offene Worte zwischen den Jahren

Wir haben überlegt, ob wir einen Rückblick 2016 vornehmen wollen und sind zu dem Schluß gekommen. Nein, das wollen wir nicht. Auch wir finden, dass es ein ziemlich komisches Jahr mit einem denkwürdigen Start und weiteren traurigen Werdegang gewesen ist. Jeder von uns weiß, was er alles in diesem Jahr verkraften musste, was wir alle gemeinsam verkraften mussten und offensichtlich schließt das Jahr weiterhin sehr denkwürdig – für uns alle. Und dennoch, das Jahr hatte auch sehr viele schöne Momente!

Ja, der Vorfall auf dem Weihnachtsmarkt hat uns die vorweihnachtliche Stimmung genommen. Aber er konnte uns das besinnliche Fest nicht nehmen.  Es ist so traurig, dass nur ein Mensch es schafft, so viele Menschen ins Unglück zu stürzen. Mich hauen solche Nachrichten immer fürchterlich um. Mein Weltbild wird zerstört und in diesem Jahr wurde es extrem zerstört und die Angst mischt mit. Aber das dürfen wir nicht zulassen. Auch unseren Kindern zuliebe dürfen wir das auf gar keinen Fall in uns lassen. Ja, ich meine das so…in uns …! Lasst es nicht zu, dass auch nur ein einzelner Mensch, eine Menschenmasse  oder gar andere Länder es schaffen Dein Herz, deine Gedanken und schon gar nicht Deinen Alltag und Dein Leben zu vergiften.

Wir haben nur dieses verdammte eine Leben und ich gehöre zu den Menschen, die durch eine schwere Erkrankung – die meisten wissen es (Brustkrebs 2013) – ein anderes Denken ermöglicht bekommen haben. Immer alles positiv zu sehen ist nicht einfach, aber ich kann Euch sagen – Ihr könnt es üben. Das klingt komisch, ne :-) Aber es tut verdammt gut. Auch in 2016 habe ich ein ziemlich hartes Jahr gehabt, vielleicht auch selbst verschuldet – egal! Wisst Ihr was, das Leben ist wie es ist und warum uns dies oder das passiert – wissen wir alle nicht. Ich lebe nach der Devise es ist wie es ist und ich mache das Beste daraus. Aber ist Euch schon einmal aufgefallen, dass sich alles irgendwie dennoch fügt? Oftmals sogar zum Positiven.

Im Jahre 2010 habe ich mit diesem Magazin angefangen und von Anfang an war die Mission spannendes, interessantes und gutes zu berichten. Es war seither äußerst selten, dass wir Kritik übten oder uns negativ äußerten und genau so soll das auch bleiben. Oftmals gehe ich einfach weiter, wenn mir etwas nicht gefällt. Ich schreibe einfach nicht darüber und ignoriere es. Wenn mich etwas ärgert, dann kann ich es aber auch offen aussprechen. So wie in diesem Jahr das Interview mit Katy Karrenbauer. Da waren Betty und ich wirklich verärgert, weil sie von mehr Empathie sprach und sich so gar nicht empathisch verhielt. Sich nicht alles gefallen lassen, möchte ich an dieser Stelle erwähnen. Das ist wichtig für Euch selbst und auch für Euer Umfeld.

Wir werden weiterhin den Hauptfokus auf die schönen und interessanten Dinge um uns herum legen und an Euch weitergeben.

War das schon immer so oder werden wir im Laufe unseres Alters sensibler für die Dinge, die um uns herum passieren? Geht es Euch auch so? Ich habe keine Antwort darauf. Beschäftigt mich jedoch sehr, denn ich muss aufpassen, dass mich die Umwelt nicht vergiftet. Angefangen mit der Nahrung, die wir zu uns nehmen bis hin zu dem Umfeld welches uns vergiften kann, wenn man nicht aufpasst. Lasst es nicht zu. Die Welt hat so viel schöne Dinge zu bieten, für dein und mein Leben.  Glaubt nicht immer an das geschriebene Wort. Lest nicht den ganzen Quatsch, den wildfremde Menschen vor allem auf facebook von sich geben. Vertraut wieder Euren Instinkten und geht Euch selbst gegenüber eine stärkere Verpflichtung ein. 

Viele um mich herum waren zum Ende des Jahres völlig erschöpft. Das hat mich wirklich nachdenklich gemacht. Eine der schönsten Zeiten des Jahres und alle sind gestresst, erschöpft und beschäftigt. Natürlich war ich das auch und dennoch habe ich mich bewußt dem verrückten Weihnachtskonsum und den vielen Feiern (fast) entzogen und nur gezielt gemacht, wozu ich auch wirklich Lust hatte. Ja, ich habe mich sogar getraut, meinen Kunden nach sieben Jahren einmal keinen Weihnachtsbrief zu senden. Das war ein komisches Gefühl. Bisher habe ich immer persönliche und handschriftliche Briefe versandt. Doch ich konnte einfach nicht. Die letzten Monate hatten mein Leben und meinen Rhythmus so durcheinander gebracht, dass ich es nur unter hohem Stressaufwand geschafft hätte. Ich habe mich getraut, mir selbst diese Zeit zu schenken, um mich zu erholen. Ich hoffe, dass mir das niemand übel nimmt. Auch habe ich es nicht geschafft, alle Whatsapp-Weihnachtswünsche zu beantworten. Ich habe alle Nachrichten  mit einem Lächeln und Freude angeschaut und war glücklich, wer so alles an mich gedacht hat.

Es war wie Luxus, den ich mir gönnte. Anzunehmen und zu geniessen! Und so habe ich mir nach vielen Jahren endlich einmal wieder ein ruhiges und besinnliches Weihnachten beschert.

Was habt Ihr Euch für das nächste Jahr vorgenommen? Oder habt Ihr schon aufgehört Euch etwas vorzunehmen, weil ihr schon mitten im Hamsterrad seid? Ich steige aus, aus diesem Rad – das habe ich mir fest vorgenommen. Ich werde langsamer aber dennoch gezielter nächstes Jahr mein Leben und auch das Magazin CLIQUE sowie meine WEBJUWELEN  auf Kurs bringen.  Ach so, für die, die es noch nicht wissen – ja, wir können auch Websites erstellen :-). Bissl Werbung schon mal fürs nächste Jahr…

Auch habe ich mir vorgenommen, weniger on und mehr off zu leben. Da draussen, vor Deiner und meiner Haustür – das ist unser Leben. Konzentrieren wir uns darauf, wo wir gerade und mit wem wir gerade sind.

Zum Abschluß möchte ich mal etwas Verrücktes aussprechen, was ich schon die ganze Zeit im Kopf habe. Ich habe die erste Ausgabe 2016 damals #wasduwillst genannt und habe in diesem Jahr wirklich das Gefühl gehabt, dass ich „die Geister, die ich rief“ mir selbst beschert hatte. Dieser Titel war wie verflucht.  Auch hatte ich das Gefühl, dass das Jahr und einige Menschen um mich herum

Anita Tusch - Herausgeberin CLIQUE - Das Magazin im Süden Berlins

Anita Tusch – Herausgeberin CLIQUE – Das Magazin im Süden Berlins – Foto Copyright Bea Böhm (bea-boehm.de)

mit mir gemacht haben, was sie wollten. Und irgendwie auch um mich herum in der Welt passierten so viele Dinge, die so unkontrolliert und undenkbar unverständlich waren und immer noch sind. Das war teils grausig und ich habe mich von allen Menschen distanziert, die mit mir machen wollten, wie ihnen beliebt und ohne Rücksicht mit mir umgegangen sind. Und ich habe mir vorgenommen, weniger die Medien zu verfolgen. Geht behutsam mit Euch und Euren Liebsten um – sowie mit dem Menschen, der gerade vor Dir steht!

Auch in diesem Jahr gab es wieder viele Menschen, die mich privat wie geschäftlich unterstützt haben und darüber bin ich unendlich glücklich. Vielen DANK genau dafür <3.

Das Jahr 2017 starten wir mit einer Ausgabe die „GLÜXXKIND“ heißen wird. Das habe ich bewußt entschieden für uns, für Dich und für mich. Denn ich wünsche uns allen für 2017 ein schönes Jahr…vielleicht klappt es ja ..und wie sagt man so schön, wenn man fest daran glaubt…..beschert uns  2017 bestimmt viel Glück.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen entspannten Rutsch in das Jahr 2017 und geht es reläxxt an!

Anita 

Lang ist´s her und immer noch aktuell….! #nachdenklich

brillen

1 Antwort zu "offene Worte zwischen den Jahren"

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    Marlies Stoll 5. Jan.uar 2017 (12:49)

    Ich freue mich, daß Du dich für DICH entschieden hast und achtsamer mit Dir ümgehen möchtest! Nur wer für sich selbst sorgt, kann auch für andere da sein.
    Ich wünsche viel Freude und Kraft im neuen Jahr, bleib schön gesund!
    ❤lichst Marlies Stoll

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