Irgendwas mit Besinnung

Die Weihnachtszeit ist angebrochen! Der Dezember bringt uns besinnliche Zeiten oder doch eher hektische? Weihnachtsmärkte locken mit festlicher Stimmung und Leckereien. In jedem Kaufhaus finde ich die schönsten Accessoires für meinen Weihnachtsbaum. Nicht, dass ich nicht schon alles hätte. In den Supermärkten stapeln sich Marzipankartoffeln bis hin zu Spekulatius und verdammt vielen anderen Leckereien.

Alles sehr verlockend. Doch dieses Jahr lasse ich mich nicht vom Konsum einfangen. Ich wünschte mir, dass dieses Fest nicht nur besinnlich wird, sondern ich versuche zur Besinnung zu kommen. 

Auslöser war ein Abend mit meiner Freundin Sabine zur TV-Produktion eines neuen Formats von Mario Barth. Unter anderen wurden 100 Kinder im Alter von 6-8 Jahren diverse Fragen gestellt. So auch die Frage, was den Kindern am meisten an ihren Eltern stören würde. Die Antwort war erschreckend und lautete: „dass sie immer mit dem Handy beschäftigt sind“.

Genauso nachdenklich machte uns die Zweitplatzierung: „dass Eltern immer von den Kindern Fotos machen wollen“. Sabine und ich schauten uns entsetzt an. Was ist das nur für eine Entwicklung? Früher war es das „Fernsehverbot“ oder der Stubenarrest, was Kinder nervte. Heute ist es das „Handy“ – der Eltern?! Und ganz ehrlich, es nervt uns doch alle!

Was ist nur mit uns los? Heute zählt eher Masse als Klasse. Zeit ist zum kostbarsten Gut mutiert. Hektik und Funktionieren müssen zum Massenprodukt. Zusätzlich werden wir das ganze Jahr von verschiedensten Medien zu gedröhnt. Für mich hat sich dieses Jahr die Frage gestellt: Können wir uns eigentlich noch auf das verlassen, was wir essen, trinken, sehen oder hören? Wie beeinflusst bin ich schon und wie verrückt ist die Welt geworden? Persönlichkeiten duellieren sich auf Twitter, miteinander gesprochen wird per Sprachnachricht und zuhause regiert Alexa. Die Digitalisierung hat uns fest im Griff und es dauert nicht mehr lange, dann gehört autonomes Fahren zu unserem Straßenbild.

Haben wir unser „Menschsein“ durch Kommerzialisierung, Mediengeilheit sowie Oberflächlichkeit, Hast und Eile selbst verscrooogt? Wann hören wir endlich auf der Zeit hinterher zu rennen? Einfach mal nichts planen, nichts vornehmen, einem fremden Menschen ein Lächeln schenken und nicht nach Sinn oder Nutzen fragen.

Erstaunlich, wie weit weg wir schon von ursprünglichen Dingen sind. Wir besinnen uns – immer für eine kurze Zeit zum Ende des Jahres!

….Um das nächste zu überstehen?

Ich wünsche allen von ganzen Herzen eine sinnvolle Weihnachtszeit. Nehmt Euch Zeit, für mehr als einen besinnlichen Abend!

 

 

 

 

 

 

Anita Tusch – Herausgeberin + Chefredaktion

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PS. Die Ausgabe wird ab sofort an unseren Verteilerstellen zu finden sein. Viel Spaß beim Lesen <3

Titelfoto haben wir hier her: 

Foto www.depositphotos.com / @Nomadsoul1

 

 

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