Die Geschichte und der Aufstieg des Bitcoin

Bitcoin ist ein Kunstwort, bestehend aus den Wörtern Bit und Coin (engl. für Münze). Der Bitcoin ist die bekannteste und bedeutsamste Kryptowährung weltweit. Er dient sowohl als Anlagemöglichkeit als auch als echtes Zahlungsmittel. Im August 2020 pendelt die Marktkapitalisierung des Bitcoins zwischen 160 und 200 Milliarden US-Dollar. Heute kann man auf verschiedenste Weise am Aufstieg des Bitcoin teilhaben. Eine Möglichkeit ist z.B. die Nutzung von Trading Robots, wie Bitcoin Superstar. Über solche Anbieter können Differenzkontrakte (CFDs) automatisch gehandelt werden. Sagt man die Kursentwicklung richtig voraus, sind hohe Gewinne möglich.

Wir werfen im Folgenden einen Blick auf die Geschichte des Bitcoin, erklären die Hintergründe und schauen uns an, wie weit die virtuelle Währung heute schon verbreitet ist.

Wie alles begann…

In den späten 90er Jahren gab es erste erfolglose Gedankenexperimente, eine Art Bitcoin zu entwickeln. Das Internet steckte jedoch noch in den Kinderschuhen, Computer waren langsam, die Wirtschaft boomte ohnehin… Und vermutlich hatten die Menschen den Bedarf an einer virtuellen Währung schlicht noch nicht erkannt.

Erst im Jahr 2008 wurde der Domainname bitcoin.org registriert. Im November dieses Jahres veröffentlichte eine Autorin, ein Autor oder ein Autorenkollektiv unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto ein Whitepaper mit dem Titel ‚Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System‘. Das Dokument beschreibt die technischen und ökonomischen Grundlagen der Währung im Detail und enthält den gesamten Code für das Zahlungssystem. Die Überweisung der Beträge sollte direkt von Teilnehmer zu Teilnehmer erfolgen unter der Verwendung kryptografischer Techniken. Satoshi Nakamotos Bestreben war ein „elektronisches Zahlungssystem, das auf einem kryptografischen Beweis, anstelle von Vertrauen basiert und es zwei Parteien erlaubt, direkt und ohne einen Mittelsmann, dem sie vertrauen, miteinander zu handeln“.

Die Entstehung von Bitcoins

Neue Bitcoin-Einheiten werden durch die Lösung kryptographischer Aufgaben, das sogenannte Mining (Schürfen), geschaffen. 2010 konnte man noch mühelos am privaten Rechner schürfen. Am 30. Juli 2010 bekam man für einen Bitcoin lediglich 5 US Cent. Mittlerweile gibt es große Mining-Farmen, in denen hunderte Computer nichts anderes machen, als Rechenaufgaben zu lösen, um Bitcoins zu produzieren.

Bekannt ist, dass Nakamotos Bitcoin-Netzwerk zuerst 50 Bitcoins als digitale Währung herstellte und von Beginn an die maximale Anzahl aller je verfügbaren Bitcoins auf 21 Millionen Einheiten einschränkte. Alle vier Jahre wird die Zahl der Bitcoins, die geschürft werden können, halbiert. Von 2009 bis 2012 sind etwa 2,6 Millionen Bitcoins jährlich entstanden. Das sind 150 Bitcoins in der Stunde. Zwischen 2013 und 2016 waren es insgesamt 1,3 Millionen Bitcoins. Aktuell werden jährlich nur noch 650.000 Bitcoins geschürft. Somit wird es bis zum Jahr 2140 exakt 21 Millionen Bitcoins geben. Die kleinste Einheit ist übrigens 0.00000001 Bitcoins und ist nach ihrer Erfinderin benannt: Satoshi.

Der Aufstieg des Bitcoins

Am 12. Januar 2009 wird erstmals ein Bitcoin getauscht und im Februar 2010 ging die erste Bitcoin-Wechselstube online. Die erste reale Bitcoin-Zahlung fand am 22. Mai 2010 statt. Der Programmierer Laszlo Hanyecz bot in einem Forum der Person 10.000 Bitcoin, die ihm zwei Pizzen nach Hause liefern. Das entsprach damals ca. 30 Euro, heute 38 Millionen Euro. Ende 2010 gelingt die erste Bitcoin-Transaktion zwischen zwei Smartphones und Anfang Februar 2011 ist 1 Bitcoin erstmals gleich viel wert wie 1 US-Dollar.

Nun weckt der Bitcoin auch zunehmend das Interesse der Medien. Das “Time Magazin” ist das erste bekannte Medium, das über die virtuelle Währung berichtet. Ein Artikel in der Wirtschaftszeitschrift “Forbes” wird weltweit in verschiedene Sprachen übersetzt. Infolge der Publikation schnellt der Kurs von Bitcoin nach oben. Der Wechselkurs unterliegt im Vergleich zum Devisenmarkt bis heute jedoch heftigen Kursausschlägen.

In den vom neuartigen Coronavirus herbeigeführten hohen Kursverlusten an internationalen Börsen verlor der Bitcoin ca. 50 Prozent an Wert, stieg in den folgenden Monaten jedoch wieder an und erreichte Anfang Mai 2020 einen höheren Wert als vor dem Absturz.

Das Besondere am Bitcoin

Der Handel mit Bitcoins funktioniert vollkommen anders, als bei anderen Währungen. Bei den herkömmlichen Währungen fungieren Banken und Regierungen als zentrale Kontrollinstanzen. Mit dem Bitcoin und dessen Dezentralisierung entwickelte Satoshi ein System, mit dem es unmöglich ist, doppelte Transaktionen zu erstellen. Durch das Peer-to-Peer-Netzwerk wird das Geld nicht zentral verwaltet, sondern ist auf jedem Computer des Netzwerks gespeichert. Außerdem ist hier auch abgespeichert, in wessen Besitz sich die Einheit befindet und welchen Weg sie zurückgelegt hat. Der Gang einer jeden Münze ist so für jeden sichtbar, wodurch Falschgeld ausgeschlossen wird. Dieses Netzwerk bezeichnet man als Blockchain.

 

Anerkennung & Verbreitung des Bitcoins

In den meisten Teilen der Welt – inklusive Deutschland – dient der Bitcoin aktuell eher als ein Spekulationsobjekt denn als Zahlungsmittel. Der extrem unbeständige Preis schreckt viele von einer Zahlung mit Bitcoin ab.

 

Mit der Richtlinie 2018/843/EU hat der europäische Gesetzgeber eine einheitliche Rechtsgrundlage für die Einstufung von Bitcoin erlassen, worin virtuelle Währungen ausdrücklich als Tauschmittel und nicht als Zahlungsmittel definiert werden. Den Mitgliedstaaten der EU steht es jedoch frei, für Bitcoin eigene Regeln zu erlassen. Außerhalb der EU sieht es anders aus. Japan hat den Bitcoin offiziell als Zahlungsmittel anerkannt. Auf Expedia.de kann die nächste Reise mit der Kryptowährung gebucht werden. In den USA, Kanada, der Schweiz, Finnland und Österreich gibt es bereits Bitcoin-Automaten, an denen man Bargeld gegen Bitcoin tauschen kann. In Genf ist sogar der neue Ausweis bei der Behörde mit dem Bitcoin bezahlbar und im US-Bundesstaat Ohio können auch Steuern mit Bitcoin bezahlt werden.

 

Foto: https://unsplash.com/photos/OG3A-ilG8AY

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