Singlereport – Single sein oder nicht sein, das ist hier die Frage

Single sein oder nicht sein, das ist hier die Frage!

Wir werden diesmal im Sinne der Gleichberechtigung wieder eine Single-Frau zu Papier kommen lassen. Es soll hier ja eine gewisse geschlechterspezifische Ausgewogenheit gewährleistet sein. Außerdem wollen wir jede Chance nutzen, uns besser zu verstehen, nicht wahr? Also, ich kann mich drehen und wenden wie ich will, der Single-Status klebt an mir wie der Honig am Finger. Schließlich steht schon wieder die kalte Jahreszeit mit Adventszeit, Weihnachten und Silvester vor der Tür.

Hilfe, da braucht doch Frau ´nen männlichen Mann zum Schnee schieben, zum Päckchen tragen und einpacken, zur Weihnachtsdeko-Befestigung und … ach ja, da war ja noch was … die Couchpotatoe-Kuschelzeit !!! Was hilft’s … ab in diverse Single-Portale und Profil „posten“ wie man so schön auf neudeutsch sagt. Der Zuspruch ist im Rahmen der üblichen Vorstellungen über-sichtlich, aber hier gilt ja schließlich = Quantität ist nicht gleich Qualität. Das bedeutet für mich, immer schön aussieben bzw. selektieren. Was bedeutet das für den Mann? Frau hat hier ihre eigenen „Prüfkriterien“ entwickelt. Nickname’s wie Kuschelbär, 18cm, sexmaschine oder loverwonderland sind nicht in meinem Focus (und bei anderen Frauen wohl auch eher weniger) … und bitte – wie der Single-Mann in der letzten Ausgabe beschrieb – es sollte schon über ein „hi“ oder „wie geht’s?“ hinaus, ein gewisses Mass an Kommunikation möglich sein. Ja, das fällt dem Einen oder Anderen schon schwer. Schriftlich übrigens wie mündlich.

Wenn er meine Hürde eines Austausches von ca. 10 E-Mails überstanden hat, dann folgt der nächste step: das Telefonat. Wie aufregend. Meist geben die Männer ihre Nummern heraus, natürlich mit dem noblen Gedanken „dann kann ja Frau entscheiden wann und überhaupt“. Habe eher das Gefühl, die Männer haben Angst vor den nächsten realen Schritt, oder? Der Reiz könnte verfliegen, das Unbekannte wird gegenständlich, die Phantasie verpufft! Na bin ich nahe dran mit meinem Gefühl? Ich könnte Bibliotheken füllen. Vom selbstverliebten Alleinunterhalter bis zum zottigen Witze-Erzähler, dem singenden „Du-bist-meine-Sonne-Barde“ und dem schweigenden Einsiedlerkrebs war schon alles dabei. Auch für die Weihnachtszeit hatte ich schon einen lustigen Nikolaus, der mir dann seine ganzen Gedichte, Lebensweisheiten in x-mas-Version und leider auch seine Rute in den höchsten Tönen anpries. Ach nee, wer will denn so was? Was mach ich nur, die Zeit drängt? Die ersten Dominosteine und Schoko-Weihnachtsmänner liegen schon beim Discounter! Ok, ich versuche mich mal dort, schaue in die Einkaufwagen: Single oder Familienvater und setze meine Signale. Wohl die Falschen! Auch die Verkehrsampel-Schau-mir-in-die-Augen-Variante war bisher sehr mickrig im Erfolg. Betriebliche oder vereinsseitige Weihnachtsfeiern; ja da kommen sich Mann/Frau dank des Alkohols gerne mal näher, aber leider oft nur für kurz (Ihr versteht wie ich meine) oder Jule-Club-Veranstaltungen mit all den prall-gefüllten Säcken, ja das weckt eher Begehrlichkeiten!

Ach ja: Gemeinsames Weihnachtsplätzchen backen, den Einkaufswagen gemeinsam durch die vollen Gänge schieben, die Überlegung „gehen wir zum Heiligabend zu Deinen oder meinen Eltern“, der Streit wegen der Mitternachtsmesse, den Knatsch wegen dem verkitscht-dekoriertem Wohnzimmer, die nützlichen und unnützen Weihnachtsgeschenke … es fehlt von allem ein wenig. Und dann – auf ein Mal – kommt wieder dieser eine Gedanke. Willst Du das wirklich alles wieder so haben? Schließlich kann ich vieles alleine entscheiden, muss keinem Rechenschaft ablegen oder Termine managen. Frage: Single sein oder nicht sein, das frage ich mich oft und komme immer wieder zum selben Ergebnis: Jein!? Im Duett singt es sich eben – und vor allem zur Weihnachtszeit – am Besten, aber auch das Alleinsein hat seine guten Seiten und Zeiten. Ergo: Zweisamkeit mit tolerantem Abstand. Können wir uns darauf einigen?! In diesem Sinne, gebt da draußen nicht auf. Ich werde berichten, wenn Frau wieder an den Mann gebracht wurde ;o)
Ich wünsche allen Lesern eine wunderschöne und harmonische Advents- und Weihnachtszeit!

Dieser Single-Report wurde anonym von einer Freundin aus der CLIQUE geschrieben, Ähnlichkeiten mit Euch bekannten Personen sind rein zufällig!

5 Antworten zu "Singlereport - Single sein oder nicht sein, das ist hier die Frage"

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    Jesse Krompholz 16. November 2010 (13:46)

    der Text könnte von vielen geschrieben sein, Du hast ja soooo recht mit dem was Du schreibst(das man sich darin selbst erkennt).

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      Anita 16. November 2010 (18:38)

      Hi Jesse..

      nur zur Info…ich habe den Text nicht geschrieben…sondern eine Freundin…!!

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        Jesse Krompholz 17. November 2010 (16:23)

        egal wer, Sie hat hat es sehr gut geschrieben, humorvoll und anderen aus der Seele gesprochen!

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    single-frau 24. November 2010 (10:30)

    vielen dank für die nette resonanz. schön, wenn ich einigen aus dem „herzen“ geschrieben habe!
    in diesem sinne … nicht aufgeben!!!
    gruß single-frau

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    Emilio 30. August 2011 (09:12)

    Die Beschreibung, wie Frau ihre „Pre-Selection“ betreibt (“ … immer schön aussieben …“, „… nicht in meinem Focus …“, „… Hürde eines Austausches von ca. 10 E-Mails …“) erklärt IMHO das klassische Verhalten der Frau, wenn sie aus dem Verstand heraus arbeitet. So hat sie das „gelernt“, so „macht man das eben“.

    Und ja, das ist laut meiner Erfahrung auch genau so. Solange der Verstand das sagen hat. Und warum kommen dann doch immer wieder Arschlöcher und Machos zum Zuge? Etwa, weil der Verstand in letzter Instanz bei der Frau „nichts zu melden“ hat? Weil die eigentlich Entscheidungen auf einer ganz anderen Ebene getroffen werden?

    Irgendwer sagte mal „Attraction is not a choice“, was bedeuten soll, dass Frau nicht die Wahl hat, ob sie einen Mann anziehend findet oder nicht. Es IST so oder es ist eben nicht so. Solange sich Ihr Verstand nicht einschaltet. Und genau das muss der kluge Mann (lies „das Arschloch“) dann eben verhindern … 😀

    LG Emilio

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