Weißgerber Lesezirkel erhält Franz-von-Mendelssohn-Medaille 2015

Weißgerber Lesezirkel erhält für sein soziales Engagement die Franz-von-Mendelssohn-Medaille 2015

 Helfen mit Arbeitskraft, Werbung und finanzieller Unterstützung

(Berlin – 22. September 2015) Gestern ist der Weißgerber Lesezirkel aus Berlin-Britz, für sein vorbildliches soziales Engagement mit der Franz-von-Mendelssohn-Medaille 2015 ausgezeichnet worden. „Ich bin stolz und glücklich! Mein Dank geht auch an meine Mitarbeiter, die mir dabei häufig geholfen haben!“, sagt Ute Weißgerber-Knop, Inhaberin. Der Weißgerber Lesezirkel ist ein Berliner Familienunternehmen, dass dieses Jahr sein 90-jähriges Firmenjubiläum feiert. Es wird von der Urenkelin, Ute Weißgerber-Knop, in vierter Generation geleitet. Das Unternehmen vermietet Zeitschriften, an Gewerbetreibende, Privathaushalte und alle die gerne lesen. Der Weißgerber Lesezirkel übernimmt seit vielen Jahren soziale Verantwortung und hilft lokalen Einrichtungen mit Arbeitskraft, Werbung und finanzieller Unterstützung. So wird der Lichtenrader und Neuköllner Jugend fleißig unter die Arme gegriffen: ob es eine Musikanlage, Computer, ein neuer Fußboden, eine Bank im Grünen, ein Kicker, oder eine Reise an die Ostsee ist. 

Weißgerber Lesezirkel sponsert unter anderem auch kulturelle Einrichtungen; wie zum Beispiel: „Lange Nacht der Museen“ oder „Märchenland Berlin“. Auch unterstützt das Unternehmen, zusammen mit einigen Mitarbeitern, das Tierheim Zossen. Es werden Anzeigen geschaltet und Sachspenden abgegeben. Ute Weißgerber-Knop war es auch sehr wichtig etwas für die Umwelt zu tun und sie spendierte deshalb der Stadt einen Haselnussbaum. Seit viele Jahren unterstützt das Unternehmen die Ronald McDonald Kinderhilfe, die Häuser in Berlin-Wedding und Cottbus. Diese gelten als Familienzentrum für Angehörige schwer kranker Kinder, die in der umliegenden Klinik behandelt werden. Somit haben die Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder so oft wie möglich zu besuchen. Das Berliner Familienunternehmen hat für mehrere Jahre eine Patenschaft für ein Apartment übernommen. Außerdem werden die Ronald McDonald Häuser mit kostenlosen Lesemappen, Verteilung von Flyern, Anzeigen auf den Schutzumschlägen der Lesezirkel-Zeitschriften, Eintrittskarten für verschiedene kulturelle Veranstaltungen und finanziellen Spenden versorgt.

Ute Weißgerber-Knop besuchte in Lichtenrade ein Heim, in dem Kriegsflüchtlinge Unterkunft gefunden haben. Dort leben Menschen, die ihre Heimat, ihre Wohnung, Familie und Freunde fluchtartig verlassen mussten. Sie haben alles verloren. Ute Weißgerber-Knop hatte sich bei der Heimleitung erkundigt, wie man diesen Familien helfen kann. So sammelte und kaufte sie Kleidung, Spielsachen, Möbel, Geschirr und Kosmetikartikel. Sie berichtete Ihren Mitarbeitern, Freunden, Bekannten und der Familie von dem Lichtenrader Heim und konnte viele zum Mitmachen motivieren. So kamen große Mengen an Sachspenden zusammen. „Ich kann jeden ermuntern, sich selbst zu engagieren. Man braucht nicht viel, denn man kann mit ganz wenig viel bewirken“, sagt Ute Weißgerber-Knop, Inhaberin des Weißgerber Lesezirkel.

 
Die Franz-von-Mendelssohn-Medaille – verbunden mit 5.000 Euro Preisgeld – wurde von Handwerkskammer-Präsident Stephan Schwarz und IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer überreicht. Der Gewinner und die Platzierten waren von einer Jury aus Wirtschafts- und Medienvertretern aus mehr als 30 Bewerbern ermittelt worden. Die Medaille erinnert an den früheren IHK-Präsidenten Franz von Mendelssohn (Amtszeit 1914-1931) und wird seit 2005 vergeben. Auf den mit 3.000 Euro dotierten zweiten Platz wählte die Jury die idealo internet GmbH aus Kreuzberg. Dritter und mit 2.000 Euro belohnt wurde die Firma Optiker Andreas Wittig aus Berlin-Charlottenburg.

Hintergrund

Franz von Mendelssohn (1865-1935) stammte aus einer bekannten Berliner Unternehmer- und Künstlerfamilie, zu deren Vorfahren auch der Philosoph Moses Mendelssohn gehörte. Er führte viele Jahrzehnte das Bankhaus Mendelssohn & Co, das im 19. und 20. Jahrhundert zu den renommierten Privatbanken in Deutschland zählte. Mendelssohn war Mitglied der Industrie- und Handelskammer zu Berlin seit deren Gründung 1902 und deren Präsident von 1914-1931. In den Jahren 1921-1931, einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland, stand Franz von Mendelssohn als Präsident dem Deutschen Industrie- und Handelstag vor. 1925 wurde er zum Vizepräsidenten der Internationalen Handelskammern gewählt, 1931 in Washington zu ihrem Präsidenten. Mendelssohns Wirken für die Allgemeinheit war beispielhaft. Er engagierte sich im Stifterverband der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft und gehörte zu den Wegbereitern für die Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, der heutigen Max-Planck-Gesellschaft. Er saß sowohl im Förderverein der Preußischen Staatsbibliothek als auch des Kaiser-Friedrich-Museums. Zudem war seine Villa im Grunewald ein beliebter Treffpunkt der Berliner Kulturszene.

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