Singlereport: Liegt es vielleicht doch an Euch?

Wir möchten Euch Emma P. vorstellen und freuen uns riesig darüber, dass sie sich Zeit genommen hat um den Singlereport zu schreiben. Normalerweise wird dieser ja bisher immer von unseren Lesern anonym geschrieben. Dieses Mal machen wir eine Ausnahme.

Anlass war der letzte Singlereport „Das ewige Rätsel eines Mannes“ bzw. Anspruch und Wirklichkeit einer Frau! Auf den Emma P. ein wenig eingeht!

und nun…viel Spaß beim Lesen!

Wir Frauen, sind gezwungen zu werben, wie nie zuvor. Das liegt an Eurer Verunsicherung, eurer Mutlosigkeit und eurer Unentschlossenheit. Wo ist euer Urinstinkt geblieben? Eine Frau muss euch täglich anbetteln um sich mit euch zu verabreden? Nach monatelangen Treffen wisst ihr erst, dass ihr mehr wollt? Nach Monaten seid ihr immer noch nicht in der Lage, direkte Ansagen zu treffen? Was erwartet ihr? Wir haben keine Lust die Rolle des Mannes zu übernehmen! Ich habe einiges durch und will hier mal einen Einblick geben, wie hart das Leben als zu „jagende Beute“ ist. Da ich nicht in einer Firma arbeite, bleibt mir nichts anderes übrig, als auf Partys den Mann meines Lebens kennen zu lernen.

Schon morgens, beginnen die Vorbereitungen. Wir lackieren, epilieren und frisieren, wir kaufen seidene Strümpfe, neuen Lippenstift und hetzen noch schnell ins Nagelstudio.Nun stellt sich die Frage: Was ziehe ich an? Es dauert teilweise bis zu drei Stunden, bis der ganze Kleiderschrank ausgeräumt und durchprobiert wurde um dann doch noch schnell ein neues Kleid zu kaufen. Das Schminken dauert von Jahr zu Jahr länger und so erscheinen wir abgehetzt und fix und fertig zu einer Party. In perfekter, aber unbequemer Position sitzen wir nun da und beobachten das Treiben. Selbstverständlich trinken wir keinen Alkohol, denn betrunkene Frauen machen keinen guten Eindruck. Nach einer Stunde stellen wir dann fest, dass die anwesenden Männer nur mitFrauen beschäftigt sind, die mindestens 15 Jahre jünger sind, als sie selbst und sich für ihr Styling, nur halb so viel Mühe gaben wie wir. Also müssen wir auf uns aufmerksam machen, aber wie? Sich auf die Tanzfläche zu begeben und neben den 25ig jährigen Mädchen, sexy zu tanzen ist albern. Lautes Lachen könnte funktionieren, doch das wird ja gleich als Hysterie ausgelegt, ganz besonders wenn man allein an der Bar sitzt. Also, beginnen wir nun doch zu trinken. Wir schminken uns nicht mehr nach und stehen nach drei Stunden mit verschmiertem Make-Up und zerzausten Haaren, völlig betrunken auf der Tanzfläche und tanzen nun doch sexy. Es funktioniert! Wir werden von ebenso betrunkenen Männern angesprochen oder von Koksnasen angetanzt. Diese Männer kann man doch nur in der Pfeife rauchen! Wir torkeln allein zum Taxi und kommen in unsere, mit Klamotten verwüstete Wohnung, fallen geschminkt und in unserem neuen Kleid ins Bett und fühlen uns genauso alt, wie wir wirklich sind. Auf den Blick in den Spiegel am nächsten Morgen, will ich lieber nicht eingehen.
Wie man sehen kann, ist es schon fast unmöglich jemanden kennen zu lernen, sollte es denn doch passieren, dass man sich mit einem Mann trifft und er macht monatelang keine Anstalten, den „Paarungsakt“ zu vollziehen, ist die Depression perfekt. Also Männer: geht wieder auf die Jagd, versucht uns weich zu klopfen, denn WIR sind es, die entscheiden, ob wir mit euch im Bett landen oder eine Beziehung mit euch haben wollen. Außerdem macht es uns unheimlich an, wenn ihr bettelnd, schwitzend und sabbernd vor uns steht und wir dann sagen können: Ach nö!

Autor: Emma P.

 

BUCHTIPP UND KURZ ZU EMMA P.

 

 

 

 

 

EMMA P. ist ein Phänomen. Als ehemalige klassische Tänzerin, Mutter von zwei erwachsenen Kindern, entschloss sie sich nach 17 Jahren Bühnenpause, eine neue Karriere zu beginnen. Sie kreierte im Jahr 2009/10 die Rolle, schrieb ihr Soloprogramm und probierte sich auf Berliner Kleinkunstbühnen aus. Nach ihrer erfolgreichen Premiere im Dezember 2010 im Münchner Hofbräukeller, bekommt EMMA P. von Udo Walz die Möglichkeit, sich dem Berliner Publikum in seiner Galerie „fasanen37“ vorzustellen. EMMA P. ist einzigartig. Elegant, tragisch und komisch zugleich, setzt sie sich auf ihre Weise mit den Problemen zwischen Mann und Frau auseinander und kommt zu dem Ergebnis, dass die Emanzen an der Vereinsamung der Gesellschaft Schuld tragen.

 

 

Website: www.emma-p.de

Emma auf Facebook

Keine Antworten zu "Singlereport: Liegt es vielleicht doch an Euch?"

    Hinterlasse einen Kommentar

    Die Email-Adresse wird nicht veröffendlicht.