„Umweltbildungszentrum im Britzer Garten“  nach 16-monatiger Bauzeit fertiggestellt

Der Bau des Umweltbildungszentrums im Britzer Garten sowie die Gestaltung der Außenanlagen konnten von der Grün Berlin GmbH nach 16-monatiger Bauzeit abgeschlossen werden. Das Land Berlin hat für die Finanzierung zwei Mio. EUR aus dem „Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt“ (kurz SIWA) zur Verfügung gestellt.

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, betont die Bedeutung von Umweltbildung: „Kinder und Jugendliche haben häufig ein besonders ausgeprägtes Umweltbewusstsein. Dieses zu fördern und zu vertiefen ist das Ziel der Umweltbildungs­zentren. Der IGA-Campus hat gezeigt, wie viel Begeisterung Umwelt- und Naturschutz zum Anfassen bei den jungen Menschen wecken kann. Ich freue mich, dass diese erfolgreiche Arbeit in dem ehemaligen IGA-Campus und jetzt auch hier im Britzer Garten fortgesetzt wird.“

Als überregionale Anlaufstelle mit lokalem Bezug wird der innovative Neubau aus größtenteils nachwachsenden Rohstoffen im Britzer Garten als „Grüner Lernort“ ein Treffpunkt, an dem zeitgemäße Umweltbildung in unterschiedlichen Formaten angeboten wird. Dort werden nun ganzjährig auch die Angebote des Freilandlabors Britz „ein neues beheizbares Zuhause“ finden.

Der Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH Christoph Schmidt betonte: „Wir freuen uns sehr, dass das Umweltbildungszentrum pünktlich seine Türen öffnet. Ein Ideenwettbewerb lieferte im Jahr 2013 dazu die Entwürfe. In den letzten beiden Jahren konnte diese nun umgesetzt werden. Die Realisation war nur mit Hilfe der Mittel aus dem „Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt“ (kurz SIWA) möglich. Vielen herzlichen Dank an das Land Berlin und die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Vielen Dank aber auch an alle baubeteiligten Planer, Firmen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grün Berlin GmbH“.

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Architekt des Gebäudes ist die Hermann Kaufmann ZT GmbH aus Österreich. Der in einer ambitionierten, zeitgenössischen Architektur und aus größtenteils nachwachsenden Rohstoffen erstellte Neubau zeigt sich als schwebender Pavillon zwischen dem alten Baumbestand. Die vogelnestartige Struktur, aus schräg angeordneten Holzstäben, zieht sich wie ein Band um das Gebäude und lässt die innenliegenden Räume des Umweltbildungs­zentrums erahnen. Dieses Wechselspiel zwischen Fassade, Umgebung, Außen- und Innenraum macht neugierig und lockt Besucherinnen und Besucher des Britzer Gartens in das Gebäude.

Die Primärstruktur des Pavillons wird durch 9 mal 4 Meter große Boden- und Decken­elemente gebildet. Die Montage konnte aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades sehr rasch erfolgen.

Für das neue Gebäude im Britzer Garten wurden weitgehend nachwachsende Rohstoffen (z.B. Weißtannenstäbe für die Fassade oder Thermokiefer für die Fußböden) verwendet. Dadurch ist das Kohlendioxid-Potential sowie der Primärenergieverbrauch des Umweltzentrums im Britzer Garten erheblich niedriger als bei vergleichbaren Bauten in mineralischer Bauweise. Die Beheizung erfolgt über eine umweltfreundliche Luft-Wärmepumpe. Auch die extensive Dachbe­grünung trägt dazu bei die Nachhaltigkeit des Gebäudes zu verbessern.

Für die Gestaltung der Außenanlagen zeichnet das Büro für Landschaftsarchitektur „plan context“ aus Berlin verant­wortlich. Sie bilden mit dem „schwebenden“ Umweltbildungszentrum und den Nebengebäuden eine gestalterische Einheit.

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Zentraler Ort für Veranstaltungen, Ausstellungen, Unterricht und Arbeit im Freien ist das zwischen neuem Gebäude und benachbarten Wäldchen liegende „Umweltforum“.
Die überdachte Ausstellungsfläche wird mit mobilen Ausstellungswänden ausgestattet, die Interessierte zu Themen der Stadtnatur und ihrer Phänomene mit wechselnden Ausstellungen einlädt, andererseits aber auch ein überdachter Lernort im Freien sein kann.

Von diesem Ort starten die „Naturstreifzüge“ ins angrenzende Wäldchen, zum Kopfweiden­pfuhl, zum Bachlauf oder in das Feuchtbiotop des Britzer Gartens.

 

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