Singlereport Teil 2

In der letzten Ausgabe dieses Magazins hat eine mir unbekannte Dame, ich nenne sie einfach mal „Anonyma“, einen sehr netten Beitrag und Einblick in das sogenannte Nähkästchen einer Singlefrau und die ersten Schritte in die virtuelle Singlewelt gegeben. Da ich der Meinung bin, wir sollten hier das Gleichgewicht halten, habe ich mich gemeldet und gefragt, ob ich nicht zu dem ersten Beitrag das Pendant aus der Sicht eines natürlich echten Mannes schreiben darf. Wie Ihr seht – ich darf!

Zunächst zu meiner Person, in bin Mitte 40, verheiratet gewesen und habe zwei wundervolle Kinder. Mein Beruf geht hier erst einmal niemanden etwas an, denn auch ich möchte unerkannt bleiben. Ich kann nur so viel sagen, dass ich mich in einer beruflich gesicherten Position befinde. Ist das denn überhaupt wirklich wichtig zu erwähnen? Ja, ich weiß Ihr Frauen wollt irgendwie abgesichert sein und natürlich zählen auch die inneren Werte ganz besonders. Ich kann von mir behaupten nicht unattraktiv zu sein, bin humorvoll und natürlich total pflegeleicht. Bis vor wenigen Jahren war ich noch verheiratet und nach anfänglicher Abschottung nunmehr eingetaucht in das Singleleben. Sicherlich ungewöhnlich für einen Mann sich nach einer gescheiterten Beziehung zurück zu ziehen, böse Zungen behaupten sogar – kein Mann verlässt das sinkende Schiff ohne Beiboot – ! Aber ich bin halt ein natürlich ganz besonderer Mann und benötigte eine gewisse Zeit um mich neu zu orientieren, ein wenig über das Leben und den Sinn einer Beziehung nachzudenken.

Doch eines Tages war es so weit, ich fühlte mich frei und begab mich auf die Suche nach MEINER Traumfrau.

Ich gebe zu, dass ich mich mittlerweile schon auf mehreren Singlebörsen rumgetrieben habe und mein „erstes Mal“ doch eine gewisse Unsicherheit in mir hervor rief. Die vielen Fragen die ich beantworten sollte , damit „Madame“ sich einen Eindruck von mir erschaffen kann überforderten auch mich, da ich eher ein Mann der Taten als der vielen Worte bin. Aber, was tut man nicht alles um bei den Damen zu punkten und um auf sich aufmerksam zu machen. Auch ich habe über einen guten Freund einige Hinweise auf kostenpflichtige aber auch auf kostenlose Datingportale bekommen und da ich kein Multitasking-Typ bin, habe ich mich anfangs auf eine einzige Datingplattform konzentriert. Mein erster Eindruck. WOW, so viele hübsche Damen – das Paradies öffnet sich.

Wie gesagt, mein erster Eindruck. Nun ist es für uns Männer – man sollte es kaum glauben – schon schwierig in der Realität eine Frau anzusprechen. Auch ich zähle dazu. Besonders schwierig fällt es mir, wenn mir eine Frau so richtig gut gefällt. Wie soll ich einen Anfang schaffen? Sie schaut nicht einmal zu mir. Eine interessante Frau hat einmal zu mir gesagt: „sprich niemals eine Frau an, ohne vorher mit ihr Augenkontakt gehabt zu haben, denn daraus kannst Du schon ein gewisses Interesse ersehen“. Nun gut und wie sieht das hier in der virtuellen Welt aus? Hier schauen mich aber ganz schön viele Frauen an, ein Foto ist schöner als das andere. Und auch ich erblicke hier Damen, die ich – zumindest vom Sehen – schon einmal real begegnet bin. Ob ich hier die Möglichkeit nutze? Da ich mich natürlich zu den anständigen Männern zähle, klicke auch ich mich erst einmal durch das virtuelle Paradies und überlege wie ich hier strategisch herangehen kann. Soll ich einfach „Hallo“ schreiben? Oder wie geht es Dir? Nein, das ist viel zu platt. Übrigens hat mich hier noch niemand in den ersten Stunden angeschrieben und auch nicht in den ersten Tagen. Dieser Bonus ist wohl eher den Damen vorbehalten. Ich übe mich in Geduld. Scheinbar gibt es hier Männer, die schon eine gewisse Technik entwickelt haben. Na, das werde auch ich herausfinden!

Mehr erzähle ich Euch, wenn die Redaktion es mir erlaubt!

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