Peer Kusmagk – Meine Träume sind meine Motivation!

Die CLIQUE ist bereits bekannt beim Berliner Radiosender 94,3 rs2, der im Einkaufszentrum „Das Schloss“ in Berlin Steglitz seine Studios hat. Vor einiger Zeit war Anita Tusch schon einmal zu Besuch und führte ein Interview mit Rik de Lisle und Gerlinde Jänicke. Heute war ich allein angemeldet für unser Interview mit Peer Kusmagk. Ich vertrete Anita, da sie mit Grippe im Bett liegt.

Nachdem er bereits 3 Jahre zuvor mit einer Personality Show am Samstag bei 94,3 rs2 zu hören war, ist der Berliner und Moderator seit diesem Sommer jeden Tag am Nachmittag „On Air“ und unterhält zusammen mit Katrin Schifelbein die Berliner. Um 11.00 Uhr waren wir verabredet. Doro Manz, die Leiterin der Presseabteilung beim Radiosender begrüßte mich herzlich. Die Studioräume sind sehr weitläufig, eine angenehme und freundliche Atmosphäre begleitet mich auf dem Weg in die hintersten Räume. Der Tisch mit Kaffee und Nüssen bestückt, kommen Doro Manz und ich sofort ins Gespräch.

Nach einigen Minuten schneit Peer Kusmagk in den Raum. Selbstbewusst und mit einem strahlenden Lächeln begrüßt er mich. Hallo, ich bin Peer! Wir schnacken gleich los…aber erst einmal noch ein Kaffee und gute Besserungswünsche für Anita. Er stellt gleich klar, dass er noch gar kein Mitglied in der CLIQUE ist…der Name ist cool für ein Magazin, erinnert ihn an früher, so als wenn man Mitglied in einer Bande wäre. Nein es gäbe keine Prüfungen und auch keine Rituale…er sei hiermit aufgenommen. Gut das haben wir geklärt.

Peer Kusmagk hatte ja bereits schon einige Stationen in seinem Leben hinter sich gebracht. Mit einer abgeschlossenen Schauspielausbildung startete er im Fernsehen zuerst als Moderator bei Sport1. Mit seiner Rolle als Ben in „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ auf RTL kam er zu erster Bekanntheit. Es folgten Jobs als Moderator bei VOX und ProSieben und bei SAT1 im Frühstücksfernsehen. 2011 nahm er dann als Kandidat in der RTL Show „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ im Dschungelcamp teil, gewann die Staffel und wurde als Dschungelkönig gekürt. Danach folgten viele Interviews, auch bei diversen Radiosendern. Dieses Medium sagte ihm zu und macht ihm unfassbar viel Spaß. Es sei viel regionaler als Fernsehen, darin liege der Reiz und im Verhältnis zum Fernsehen. Als 94,3 rs2 dann auch auf ihn zukam und ihm anbot, eine Sendung zu machen aus der Stadt, in der er großgeworden sei, war das wie ein Geschenk.

Welchen Bezug hast Du überhaupt zum Süden Berlins? Er selbst ist in Kreuzberg großgeworden, kommt aus einer Arbeiterfamilie und ist in Berlin einfach stark verwurzelt. In Kreuzberg hat er 2006 auch sein Restaurant „La Raclette“ eröffnet, was mittlerweile an Bekanntheit weit über die Grenzen von Kreuzberg und Berlin erreicht hat. Heute lebt er in Britz, in der Nähe seiner Familie, zu der ein sehr engen Kontakt pflegt.

Besteht denn noch Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen aus GZSZ oder dem Dschungel? Man trifft sich hier und da auf dem roten Teppich oder auf Veranstaltungen. Es ist wie in einer riesen Clique, wenn man sich trifft. Das ist wie eine gemeinsame Familie, egal ob man zusammen gedreht hat oder sich lange nicht gesehen hat. Irgendwie ist man miteinander verbandelt. Er hat kein Problem, über den Dschungel zu sprechen. Dieses Format habe ihm ja auch viel gebracht. Wenn du als König aus dem Dschungelcamp kommst, bist du irgendwas zwischen Bundespräsident und Karnevalsprinz. Du wirst überall eingeladen und zu allem gefragt, ob es interessiert oder nicht. Es war eine interessante Phase in meinem Leben. Auf einmal hast du ein national bekanntes Restaurant und jeder, der nach Berlin kommt, überlegt sich, gehe ich beim Kusmagk mal vorbei und esse heute Abend französisch. Die Fotos gingen durch die Presse. Gregor Gysi und Tommy Gottschalk hatten ihr Abendessen zu Gysis Abschied aus der aktiven Politik im „La Raclette“ in der Lausitzer Straße in Berlin Kreuzberg gebucht. Ja, das war lustig, erzählt mir Peer. Gottschalk rief auf dem AB an und hinterließ eine Nachricht…“Hallo hier ist Tommy Gottschalk, der aus dem Fernsehen…ich hinterlasse jetzt mal nicht meine Privatnummer, aber mein Pressebüro wird sich noch mal melden.“

Wie kam es zu einem französischen Restaurant, interessiert mich spontan. Er war lange in Europa unterwegs und hat dort u.a. Straßentheater gespielt. In Frankreich hat es ihn dann, auch der Liebe wegen, etwas länger gehalten und er lernte dann eben auch die französische Küche lieben.

Bist du ein politischer Mensch? Nein, er sei kein politischer Mensch. Ein schlauer Mensch habe mal gesagt: „Think global, act local“…so hält er es auch. Er engagiere sich, aber das war es auch. Passt ja auch irgendwie zur Clique..“think global – act local“. Er findet unseren Ansatz interessant für ein Magazin, denn normalerweise schaut eine Redaktion zuerst global und zoomt dann immer kleiner rein. Wir machen es genau umgekehrt. Erst ist der Süden dran. Portraits über spannende Leute, Unternehmen und Geschichten…pflichtet er mir bei. Im Süden ist es halt gemütlich, meint er.

Welche Entwicklung hast Du durchgemacht… bist Du angekommen? Ich kann sagen, dass ich heute gefestigter bin und weiß was ich will. Ich habe schon etwas erlebt und erreicht im Leben und habe mit 40 Jahren sicher schon mehr erreicht, als ich zu träumen wagte.“ Peer Kusmagk ist bodenständig und nicht übergeschnappt. Er sagt etwas – fast philosophisches -, was mich beeindruckt und nachdenklich macht: „Es gibt nichts wichtigeres, als Träume zu haben im Leben. Träume haben mein Handeln motiviert. Aber es hat auch immer etwas Gefährliches, denn wenn Du einen Traum verwirklicht hast, geht auch ein Traum verloren. Du hast dann auf einmal keinen Traum mehr, und wenn er Antrieb für dein Handeln war, dann brauchst Du einen neuen Traum. Wow, denke ich!

Was steht ganz oben auf Deiner Traumliste? Er hat viel erlebt und es gebe so viele Episoden aus dem Leben zu erzählen: GZSZ, hinter den Kulissen von DSDS, SAT1 Frühstücksfernsehen, Radio und allein das Restaurant, darüber gebe es eine Menge zu erzählen. Jetzt im kommenden Winter werde sich mal am Kamin hingesetzt und überlegt. Vielleicht ein Buch. Aber kein klassisches Kochbuch, da soll es ja schon 1-2 von geben. Er hat viele interessante Leute getroffen, war an vielen veschiedenen Plätzen. Diese Erlebnisse mit seiner Leidenschaft, dem Essen, zu verbinden, wäre die Herausforderung. Reisen, Stationen in seinem Leben, verbunden mit Rezepten, das wäre vielleicht ein gutes Format. Beispielsweise, was es bei Bohlen zu Hause zum Essen gab oder was hatte Gottschalk auf dem Teller. Es gibt viele Menschen, die müssen gar nicht prominent sein, aber sie haben Leben geprägt.

Unser Motto für die Weihnachtsausgabe lautet #heilig. Peer, was ist Dir heilig? „Vor allem meine Familie. Ein guter und inniger Familienverbund ist das größte Geschenk, was es heutzutage geben kann. Leider ist es in dieser Gesellschaft nicht mehr so selbstverständlich. Viele Menschen habe ich getroffen, die überrascht sind, wie eng das Verhältnis zu meiner Familie ist. Wir wohnen alle im Süden und sind nah beieinander, und wenn wir uns nicht persönlich sehen, dann wird täglich telefoniert. Mehr oder weniger als 20 Jahre begleitet man seine Kinder. Klar, dass sie immer informiert sein wollen, was ich und auch meine Schwester so treiben und das Interesse ist toll und tut gut.“ Und somit ist das Ziel erklärt: Eine eigene Familie… ein Traum von einer funktionierenden Familie mit Kindern, Tieren… seine Motivation!

Am Ende gehen wir noch zusammen ins Studio zum Soundcheck, denn er muss sich auf seine Sendung vorbereiten und machen ein paar Fotos. Es ist eine sehr nette Clique hier bei 94,3 rs2 und wir bleiben auf jeden Fall dran…besonders an Peers Träumen… vielleicht bald von seinem eigenen Biografie-Kochbuch oder der eigenen Familie!

Autor: Bettina Kaul

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