Schau mir in die Augen, Kleines

Wer oder was ist eigentlich movieman bzw. André Detroit?

Kennengelernt habe ich André Detroit  im Jahre 2008 durch ein  Internetprojekt. Seither verlieren wir uns nicht aus den Augen und André ist nicht nur CLIQUE-Unterstützer sondern auch aktiv dabei, schaltet regelmäßig Anzeigen für sein Privatkino oder schreibt redaktionelle Texte.
Immer öfters wurde ich gefragt, wer oder was ist eigentlich movieman? Das kann uns am Besten der Gründer und Inhaber, André Detroit beantworten. André, Was macht movieman eigentlich

Ich betreibe mit movieman.de eines der ältesten deutschen Online-Filmmagazine. Die Vermarktung der Filmdatenbank, der Kritiken und Kinostarts für andere Onliner ist mein Kerngeschäft. Es gibt noch ein paar Nebenfelder, wie z.B. unseren Prüfdienst „PreCheck“, die Organisation von Kino-Events zu aktuellen Kinostarts und natürlich die Vermietung meines Privatkinos  „Privatemaxx“.
Klingt spannend. Wie kommt man auf so etwas? Das ist eine lange Geschichte. Nach meiner Laufbahn als Polizeibeamter beschloss ich, mein Hobby „Film“ zum Beruf zu machen. Passend zum Start in die Selbstständigkeit im Mai 1996 kam mit der DVD der lang erwartete Nachfolger der VHS-Cassette in den Handel. Ich begann mit der Arbeit an einem Filmkatalog, der erstmals Filme nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch nach Bild-/ und Tonqualität beurteilte. Ich richtete mir in einem Hinterhaus in Steglitz ein kleines aber feines Teststudio ein und begann von morgens bis abends DVDs zu schauen und zu bewerten. Ich lernte alles, was es über das Th ema zu lernen gab und hatte das Glück, dass einige Filmstudios meine Expertise einkauften,  beispielsweise, um ihre kommenden DVDs von mir vorab auf Herz und Nieren testen zu lassen.

Das frühe Wissen um die Qualität, der noch gar nicht erhältlichen DVDs machte movieman zu einem gefragten Inhalte-Lieferanten. In Spitzenzeiten habe ich allein mehr als die Hälfte aller deutschen Fachzeitschriften mit Filmkritiken beliefert. Ich gründete 1997 auch movieman.de als eines der ersten deutschen Internetmagazine und stieg in die Vermarktung von Kino News TV ein, das wohl die meisten schon mal bei Mc Donalds gesehen haben. Es wurde halt langsam immer mehr. Heute umfasst meine Datenbank über 50.000 Filmtitel und über 14.000 Kritiken und zu meinen Kunden gehören einige der größten Portale und  Internetshops, die jeder kennt.  Wie viele Mitarbeiter hast Du? Derzeit sind es 10, verteilt an mehreren Standorten. In Berlin sitzt die Redaktion, in Hamburg die Datenbankabteilung, in Eschwege die Servertechnik plus ein paar freie Mitarbeiter.

_MG_1410_work_final
Und wie ich sehe, hast Du tatsächlich ein eigenes Kino.Wie kommt man denn dazu? Ich habe 2005 den Vertrieb für Privatemaxx, der Home-Entertainment-Sparte eines der größten Kinobauer Europas für die Region Berlin und Brandenburg übernommen. Und wenn man Kinos für Neureiche, Filmproduzenten und Hotels vertreibt, sollte man auch etwas zeigen können.  Da habe ich mir ein Kino einbauen lassen. 7 richtig bequeme Sitze mit Getränkehalter, eine 3,50 Meter Leinwand, 10 versteckte  Lautsprecher in THX-II Qualität, natürlich alles 3D-tauglich und ordentlich gedämmt. Ich bin der Meinung, dass es hier besser klingt, als in den meisten großen Kinos. Leider ging der Hersteller pleite, das Kino blieb mir aber.

Und was machst Du heute damit? Ich vermiete es und nutze es auch für meine facebook-Gruppe. Meist wird es für Firmenfeiern, Fußballabende oder Kindergeburtstage gebucht. Oft tun sich aber auch ein paar Freunde zusammen, bringen ihren Actionfilm mit und lassen es krachen, weil es zu Hause die Nachbarn stört. Das Schöne daran ist, dass man hier einfach ungestört den Film seiner Wahl anschauen kann. Heute ist es in Kinos zur Unsitte geworden, während der Vorstellung zu telefonieren und zu quatschen. Man sitzt eingepfercht, muss seine Jacke nebst Popcorn oder Getränk noch auf dem Schoß halten, darf noch nach Filmbeginn mehrmals aufstehen, um verspätete Gäste durchzulassen. Und wenn man bedenkt, was man dafür bezahlen soll, dann bin ich eine echte Alternative.
Was kostet denn so ein Kinoabend? 159 € inkl. einer Flasche Prosecco und Popcorn für alle bis zu 7 Zuschauer. Clique-Leser bekommen einen Sonderpreis von 129 €. Der Film und gute Laune sind mitzubringen.

Danke, André für das Interview!

www.privatkino-berlin.de
www.movieman.de

Keine Antworten zu "Schau mir in die Augen, Kleines"

    Hinterlasse einen Kommentar

    Die Email-Adresse wird nicht veröffendlicht.