Theater, das macht was mit Dir!

Thomas Koschwitz Anita Tusch Wigald Boning Foto BB Fotografie Bea

richtig schönes Gespräch mit Thomas Koschwitz und Wigald Boning gehabt..!

„Theater, das macht was mit Dir!“ finden Thomas Koschwitz und Wigald Boning.

hier das Plakat zu dem Stück „Die Selbstanzeige“

Bin schon ganz schön aufgeregt und Fotografin Bea, die mich spontan begleitete, zeigt es nicht – aber sie ist es auch. Wir treffen auf Wigald Boning und Thomas Koschwitz. Die Proben zu dem Theaterstück „Die Selbstanzeige“ von Francis Veber – in der Übersetzung von Dieter Hallervorden – haben begonnen und wir dürfen die beiden kurz vor der Probe „abfangen“.
Wann trifft man schon einmal zwei „Fernsehgrößen“ auf einmal. Ehrlich, Du weißt nie, wie es läuft – und da ich mir ja  bekanntermaßen keine Fragen zurechtlege, sondern spontan agiere und einfach nur Gespräche führe, nehme ich mir fest vor, mich auf das Stück „Die Selbstanzeige“, in dem die beiden mitwirken, zu konzentrieren. Als erstes trifft TV Moderator und Komiker Wigald Boning ein. Er ist total entspannt, witzig, aufmerksam und wir kommen recht schnell ins Gespräch. So erfahren wir, dass Dieter Hallervorden beide unabhängig voneinander für das Stück „angefragt“ hat. Dass sie beide in dem Stück mitwirken, ist für keinen ein Problem. Thomas und Wigald haben sich schon in den 90er Jahren in den RTL-Studios kennengelernt und sind sich somit auch nicht fremd.

Thomas Koschwitz moderierte damals die Late-Night-Show und Wigald Boning war bei RTL-Samstag-Nacht. Wenig später kommt TV- und Radiomoderator Thomas Koschwitz. Er ist auch völlig entspannt und nimmt sich erst einmal die CLIQUE-Zeitung, schaut sich alles intensiv an (was mich natürlich freut). Fast nahtlos – er schaut immer noch in die Zeitung – können wir weitermachen. Mir liegt die Zeit im Nacken, 45 Minuten haben wir. Die beiden sind jedoch so etwas von tiefenentspannt. Sie verstehen sich, kennen sich und ich komme mir vor, wie bei Freunden zum Mittagsschwätzchen. Komisch, so locker hab ich mir das gar nicht vorgestellt.

 

Wigald posing clique

herrlich, authentisch – Wigald Boning erzählt mir nicht nur lustige, sondern auf tiefsinnige Anekdoten

Wir lachen unheimlich viel, sinnieren, quatschen. Nein, nicht oberflächlich, die beiden sind tiefsinnig und spannend. Die Zeit verrennt viel zu schnell – ich könnte hier ewig mit den beiden sitzen bleiben. Beide haben keine Erfahrungen im Theaterbereich, was das Gespräch unheimlich spannend werden lässt. War für Euch die Entscheidung „Theater zu spielen“ schwierig? Thomas: Wir wollten immer schon etwas im Schlosspark Theater machen, früher hatten wir Pläne für eine Talkshow, aber irgendwie ist ja immer etwas. Ich fand das sofort klasse! Wigald: Ich wollte immer mal ans Theater. Als ich die Anfrage für die „Selbstanzeige“ bekam, habe ich genau eine Nacht „drüber geschlafen“ und mich dann dafür entschieden.

Thomas Koschwitz im Gespraech 1

ein klasse Typ, Thomas Koschwitz spricht mit Herz und eine Menge Erfahrung!

Koschwitz u Boning 1a

Beweisfoto :-). Thomas Koschwitz blättert ALLES durch, Wigald und ich „quatschen“ derweil weiter. Super gemütliche Atmosphäre haben die beiden verbreitet <3

Wigald spielt den François Pignon, die Hauptrolle, und Du, Thomas, die des Finanzbeamten Maurice Toulouse. War das eigentlich von Anfang an klar, wer welche Rolle spielt? Thomas und Wigald schauen sich an und lachen beide. Thomas: …aber natürlich, ist doch völlig klar, dass  i c h  nicht… (ein Blick reicht) …sondern eher Du, Wigald…! Sie witzeln sofort und schon gibt es einen herrlichen Schlagabtausch über das Thema Steuern und mehr.
Wie ist das Stück? Und fällt es Euch schwer, die Texte zu beherrschen? Beide versichern, das Stück ist absolut Theater, das macht was mit Dir (finden Thomas Koschwitz und Wigald Boning). Es ist lustig  sagt Wigald: …aber auch hintergründig, kontert Thomas: … es hat schon eine Moral. Ich bemerke schnell, mehr wollen beide nicht verraten. Und auswendig lernen – so richtig beantwortet haben die Jungs mir die Frage nicht, aber sie sind Profis. Da mache ich mir keine Sorgen.
Was ist anders am Theater? Thomas: Die Atmosphäre. Wir nehmen etwas wahr und müssen es umsetzen, das ist anders als im Fernsehen. Wir sind ein klasse Ensemble, arbeiten regelmäßig zusammen und müssen uns aufeinander verlassen können. Wigald: Ich finde die Proben total spannend. Für mich eine völlig andere Welt. Thomas: Unser Regisseur, Thomas Schendel, ist eine große Bereicherung und geht toll mit uns um. Er ist streng, aber nachsichtig. Wigald: Er liefert uns eine Art Schauspielunterricht und lehrt uns auch die technische Variante zu verstehen. Thomas: Ich bin schon manches Mal nach Hause gegangen und habe gedacht: Man, war das heute schlecht. Das sackt dann nachts, und dann weißt du auf einmal, was du anders machen musst. Wigald (lenkt mit ein): Man muss wirklich 100% geben. Ich frage mich manches Mal auch, warum bekomm ich das einfach nicht hin. Thomas. Also ganz  ehrlich, ich habe z.B. in drei „Tatorten“ mitgespielt, das war einfacher. Hier findet ein ganz anderer Arbeitsprozess statt. Plötzlich stülpt man sich eine Rolle über und du fragst dich, wäre ich an seiner Stelle genauso? Wigald: Bei den Proben musst du offen sein und zwar jetzt – genau in diesem Moment. Die Kamera, die nimmt einzelne Szenen auf, aber hier am Theater hast Du täglich eine Entwicklung und jeder Schritt, den wir machen, bezieht sich auf das „Weiterspielen“. Ich finde das unheimlich erfrischend. Ich finde es toll, diese Erfahrungen machen zu können.
Thomas: Ich bin über das Skript total begeistert. Die Genauigkeit, mit denen Autoren arbeiten und für uns die Texte vorbereiten, ist für mich eine Kunst. Auch das Gefühl – hinter der Bühne – das ist eine Art Magie für mich. Ich finde, das macht was mit mir – ich gehe hier belebt und beschwingt raus. Wigald: Ja, dem kann ich nur zustimmen. Mit mir macht das auch was und für mich hat sich das jetzt schon gelohnt.
die Selbstanzeige 15Ich sage Euch, ich kann gar nicht so schnell schreiben, wie die beiden vor Begeisterung sprudeln. Mit diesen Jungs, die ich hier als völlig authentisch erlebe, könnte ich den ganzen Tag verbringen und über alles sprechen, was das Leben hergibt. Die Vorfreude auf das Stück ist jetzt schon ganz schön groß. Nicht zu vergessen: für Wigald und Thomas wird es ein Debüt werden und ich bin mir sicher, sie werden alles geben und mit vollem Herzen dabei sein!
Mehr Infos unter: www.schlosspark-theater.de
Premiere war am 6. September 2014, alle Termine
findet Ihr auf der Website

 

Fotografin Bea Böhm

PS. Vielen Dank an die Fotografin Bea Böhm, die spontan das Interview begleitete und die Fotos gemacht hat!
www.bea-böhm.de

Da die Fotos so schön geworden sind, möchte ich hier noch die anderen mit zeigen. Alle Rechte liegen hier bei Bea Böhm. Bitte achtet darauf!

Viel Spaß beim Anschauen. So habt auch ihr zumindest einen kleinen Eindruck von der Atmosphäre dieses schönen Gespräches mit Thomas Koschwitz und Wigald Boning.

Zum Stück: Die Selbstanzeige
Was tun, wenn man arbeitslos ist und keinen Cent auf der Bank hat?

François Pignon hat eine Antwort: Natürlich eine Steuerprüfung veranlassen. Er will sich bei all den Freunden, die ihn vergessen haben, und bei seiner Frau, die ihn verlassen hat, wieder in Erinnerung rufen. Die Steuerprüfung wird ihn in ihren Augen  interessant machen: Hat er vielleicht ein (finanzielles) Geheimnis? Doch woher soll Pignon den Finanzbeamten für sein Spiel nehmen? Und welchen Vorteil sollte ihm eine vorgetäuschte Steuerhinterziehung bringen? All das erfährt man in dieser Komödie. Denn was wirklich zählt, ist nicht, reich zu sein. Was zählt, ist der Glaube der Anderen, dass man reich ist.

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