Rückblick – ein besonderer Tag auf der Trabrennbahn

Dieser Renntag war ein ganz Besonderer für die Trabrennbahn Mariendorf. Nicht nur, weil sechs PMU-Rennen vergangenen Freitag beim Deutsch-Französischem Renntag live nach Frankreich übertragen wurden, sondern auch, weil  die Mariendorfer Derby-Bahn die Welt-Elite begrüßen durfte. Für mehr Details empfehle ich Euch folgenden LINK für eine professionelle Nachschau des Rennens :-)

Da ich mich so gut wie gar nicht im Trabrennsport auskenne war dieser Tag ein spannendes Erlebnis. Glücklicherweise begleitete uns Angela Hahn, die selbst Pferde besitzt und klärte über das Rennen, die Pferde, Wettmöglichkeiten und andere Trabrenn-Highlights auf.

So führte sie uns auch zum Pferdestall..auf dem Weg dorthin habe ich ein paar Impressionen festgehalten um Euch auch einen kleinen visuellen Einblick geben zu können:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem durften wir einen Ablauf der Vorbereitung ihres Pferdes „Byron“ mitverfolgen. Sehr wohl kann man verschiedenste Anspannungen der Pferde mitbekommen. Sie werden gestriegelt, gekämmt und das Haar wird geflochten.  Der Sulky für die Fahrer wird gewissenhaft vorbereitet und muss zusammengeschraubt werden. So langsam wird „Buyron“ ruhiger. Er weiß, was ihn erwartet. Hin und wieder dringt ein Wiehern aus dem Stall.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das bunte Treiben der Fahrer „rauf auf die Bahn“. – „runter von der Bahn“ hat etwas Besonderes. Jedes Rennen hat seine eigene Atmosphäre. Hier und da hört man einen Aufschrei, Jubel oder Enttäuschung der Zuschauer. Ansonsten ist die Atmosphäre doch sehr ruhig. Mit Konzentration werden die Rennen verfolgt, diskutiert und kommentiert.

Aus dem Lautsprecher ertönt immer wieder vor Beginn eines Rennens in trompetenhafter Manier „Lieschen, Lieschen..komm ein bißchen, bißchen….! Ich mag das Geräusch der trabenden Pferde auf der Bahn. Angela erklärt uns die Trabrenn-Zeitung. Für mich nur bunte Namen und verdammt viele Zahlen. So langsam verstehen auch wir als Laien, was dort steht. Merken kann ich mir das alles aber nicht. Es ist eine eigene Philosophie.

Was uns natürlich besonders freute, war das siebte Rennen, welches wir mit Spannung beobachteten – denn – Andreas Haase, Geschäftsführer der Trabrennbahn hatte ein Rennen nach unserem Magazin benannt. So fanden wir in der Zeitung das Prix www.clique-sued.de – Rennen. Hier an dieser Stelle einen ganz lieben Dank an Herrn Haase für diese tolle Geste.

 

 

Natürlich durften wir dann auch den Sieger, Tony Böker einen Berliner Bären Pokal übergeben. Das war gar nicht so einfach, denn der holländische Wallach war von dem Rennen noch so aufgeheizt, sodass Tony Böker die Siegertribüne mindestens 4x  umfahren musste, bevor er sein Pferd für eine Sekunde zum Stehen brachte. Der Moderator, der Tony Böker zum Rennen interviewte,  musste die ganze Zeit mitlaufen um ein paar Worte des Siegers zu ergattern. Ein illustrer Moment :-).  Doch der Moderator blieb unheimlich cool und lächelte dabei. Glücklicherweise waren noch Olaf (Balitzki) und Jürgen Rollmann bei der Prämierung mit dabei. Das war schon ein komisches Gefühl, doch die beiden Jungs blieben ganz locker und unterstützten mich hervorragend. Lieben Dank auch an Jürgen, der bei seinem Kurzbesuch hier in Berlin, sich die Zeit nahm, um uns zu begleiten. Das Foto hier rechts wurde uns übrigens von Frank Bordihn  zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle!!  Weitere Fotos von Frank, die er an dem Tag gemacht hat….und weitaus professionellere findet Ihr auf seiner Website www.traber-fotos.de

Lustig war übrigens  auch, wie der Stadionsprecher das Rennen ankündigte. Es hiess das „kliiik-süüää.dää :-) – Rennen.

Zwischendurch treffen wir  (Angela, Sandra und ich) sogar auf die französische Delegation und können einen Schnappschuß mit berühmten „Amerique-Sieger“ wie Franck Nivard, Pierre Levesque, Jos Verbeeck und der Topfahrer Frank Ouvrie machen. Sie sind locker und gut drauf. Meine Kamera hat einmal wieder ihre Tücken, doch der Franzose, der für uns das Foto machte blieb ganz ruhig und gelassen. Aber dennoch..etwas verschwommen das Foto :-)

Natürlich haben auch wir einen kleinen Blick zum Abschluß in die 3. Etage genommen, denn hier wurde ja eifrig renoviert. Der Ausbau des Tribünenhauses ist gelungen und bietet ein angenehme Atmosphäre. Die Lichtspiele an Decken und Wänden unterstreichen die Gemütlichkeit und das Besondere Flair.

Die Rennveranstaltung war sehr gut besucht. Leider waren von unserer Clique nicht so viele vor Ort gewesen. Ich glaube, das Interesse ist wohl sehr speziell, wenn es um Trabrenn-Sport geht und dennoch: ein Besuch auf der Trabrennbahn ist einmal etwas ganz anderes. Die Bilder, die zum Teil im Gebäude hängen, hier zum Beispiel eines aus dem Teehaus, vermittelt wie aufregend und spannend solch ein Event doch früher gewesen sein muss…und wer ein bißchen Fantasie hat..spürt noch den vergangenen Flair und verlässt mit einem abenteuerlichem Gefühl die Mariendorfer Trabrennbahn.

Das 116. Deutsche Traber-Derby – darauf warten die Traberfans – ein ganzes Jahr – wird vom 30.07. – 07.08.2011 die renommierte Rennpiste am Mariendorfer Damm zum Nabel des europäischen Rennsports machen. Vielleicht habt Ihr ja Lust mit dabei zu sein. Wir werden auf jeden Fall noch einmal vorbeischaun!

Übrigens gibt es für die Traberfans auch eigene Facebook-Seiten:

Derby-Bahn-Mariendorf

Berliner Trabrenn Verein

 

 

Hier noch ein paar Bilder:

 

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