Diesel – Kommt mal wieder zur Besinnung

So, jetzt mal zur Besinnung und dann zur Besinnlichkeit. Man kann es kaum noch hören: Diesel, Diesel und immer wieder Diesel. Vorneweg, ich bin auch ein umweltbewusster Mensch, der täglich versucht daran zu arbeiten und andere mit zu nehmen. Jeder will mitreden und am meisten reden die, die davon am wenigsten verstehen oder aber dieses Thema nutzen, um sich wichtig zu machen oder sich bereichern.

Zuerst müssen wir mal zwei Dinge auseinander halten: Der Betrug an den Autobesitzern, dabei reicht es nicht aus den VW Konzern zu recht an den Pranger zu stellen, nein fast alle anderen haben mit gemacht. Auch die Politik unseres Landes hat an dem Schaden eine große Mitschuld. Sie hat es unterlassen auf bestimmte zu sehende Fakten rechtzeitig, meist gar nicht, zu reagieren.
Dann die Grenzwerte aus Brüssel, auch ursächlich für die o.g. Entwicklung aber das darf keine Ausrede sein, die so
weit von der Realität weg sind, wie die Erde vom Mond. Ungeprüft der Machbarkeit wurden willkürlich diese Grenzwerte festgelegt.

Wie werden diese festgestellt? Durch Luftgütemessstationen, deren Aufstellungsvorschriften nicht immer beachtet wurden. Als das festgestellt wurde, hat man kurzerhand die Regularien aufgeweicht und munter drauf los weiter gemessen. Mit dem heute zu sehenden Erfolg. Dann die sogenannten Umweltschützer, Deutsche Umwelthilfe und BUND. Die haben sich dies zu Nutze gemacht um zu zerstören. Was dabei rauskommt weiß man jetzt. Die Verwaltungsrichter in Deutschland hatten keine Chance anders zu urteilen als diese Fahrverbote auszusprechen. Jetzt kommt es noch besser: es werden völlig unbelegte Behauptungen in die Welt gesetzt, es sollen über 400.000 Menschen in Europa an Feinstaub sterben!

Das ist völlig an den Haaren herbeigezogen und inzwischen durch renommierte Wissenschaftler widerlegt. Aber unsere feinen und investigativen Medien veröffentlichen ungeprüft jedes Geschreibe von Bund und DuH. Die können behaupten was sie wollen und es kommt in die Veröffentlichung. Das verunsichert die Menschen und manche glauben wirklich, wenn in der Silbersteinstrasse eine alte Frau die Straße entlang läuft und ein LKW vorbei fährt, sie tot umfallen würde. Der Schaden, der so unnötig angerichtet wurde geht in die Milliarden Euro.

Allein die Verbraucher, die sich vor zwei, drei oder vier Jahren neue Diesel gekauft haben werden einen großen Wertverlust erleiden, es sei denn, und das rate ich hier, sie fallen nicht auf die ach so tollen Wechselprämien für neue Autos herein. Allein bei den deutschen Autohändlern stehen ca. 350.000 Diesel als Leasingrückläufer, die durch die EURO 5 Einstufung entweder gar nicht oder nur mit großen Verlusten zu verkaufen sind. Und, die Industrie lässt mit Hilfe der Bundesregierung, und hier vor allem unser toller Verkehrsminister Andreas Scheuer, die Vertragshändler im Regen stehen und Konkurs gehen.

Diese Verluste kann kaum ein Autohaus heben. Dass die Schadstoff grenzen nicht realistisch sind, 40 Mikrogramm bei Feinstaub und 40 Partikel bei NoX, wissen inzwischen schon einige und es lässt sich ein Silberstreif am Horizont erahnen, den es gilt weiter nach oben zu ziehen. Einige Zeitungen schwenken schon um und berichten kritischer. Weiter so.
Es wäre noch viel zu sagen, das sollte ein wenig Übersicht verschaff en worum es eigentlich geht. Wir lassen uns von einer kleinen Anzahl Menschen jagen, die so tun als wären sie der Nabel der Welt. Nein, die Welt ist schön und wir dürfen sie nicht von solchen Leuten kaputt reden lassen.

Hier noch ein Vorschlag mit dem wir das alles, wirklich alles vom Tisch wischen könnten: Nehmen wir doch für Europa die so strengen Grenzwerte des grünen Sauberlandes Californien an. Feinstaub 100 Partikel und Nox, Stickoxyde auch 100.

 

 

Thomas Lundt Obermeister der KFZ Innung Berlin

  • Werkstattinhaber – 

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