Wer keine Angst vor „Faust“ hat, den wird „Macbeth“ das Fürchten lehren!

Shakespeares „Macbeth“ im Monbijou Theater – Premiere: 21. Juni 2017 / Wir verlosen Freikarten – Schon als Shakespeare das Stück 1606 schrieb, war die Geschichte viele hundert Jahre alt. Nun dringt sie aus lang vergangener Zeit zu uns und will erzählt werden.

Nur eine viel höhere Intelligenz konnte Gefallen an einer so niederträchtigen Geschichte finden, wie dem bösen Spaß, den sich die drei Hexen mit Macbeth und seiner Welt erlauben. Shakespeare hatte Gefallen daran und lässt uns daran teilhaben. Es sind aber nicht die Hexen, diese Wesen des dritten Geschlechts, die „Macbeth“ den Ruf der ängstigendsten Tragödie verschaffte. Es ist auch nicht das unausweichliche Schicksal. Sondern es ist die eigene fatale Entscheidung, etwas Falsches zu tun. Und dennoch verlieben wir uns beim ersten Auftritt in den starken, kampfbereiten Macbeth. Und staunend bewundern über Lady Macbeth.

Goethe: „Das ist ein Meisterwerk!“

Das Ensemble des Monbijou Theaters spielt die Tragödie in der Übersetzung Schillers. Goethe und er wollten das Stück 1800 in Weimar auf die Bühne bringen, doch niemand am Hof sprach Englisch. Goethe hielt es für Shakespeares Meisterwerk. Fünf Wochen später lag Schillers Übersetzung überraschend auf Goethes Schreibtisch. Der war begeistert und stürzte sich in die Proben. Das Ergebnis: Eine rasantere und gewalttätigere Geschichte hatte es nie zuvor auf deutschen Bühnen gegeben. Die Zensur warf Schillers eigenen Stücken fortan nicht mehr vor, Gewalt zu verherrlichen. Wer keine Angst vor „Faust“ hat, den wird „Macbeth“ das Fürchten lehren!

Näher kann Theater nicht sein

Wie Zirkusnummern reihen sich die Kampfszenen, Morde, Hexenerscheinungen, Prophezeiungen, die intimen Worte des Paares Macbeth und die Klagen der Thans in der Mitte des Amphitheaters aneinander. Näher kann Theater nicht sein. Die Handlung schreitet gradlinig und schnörkellos voran und drängt alles andere in den Hintergrund: Die Open-Air-Bühne (gestaltet vom Künstler David Regehr) die Farben der Kostüme (von der Kostüm- und Maskenbildnerin Isa Mehnert), die Waffen und das Blut verblassen angesichts der Erhabenheit der Tragödie.

Regie: Darijan Mihailovic , Dramaturgie: Maurici Farré

Premiere: Mittwoch, 21. Juni 2017

 

Monbijou Theater – Spielzeit Sommer 2017: 7. Juni bis 3. September, täglich zwei Vorstellungen (19 und 21 Uhr)

Stücke: „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe; „Macbeth“ von William Shakespeare; Wiederaufnahme wegen des großen Erfolgs 2016: „Die lustigen Weiber von Windsor“ von William Shakespeare (24. Juli bis 21. August 2017, zehn Vorstellungen)

Eintritt: 14 bis 24 Euro. Dienstag ist Theatertag. Schulklassen ab acht Personen erhalten einen Rabatt von 3 Euro pro Person an allen Tagen, außer Dienstag. Für Lehrer ist der Eintritt frei. Anfragen an Anja Schomburg: anjaschomburg [at] email [dot] de oder Telefon 0178/6764245.

Tickets sind am Kassenhäuschen an der Strandbar erhältlich, außerdem online unter www.monbijou-theater.de sowie dienstags und donnerstags von 12 bis 16 Uhr telefonisch unter 030/2 888 66 999.

Gastspiele auf Schloss Schwante: 25. Juni bis 3. September, jeweils sonntags um 18 Uhr.

 

Wir verlosen 1×2 Freikarten für „Macbeth“, Vorstellung am 1. Juli um 21 Uhr. Sagt uns, weshalb Ihr ins Monbijou Theater wollt! Entweder Ihr hinterlasst Euren Kommentar bei Facebook oder schickt uns eine E-Mail an sebastian [at] stosick [dot] de, Betreff: Macbeth. Einsendeschluss: 23. Juni 2017, 12 Uhr.

 

mononna ciccone

Text Mononna Ciccone

von: Mononna Ciccone

Fotos: Bernd Schönberger

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