Mariendorf wird hip!

Ganz unscheinbar liegt es auf der rechten Seite der Lankwitzer Strasse, wenn man von Alt-Mariendorf Richtung Lankwitz einfährt. Das ehemalige Gasag-Gelände. Auffällig durch den riesigen Gasometer. Ansonsten fährt wohl jeder von uns einfach daran vorbei.

Aufmerksam auf das Gelände wurden wir durch die Eröffnung einer der größten Craftbeer-Brauerei-Anlagen Europas „Stone Brewing“. Wir haben eine Nachricht an den Marienpark Berlin geschickt. In der Regel werden solche „Presseanfragen“ meist ignoriert. Doch hier war sofort zu merken, wir sind willkommen. Eine Woche später trafen wir uns mit einem der drei Geschäftsführer, Tim Kauermann. Er führte uns über das Gelände.

Das ehemalige Gaswerk Mariendorf hat stolze 385.000 m² zur Verfügung. Es ist unglaublich, wie viel Raum und Platz es hier gibt. Später im Gespräch stellte sich heraus: Hier ist auch Raum für Ideen. Das Gelände ist äußerst gepflegt und lädt zum Spazieren ein. Viel Naturflächen, alter Baumbestand und Teile des alten Gaswerkes sind erhalten geblieben. Ein alter sowie ein neuer Wasserturm und die riesen Kugelgasbehälter schmücken das Gelände. Der Standort hat wundervolle alte Backsteingebäude und natürlich auch noch den gigantisch großen Gasometer. Wir fahren mit einem Mini-Fahrstuhl den neuen Wasserturm hinauf. Es ist leicht windig, aber der Ausblick ist herrlich.

Marienpark 01

Das Gaswerk Mariendorf ist im Jahre 1901 erbaut und im Jahre 1996 stillgelegt worden. Im Jahre 2013 erwarb die Kapitalanlagegesellschaft BMDF Gewerbepark Berlin-Mariendorf GmbH & Co. KG das stillgelegte Gaswerk und kümmert sich seither um die Wiederbelebung des Geländes.

Das Kernstück hat die Gesellschaft dem produzierenden Gewerbe gewidmet. Mit dem Bau der größten Craft-Beer-Anlage Europas „Stone Brewing“ wurde hier ein Meilenstein auf dem Gelände gesetzt. Etliche Unternehmen haben sich hier schon angesiedelt. Wir besuchten kurz die sympathischen Gründer von „Dörrwerk“, die sich der Rettung von verschmähtem Obst verschrieben haben. Weiterhin entsteht hier die Bäckerei Wallenstein. Mehrere einzelne Unternehmen haben hier ihren Standort, wie z.B. die Firma Histronic, die sich um historische Fahrzeuge kümmert. Es ist schon sehr idyllisch auf dem Gelände. „Wir haben hier ein gutes und nachbarschaftliches Verhältnis untereinander“, erzählt uns Tim Kauermann. Ideal auch als Standort für kleinere Produktionsbetriebe sowie Start-Up-Unternehmen. Das Gelände bietet erschlossene Freiflächen zur Bebauung und Mietflächen in denkmalgeschützten Backsteingebäuden. Hier könnte ein „hipper Standort“ seinen Meilenstein gesetzt haben. Kann Mariendorf zur Mitte Berlins werden? Wir finden, hipp ist es hier schon jetzt. Schon alleine das große Restaurant der Craftbeer Brauerei lässt erkennen, dass nicht einfach etwas hingeklatscht wurde. Mit viel Liebe zum Detail ist ein wunderschöner Ausflugsort fernab dem Stadtlärm erschaffen worden. Das Credo ist Essen aus der Region, nichts aus der Tüte und alles selbstgemacht – bis hin zum Bier.

Tim Kauermann u. Anita Tusch auf dem Gelände Marienpark

Tim Kauermann u. Anita Tusch auf dem Gelände Marienpark

Bei der Begehung fällt uns der freundliche Umgang auf, Tim Kauermann erklärt: Wir sind nicht einfach nur Vermieter. Die Nutzer des Geländes stehen mit uns in Verbindung. Es geht nicht einfach nur um das „Verwalten“. Wir haben das Glück eine sehr gute Kapitalgesellschaft zu vertreten, die es uns erlaubt nachhaltig und ehrlich miteinander umzugehen. So können wir noch sehr gut auf Probleme einzelner Kleinbetriebe eingehen. Wir können von uns behaupten, wir geben mehr als nur Raum. Wir sind überzeugt von dem guten Standort und gehen bedacht und mit Leidenschaft an die Wiederbelegung des Geländes heran.“

Und wer weiß, vielleicht gibt es in der Zukunft einen neuen S-Bahnhof – am Kamenzer Damm!? Ein Bahnsteig ist probemlos am Gelände des ehemaligen Gasag-Geländes zu errichten.

Ihr dürft gespannt bleiben. Hier wird es ganz sicher viele weitere Entwicklungen geben! So, wie wir den Geschäftsführer Tim Kauermann erlebt haben, sind wir sicher – hier ist Raum und Platz für innovative Ideen. Einfach hingehen, einfach fragen, einfach machen!

Jeder ist herzlich eingeladen das Gelände zu besichtigen. Seht den Marienpark demnächst als Ausflugsziel an. Auch was das Thema Events bzw. Eventflächen angeht, sind die Türen der Macher vom Marienpark Berlin offen! Wenn ihr einmal wieder mit dem Auto vorbeisaust – fahrt doch einfach die Einfahrt hinein. Es lohnt!

 
Mehr Infos unter:

www.marienpark-berlin.com

>Mitgebrachte Impressionen

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