Singlereport – Sexer, Brumser und Ozongase

Wie in jeder Ausgabe findet Ihr einen Singlereport den einer von Euch..äähmm…ich meine Aina von Oich oder Aine von Oich bei uns einreicht und wir dann entsprechend veröffentlichen. Dieser Singlereport stammt von einem Mann, der mitten unter uns weilt und wie wir finden…einfach einen herrlichen Beitrag eingesandt hat!!! Nun denn, Oich viel Spaß beim Lesen :-)

Hatte ich doch das Glück, mit zwei tollen Frauen einen netten Abend verbringen zu können. Wie auch immer, kamen wir auf Beziehungen zu sprechen. Wie im Chor oder zumindest einem Canon, protestieren beide, dass sie keinen Mann brauchen.

Mir wurde mitgeteilt, dass ein brummender Kumpel im Nachttisch, dessen Namen ich verdrängt habe, seine Dienste tut und meine Illusion auf einen Samstag- Abend mit eventuellem „Happy End“ ging im Kneipenrauch auf. Schon wieder dachte ich!

Wenn man(n) in zwei Wochen von drei verschiedenen Frauen dies zu hören bekommt bleibt nur noch, die Energy der ausliegenden Cocktail- Karte zu widmen. Mein Protest, dass Frauen auch in diesem Fall klar im Vorteil sind und die Technik auf ihrer Seite ist, wurde durch hämisches Grinsen untermalt, welches sich wohl in meine linke Gehirnrinde eingebrannt hat. Lachend priesen mir die Damen Plastikpuppen zur Überbrückung meines Single- Lebens an. Informationssüchtig begab ich mich am folgenden Tag ins Internet auf diverse Seiten, um die angebotenen „Jenny“ oder „Aphrodite mit Echthaar“ tatsächlich zu finden. Das 10% dieser Accessoires für Männer und der Rest für unterforderte Frauen ist, kam jedem Modeladen eines Shopping-Centers gleich.

Jelly oder Silikon in Form von Meeresbewohnern, denen ein Gen- Defekt auf der Rückenfl osse gewachsen ist in allen erdenklichen Farben, steht den spielfreudigen Ladys zur Auswahl. Ich frage mich, ob ich den Typen beneiden oder bemitleiden soll, der für diesen 25 cm Jimmy Modell stand. Der Gedanke meinen Testosteron-Überschuß mit einer Plastik- Erna zu reduzieren und den Geschmack eines alten Fahrradreifens beim Küssen zu schmecken liefert mir einen kostenlosen Schauer der negativen Art auf den Rücken. Die Auswahl und eingebauten technischen Gimmicks sind wohl mittlerweile zur harten Konkurrenz für uns Männer geworden. Vor allem dann, wenn das Pink auch noch so schön zur Schlafzimmer- Einrichtung passt und der unbequeme Ex im Kopf hängt – wird natürlich der „Long John“ bevorzugt. Zudem ist es wohl anatomisch nicht möglich, dass ein lebender kleiner Prinz so zittert wie der Duracel betriebene allzeit bereite Brumser. Doch denke ich, dass der lebende durchschnittliche 17,5 cm Lümmel an dem rund 80 kg dran hängen, der paarungswilligen Lady einen entscheidenden Vorteil bietet. Auch wenn ein Kerl ab und an mal Ozongase ausstößt, sind sie doch umweltfreundlicher als alle 2 Wochen Batterien der Müllverbrennung zuzuführen.

Vielleicht ist es recht plump, wenn ein Mann durch die nicht vorhandene Blume einer Frau sagt, dass er mal Lust hätte eine kurzfristige sexuelle Interessengemeinschaft zu gründen, aber jedenfalls ist es genau so ehrlich wie man eben sein sollte. Und ich behaupte, dass auch jede Frau schon die gleichen triebgesteuerten Gedanken hatte, doch diese nie einem Mann gegenüber aus Scham oder anerzogener Benimmregel geäußert hat. Wenn die Gesundheit, als auch der Respekt zu einer bestehenden Beziehung gewahrt bleibt, sollten Frauen nicht gleich brüskiert sein wenn Männer das Balzverhalten aufs Triviale reduzieren.

Und mit etwas Glück ist dann sogar der Sexer mit Superzahl dabei. Da es scheinbar keine geeigneten technischen Alternativen im Apple- Store für mich im Vergleich zu Frauen gibt, bleibt es wohl, dass man(n) sich ab und an mal einen Low- Budget- Film anschaut in dem die Darstellerinnen zwar hübsch sind, aber die Namen genauso unwichtig sind wie Dialoge und für die benötigte Entspannung
manuell gesorgt werden muss. Dafür, dass es so nicht bleibt, muss man(n) immer noch selber sorgen und Frauen von ihren Vorteilen einem Spaßmacher gegenüber, der bei Benutzung wie ein alter Klingelton erscheint, respektvoll überzeugen…
Autor: Aina von Oich

 

Foto: depositphoto

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