Weihnachtsausgabe – Vorwort #heilig

Normalerweise bewegen wir uns mit diesem Magazin immer auf der „schönen Seite“ des Lebens und das wird es auch weiterhin. 

Dennoch ist 2015 aus vielerlei Sicht ein hartes Jahr gewesen, dessen auch wir uns nicht verschließen wollen. Der Rückblick auf 2015 hat bei uns die Frage aufgeworfen: Was ist uns noch #heilig? Wie jedes Jahr, gab es schlimme Ereignisse, in denen man sich unentwegt fragt: Wie kann ein Mensch so etwas tun? Erst kürzlich wurden wir wieder wachgerüttelt, ein furchtbarer Terroranschlag in Paris erschütterte die Welt. Wie entsetzt waren wir schon Anfang des Jahres aufgrund des Anschlags auf die französische Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo? Der Flugzeugabsturz A320 in Südfrankreich hat unser aller Gemüter erhitzt und das Fliegen für eine lange Zeit in Frage gestellt! Warum sind in Westafrika in diesem Jahr über 11.000 Menschen an der doch eigentlich schon ausgerotteten Krankheit Ebola gestorben? Warum gibt es eigentlich giftige oder gar gefährliche Lebensmittel? Was ist eine Abgas-Manipulationssoftware? Wieso gewinnt Bayern München zum 25. Mal den Meistertitel? Warum darf ich nicht alleine entscheiden, wie ich sterben möchte? Die Flüchtlingssituation spaltet Deutschland und überfordert sämtliche Länder. Mir fällt dazu gerade spontan ein. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Ist sie das? Wie würdevoll werden eigentlich Entscheidungen in aller Welt getroffen? MENSCH, was ist Dir noch heilig? Sollte nicht auch der Mensch, dem Menschen #heilig sein?

Was bedeutet das eigentlich: Es ist mir heilig? Im Grunde doch, wie wichtig uns etwas ist. Es hat einen Wert, den wir schätzen. Und, was uns auch immer heilig ist – wir wollen es schützen. Vielleicht sollte dem Menschen an sich, viel mehr wieder #heilig sein – damit wir unsere schöne Erde und die Menschen die auf ihr leben besser beschützen können. Eigentlich ganz einfach. Stellt Euch vor, jeder würde den Menschen, der gerade vor ihm steht einfach wertschätzen! Terror, Katastrophen, Kriege, Krankheiten gab es immer und wird es immer geben. Wäre es nicht besser, wenn wir unsere Kraft und Gedanken mehr auf das Mitgefühl und die vielen Helfer richten anstelle den Hass erneut gegen Menschen zu richten.

Schlimm genug, dass ganze Nationen gespalten sind. Mittlerweile erfasst uns alle die Denkwürdigkeit der Gegenwart. Sie spaltet auf einmal uns alle. Verschiedene Gruppierungen bilden sich. Der Hass hält Einzug. Dabei wissen wir doch alle, dass Hass erneut Gewalt erzeugt.

Es gibt so vieles, was wir #heilig bewahren sollten. Manchmal sind es ganz banale Dinge. Lasst uns die Weihnachtszeit #heilig lassen. Bitte hört nicht auf Eure Wohnungen weihnachtlich zu schmücken, die Fenster mit leuchtenden Lichterketten und Schnee-Spray – auch wenn´s schwer wieder abgeht – zu zieren. Lasst Eure Balkone oder Vorgärten in eine Märchen-Winter-Wonderworld verwandeln. Kekse backen, einmal im Jahr! Das duftet doch so herrlich. Egal ob mit oder ohne christlichen Hintergedanken. Ich sehe den Dezember als Ritual an, das Jahr ausklingen zu lassen und zwar feierlich. Auch etwas nachdenklicher dürfen wir sein, nachdem wir wieder einmal durch das Jahr gehetzt sind.

Vielleicht lernen wir eines Tages, wie wertvoll der Moment, der Tag und das Leben ist. Die Welt hat leider nichts gelernt in den vielen Jahrtausenden. Aber wir, jeder einzelne von uns – kann für sich entscheiden – ob er das nächste Jahr mit Angst und Hass begegnet –oder mit Optimismus, Liebe und Mitgefühl.

Ich wünsche Euch allen ein sinnvolles Weihnachtsfest und einen optimistischen Start in das neue Jahr 2016

Anita Tusch
Chefredaktion + Herausgeberin

PS. es sind alle Ausgaben verteilt! Hier sind unsere Verteilerstellen. Falls wir jemanden vergessen haben oder Du keine mehr abbekommen hast, schick uns einfach eine Nachricht an info (at) clique-sued.de

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