Zwei Südberliner rocken die Bühne

Gesehen haben wir die Band zum ersten Mal auf dem Kulturlustgarten 2010 in Mariendorf – und sofort ins Herz geschlossen. Sie spielten das Repertoire der 70er/80er Jahre rauf und runter und heizten uns so richtig ein. Was lag näher, als uns zu erkundigen – wer sind diese Jungs und Mädels?

Wir trafen uns mit den beiden Gründungsmitgliedern Carsten Höpfner und Jens Färber in dem Biergarten vom Lichtenrader Hof.

Carsten und Jens kennen sich schon seit der Oberschule. Jeder von ihnen spielte damals in einer Band. Nach der Schule verloren sie sich aus den Augen und liefen sich erst malig wieder 1992 in Mariendorf über den Weg. Carsten spielte damals in einer Oldie Band Gitarre. Er erinnerte sich daran, dass Jens früher Bass spielte und sie kamen ins Gespräch. Da Carstens Band gerade keinen Bassisten hatte, passte das prima. Es kam heraus, dass beide für sich mit der gespielten Musik unzufrieden waren und sie beschlossen jeweils aus ihrer Band auszusteigen um sich gemeinsam eine neue Band zu suchen. Das Problem: keine Band suchte gleichzeitig einen Bassisten sowie einen Gitarristen. Also gründeten sie einfach eine eigene Band.

Wie sich herausstellte, war das gar nicht so einfach. Ein eigener Übungsraum und entsprechende Musiker mussten her. Die Auswahl der Musiker war schwieriger als vermutet. So konnte es schon passieren, dass Musiker sich vorstellten ohne ein Instrument bei sich zu haben oder es gar spielen zu können oder andere Kuriositäten boten. Na, wir kennen das ja von DSDS. Nach einer langen Tortur auf der Suche nach geeigneten Bandmitgliedern, sollte es nun endlich weiter gehen. Die Freude war groß. Team gefunden, Logo, Flyer und weitere Werbematerialien fertiggestellt! Endlich, es konnte losgehen.

Und es ging los: Der engagierte Sänger stieg kurz danach wieder aus, weil er nichts „fühlte“, ein Desaster. Aber Künstler sind halt manches Mal so. Dann setzte der Keyboarder noch eines obendrauf und wollte lieber seinen Flugschein machen und auf einmal hatte der Schlagzeuger auch keine Lust mehr. Zu allem Überfluss kam noch, dass das Gebäude in dem der Übungsraum war, abgerissen werden sollte (lustigerweise gibt es das Gebäude heute noch). Jedenfalls hatte sich dieses Projekt schlagartig erledigt. Alles was Carsten und Jens an Equipment hatten, landete somit in der kleinen Wohnung von Jens. Und erneut ging die Suche los: neuer Raum, neue Leute. So leicht, wollten die beiden nicht aufgeben.

Der Zufall wollte es, dass Carsten von seinem Küchenfenster aus beobachtete, wie Leute mit Gitarrenkoffern im Ullsteinhaus verschwanden. Schwups! Ein neuer Übungsraum war gefunden! Mit handwerklichem Geschick wurde der eigentliche Lagerraum eigenhändig ausgebaut. Zeitgleich wurde nebenan das „Blonds“ (1996) – heute Amber Suite – ausgebaut. Im „Blonds“ sollte damals Live Musik, Disco und Soul gespielt werden. Ein neues Genre öffnete sich und es packte die beiden das Disco-Fieber. Sie beschlossen sich dort vorzustellen und bereiteten sich vor. Nach viel Schweiß, handwerklichen Ergüssen, unvorstellbaren Nähkünsten begann erneut die Suche nach passenden Musikern.

Als erstes stieß damals ein guter Kumpel, der “ alte Ami Kevin“ zu ihnen – der auch verantwortlich für den Bandnamen ist.

UPTOWN SATURDAY NIGHT

Uptown: Gegenteil von Downtown, also viel besser. Saturday Night! Was gibt es besseres als die Samstag-Nacht? Vielleicht die perfekte Samstag-Nacht?! Dazu kamen dann noch zwei tolle Sängerinnen und zuletzt kam als Keyboarder Dave (aus Marburg stammend) dazu, der als junger Student gleich in eine funktionierende Band einsteigen konnte. Es folgten viele Gigs in der Eierschale Dahlem, im Biersalon, Eierschale Zenner sowie etliche Straßenfeste und Privatveranstaltungen. Carsten und Jens sowie Dave und Elle sind das Herzstück der Band. Begleitet wurden und werden sie heute noch durch verschiedene herausragende und bekannte Sängerin, wie z.B. Anke Fiedler, die u.a. in den Musicals Falco meets Amadeus, AIDA und im Friedrichstadpalast singt. Franziska Kuropka – im TIVOLI Hamburg und bei Stars in Concert. Meike Jürgens im Musical Sissi sowie im Friedrichstadtpalast. Britta Erchinger bei Roland Kaiser und Stars in Concert. Ina Wagler in Musicals Die Schöne und das Biest und Falco meets Amadeus. Anette Steinkamp, Sängerin bei Sarah Connor, Farin Urlaub und 4 Peppers.

Die Sängerinnen wurden immer mit Bedacht ausgewählt – so können die beiden bis heute immer die beste Gesangsqualität gewährleisten – denn sie wollten ja eigentlich nur Musik machen – ein bisschen Bass und Gitarre spielen. Treu sind sie heute noch ihrem Motto der 70er/80er Jahre. Diese Musik hat für die Band an Leidenschaft nicht verloren. Gelegentlich werden sie auch von Bläsern unterstützt. Songs, die bei jeder Party gut ankommen, Songs die jeder kennt und Mitsingen kann. Mittlerweile haben sie schon für Sony, Bertelsmann, AirBerlin, Lufthansa, Swiss Air, Polizei Berlin, Daimler Chrysler und auf vielen Hochzeiten, Geburtstagen und Straßenfesten die Bühne gerockt. Toll, was für Leute es hier im Süden Berlins gibt.

Nun rocken sie auch für die Clique!

Mehr Infos hierzu findet Ihr hier

4 Antworten zu "Zwei Südberliner rocken die Bühne"

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    Rödder Lilo 3. Septtember 2010 (12:36)

    Freue mich auf eurer Konzert. Frau Tusch hat mich aufmerksam gemacht
    mit freund. grüßen lilo Rödder

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    Anita Tusch 5. Septtember 2010 (20:10)

    Hi Frau Rödder,

    schöön..freu mich..auch, dass Sie unsere Seite gefunden haben..wir haben uns ja schon ewig nicht mehr gesehen..ich muss mal wieder im Laden vorbeischauen…wenn Sie im Vorverkauf eine Karte haben wollen..bitte mich einfach kurz kontaktieren,

    liebe Grüße
    Anita

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    Thomas Tews 12. Septtember 2010 (18:38)

    Hallo ihr alle,

    ich kann euch wirklich nur gratulieren, die Uptown Saturday Night Band für ein eigenes Event bekomen zu haben. Ich mag diese Mischung aus alten guten Discoklassikern. Hier spielen Musiker aus Spaß und Freude um die Fans solcher Musik zu erfreuen. Ich bin auf jeden Fall dabei, wenn ihr am 25.09, in der Malzfabrik den Tanzbeinen freien Lauf lassen werdet. Bis bald lg Thommy Tews

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