Warum die klassische Uhr nicht ausstirbt

Uhren aus Glashütte – warum die klassische Armbanduhr nicht ausstirbt

Den Uhrmachermeistern und ihren Chronometern aus dem beschaulichen Glashütte eilt ein Ruf voraus, der die Nachfrage aus aller Welt konstant hochhält. Aber haben klassische, mechanische Uhren in Zeiten der Smartwatches überhaupt noch eine Zukunft?

Die internetfähigen mobilen Endgeräte für das Handgelenk machen derzeit regelmäßig Schlagzeilen. Neue Modelle und Prototypen werden auf Technikmessen vorgestellt und jüngst verbannten die ersten Universitäten die Smartwatches vom Campusgelände, aus Angst, die Studiosi könnten sie zum Spicken benutzen. Gleichzeitig geht aber der Absatz mechanischer Armbanduhren – vor allem aus dem Luxussegment – nicht zurück. Die Gründe dafür sind zahlreich:

Glashütte-Uhren müssen die digitale Konkurrenz nicht fürchten

Schon die Digitaluhren der 80er Jahre scheiterten an dem Vorhaben, die klassischen Armbanduhren mit mechanischem Uhrwerk vom Markt zu verdrängen. Das deutsche Städtchen Glashütte ist für die Herstellung und den Vertrieb hochwertiger Armbanduhren weithin bekannt. Flieger- und Sportuhren, Uhren mit Großdatum und Weltzeitchronometer findet man zum Beispiel auf http://www.wempe-glashuette.de/. Dieser Anbieter, der seine Uhren in einer Sternwarte fertigt, bietet allerdings auch edle Taschenuhren an – das Äquivalent zum herkömmlichen Smartphone in der Hosentasche. Die Uhrmachertradition in Glashütte geht auf Ferdinand Adolph zurück, den ersten Uhrmachermeister, der sich im Jahr 1845 dort niederließ. Die Uhrenindustrie wurde noch im 19. Jahrhundert zum wirtschaftlichen Rückgrat der Stadt. Wer heute eine echte Glashütte-Uhr erwirbt, kann sie in einigen Jahrzehnten auch an seine Kinder oder Enkel vererben. Langlebigkeit und Qualität gehören zu den offensichtlichsten Vorteilen der althergebrachten Armbanduhren.

Zudem ist die Uhr mit aus Edelsteinen gefertigtem Lager noch immer ein Statussymbol. Zwar legen die Europäer mittlerweile nicht mehr ganz so viel Wert auf teure Uhren wie Sportwagen, der Markt in Fernost boomt jedoch wie nie zuvor. Auch gemessen am Anteil der „uhrenlosen“ Bürger, die die Uhrzeit vor allem vom Smartphone ablesen, lassen sich interessante Schlüsse ziehen. Thilo Brückner, seines Zeichens Geschäftsführer des Bundesverbandes Schmuck und Uhren, ist sich sicher, dass das Tragen einer geschmackvollen, mechanischen Uhr bei höherem Bildungsstand und Einkommen zunehme.

Bild: © istock.com/ShotShare

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