Wer keine Halle hat, baut sich eine!

Überall hört, liest und sieht man in den Medien die Aufforderung auf den Fitnesszug, der unaufhörlich durch das ganze Land rollt, aufzuspringen. „Trainier dich Fit!“ oder ähnlich blitzen Slogans im gesamten Bundesgebiet in großen Lettern von den Plakatwänden.

Aber nicht nur der allgemeine Wunsch nach mehr körperlicher und geistiger Fitness treibt uns an die Walking-Stöcke, in die Parks und Fitnesscenter der Republik. Es sind die verschiedensten Gründe, warum wir Sport treiben wollen und sollten. Eine „Halle für alle!“, das
wär’s! Unter dem Motto „Wer keine Halle hat, baut sich eine!“ startete das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. eine nützliche Aktion. Ziel der Aktion ist es, eine Sporthalle zu bauen, in der sich Bürgerinnen und Bürger der Region vereinsungebunden sportlich betätigen können.

Also Platz zu schaffen, für Kinder, Jugendliche, Senioren und Erwachsene mit und ohne Behinderung, die gerne gemeinsam Sport treiben möchten. Angesichts des immensen Mangels an Möglichkeiten, kostenfrei oder wenigstens –günstig sportlich aktiv zu sein, wächst der Bedarf an einem solchen Angebot. Diesem Wachstum stehen sanierungsbedürftige, in Sanierung befindliche, geschlossene und durch Schulen und Sportvereine belegte Sporthallen und –plätze gegenüber. Eine Situation, die nach meiner Auffassung nicht länger tragbar ist. Wenn z.B. Fußball-AGs nicht mehr stattfinden können, weil einfach keine freien Hallenzeiten zur Verfügung stehen oder die Bolzplätze im Kiez derart marode und baufällig sind, dass das Spielen darauf ein erhebliches Verletzungsrisiko birgt. Oder wenn Menschen der Generation 55+ nach Möglichkeiten suchen, sich bis ins hohe Alter fit und gesund zu halten und der einzige Raum, der dafür zur Verfügung gestellt wird, ein 20-qm-Raum ist, dann muss etwas verändert werden.

Nicht nur, um unseren Bedürfnissen nach sportlicher Aktivität entgegen zu kommen, sondern um Platz für Begegnung der Generationen im Kiez zu schaffen hat das Stadtteilzentrum im Dezember 2009 das „Hallenprojekt“ ins Leben gerufen. Von Anfang an machen Veronika Mampel und ich (Kristoffer Baumann) sowie viele motivierte Menschen mit viel Herz und Engagement die Öffentlichkeit auf das Projekt aufmerksam und ernten dafür an den meisten Stellen großen Zuspruch und Respekt für den Ehrgeiz
und die Leidenschaft, mit denen wir dieses ambitionierte Projekt vorantreiben.
Leider fehlt es für die Umsetzung des Plans und somit dem Schaffen von Raum und Platz ausgerechnet an Raum und Platz. Bisher steht für den Bau der Sporthalle noch kein Grundstück zur Verfügung. Die Zuständigen Ämter des Bezirks Steglitz-Zehlendorf und deren Vertreter lassen sich zu unserem Bedauern nur schwer vom Nutzen des Projekts überzeugen und sehen sich bisher leider nicht
dazu in der Lage, eine geeignete Fläche für den Bau zu finden und freizugeben. Ebenso wurden bereits Kontakte zu einem Berliner Immobilienunternehmen aufgenommen, das sich der Vision der „Halle für alle“ gegenüber sehr aufgeschlossen zeigte. Leider gibt es auch von dieser Seite bis dato keine endgültige Entscheidung, ob und wo die Halle evtl. ihren Platz im Kiez bekommen könnte.
Zu einer guten Idee und vor allem ihrer Realisierung zählt immer ein starkes und verlässliches Team. Wir freuen über jeden, der Teil diese Teams sein möchte. Solltest Du Ideen haben, wie die Aktion vorangetrieben werden könnte oder Dich einfach für das Projekt interessieren, dann setz Dich einfach mit den Verantwortlichen in Verbindung. Sport ist und bleibt eben mehr, als nur ein Hobby.

Autor: Kristoffer Baumann – Stadtteilzentrum Steglitz e.V. – Ostpreußendamm 159, 12207 Berlin

 

Kontakt könnt Ihr hier aufnehmen:
Kristoffer Baumann | 0172 / 386 64 45

 

 

 

 

 

 

Veronika Mampel | 0173 / 234 46 44

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