Studium in mein Leben einbauen. Ehrlich gesagt, war ich den schönen Dingen des Lebens nie abgeneigt. Mode, tolle Events, Reisen und ein wenig in die Glitzerwelt eintauchen, das hatte mich schon immer begeistert. Also schuf ich einen Ausgleich zu meinem Studium. Es fing mit einem eigenen Blog und diversen Veranstaltungen an, auf denen ich mich sehen ließ. Du brauchst auf jeden Fall viel Disziplin und musst konsequent bleiben, aber das kannte ich bereits aus meinem Studium und konnte es gut auf das Bloggen übertragen. Facebook und Instagram – die sozialen Netzwerke müssen bedient werden und das regelmäßig und konsequent. Zeitgleich habe ich viele Veranstaltungen besucht, teils drei an einem Tag. Doch das ist nicht alles. Dann musst Du auch fleißig schreiben. Aber so kam auch der Erfolg und es ergaben sich die verschiedensten Gelegenheiten sich weiter zu präsentieren.

Wie hast Du Deine Reichweite erlangt? Dadurch, dass ich überall abgebildet worden bin, also z.B. in der Bunte, Gala, Intouch und immer wieder auf den roten Teppich fotografiert wurde, stieg meine Follower-Anzahl. Auch wenn viele sagen Print ist tot, so waren diese Medien für mich gold wert. Meine Reichweite steigt noch heute, nach einem Foto in einem Magazin. Ich glaube, die Kombination macht es. Später kamen dann immer mehr Einladungen hinzu. Echo, roter Teppich verschiedener Gala-Abende – bis hin zu kleineren Filmrollen. Auch mache ich alles selber, beantworte und selektiere Anfragen, Fotos, Termine und vor allem: Wenn andere noch feiern, gehe ich arbeiten, d.h. ich bearbeite Fotos, schreibe Texte, poste und …am nächsten Tag geht es weiter.

Das klingt nach viel Arbeit, wie kam es dazu, dass Du mit Instagram, bzw. dem Bloggen Geld verdient hast? Es ist wohl die Konsequenz, mit der ich meinen Blog und meine Socialmedia-Profile aufbaue und vor allem auch die zahlreichen Fans, die das ermöglichen. Irgendwann hat jemand angefangen mich für Postings zu bezahlen. Je mehr Follower du hast, umso mehr Firmen finden dich, die einen dann als Werbeträger nutzen. Für jedes Foto erhalte ich unterschiedliche Gagen. Irgendwann haben mich Designer ausgestattet, Reiseveranstalter eingeladen oder Beautyfirmen mir ihre Produkte zugesandt. Aber ich besitze auch ein sehr gutes Zeitmanagement, weshalb ich es immer geschafft habe jeden Tag optimal durchzuplanen und die Zeit optimal zu nutzen.

Welche Firmen sind das, für die du arbeitest? Zum Beispiel das Label Catherine, Sony, Accor Hotels oder andere Beauty- und Modefirmen. Da diese Werbepostings gekennzeichnet werden müssen, schau einfach mal bei Instagram rein.

Das ist ja schon fast Promistatus, was ist dein Ziel? Ich möchte auf das internationale Parkett. Amerika ist mein Ziel. Dort konnte ich schon Kontakte im Travelbereich machen. Mailand und Kopenhagen reizen mich auch sehr. Meine Reisen möchte ich erweitern. Ich bereise jetzt schon bis zu 3-4 Orte im Monat und wäre am liebsten noch mehr unterwegs. Ich habe so viele Menschen, Nationalitäten, Mentalitäten und Persönlichkeiten kennengelernt. Das möchte ich fortsetzen. Und auch ein anderer Traum stand immer ganz oben auf meiner To-Do-Liste, nämlich meine eigene Produktlinie zu launchen. Diesem Traum bin ich bereits etwas näher gekommen, denn bereits seit einigen Monaten arbeite ich zusammen mit einer internationalen Marke an der Konzipierung meiner Produkte und bald werden diese dann auf den Markt kommen. Das ist noch einmal ein ganz anderer und spannender Bereich und die Arbeit daran macht mir unendlich viel Spaß und es steckt ein tolles Team mit großartigen Menschen dahinter, die das möglich machen.

Du bist jetzt auch schon viel unterwegs? Schlaucht das nicht? Na klar, manchmal weiß ich gar nicht, wo ich bin. Oft sitze ich am Flughafen und plane bereits meine nächsten Reisen und einmal als ich dann später im Flugzeug eingeschlafen bin, wusste ich beim Landen zuerst gar nicht wo ich denn jetzt gerade wieder lande. Aber es ist eine schöne Arbeit, die mir so viel Spaß bereitet, dass es mir gar nicht wie Arbeit vorkommt.

Du machst viele Instagram-Stories, warum? Ja, derzeit muss ich zugeben, blogge ich weniger, Instagram ist zu der Nr. 1 Plattform für mich geworden und meine Insta-Sto­ries werden ziemlich häufig angeschaut und sind beliebt. Zudem interagiere ich dadurch mit meinen Follower. Das ist das, was die Menschen wirklich mögen. Meine Stories haben teils bis zu 100.000 Views.

Was finden deine Follower so toll an diesen Insta-Sto­ries? Im Grunde mögen es die Menschen, wenn Du sie ein­fach auf deine Reise mitnimmst. Der Fan taucht in deine Welt hinein und wird zum virtuellen Freund. Diese Live- Videos unterstützen meine Authentizität. Ich zeige was es zu Essen gibt, packe Goodiebags mit der Community aus. Auch meine Kleider wähle ich gemeinsam aus und lasse mich von meinen virtuellen Freunden beraten. Ich stelle auch oft Fragen, wie „was wollt ihr sehen?“. Wie in einer echten realen Freundschaft. Sie sind ein Teil von mir und ich von ihnen.

Oft bekomme ich später dann auch Urlaubsfotos oder Fo­tos vom Weihnachtsbaum von meinen Followern zuge­schickt, wo sie dann genau die Ziele bereisen, die sie be­reits in meinen Stories vorgestellt bekommen haben und unbedingt live erleben wollen oder es liegen die Produkte, die ich empfohlen habe unter ihren Weihnachtsbäumen – das macht mich sehr stolz und auch wenn ich es nicht schaffe alle Nachrichten zu beantworten, so freue ich mich über jede sehr!

Was ist mit echten Freunden und dem Privatleben? Oh, gerade vor den Fashionweeks habe ich immer plötzlich sehr viele neue Freunde…(sie lächelt verschmitzt und ich verstehe sofort..) Natürlich muss man selektieren, vorsich­tig sein und falsche Freunde aussortieren. Meine ursprüng­liche Kontaktfreudigkeit führte auch oft dazu, dass ich ausgenutzt wurde oder an die falschen Menschen geraten bin, die einfach den Wunsch hatten ein Leben wie meins zu führen. Heute sage ich eher auch Nein und finde, dass dadurch das Leben entspannter geworden ist. Also eines kann ich Dir sagen, Neid und Missgunst steigen mit der Anzahl der Follower. Nicht umsonst heißt es ja „Mitleid be­kommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten“!

Was würdest Du Anfängern raten, die erfolgreiche Blog­ger werden wollen? Der Spaß steht im Vordergrund. Du musst es halt wirklich wollen und sehr viel Zeit und Arbeit investieren. Leidenschaft und Ausdauer sind das i-Tüpfel­chen und das Geheimnis meines Erfolges.

Was fällt Dir spontan zum Thema „Besinnung“ ein? Ob­wohl ich im Social Media Bereich tätig bin, versuche ich mich immer auf Familie und engste Menschen zu konzent­rieren. Viele prahlen mit ihren Facebook-Freunden anstelle sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Auch Wertschät­zung und Dankbarkeit sind weniger geworden in der Ge­sellschaft. Ich bin noch heute dankbar für alles. Jede tol­le Reise, Event oder interessante neue Produkte erfreuen mich und es ist toll und nicht selbstverständlich all das erleben zu dürfen – den meisten Menschen bleibt das alles leider verborgen.

www.nadinetrompka.com

 

 

 

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