Eine Schweizer Insel – inmitten von Tempelhof

Die Malzfabrik – ein Ort mit Geschichte.

Die ehemalige Mälzerei der Schultheiss Brauerei wurde 1996 eingestellt und fand erst im Jahre 2005 einen Käufer. Der Schweizer, Frank Sippel und seine Firma Real Future AG kaufte diese Liegenschaft in Tempelhof in der Bessemerstraße 2-14. Wir haben uns die Malzfabrik einmal genauer angeschaut und wollten von Frank Sippel wissen, was er mit der 55.000 m² großen Fläche vor hat.
Bei einem ersten Besuch fällt uns sofort auf, dass das Gelände unheimlich gepflegt und sauber ist. Es ist deutlich zu erkennen, dass mit viel Liebe und Einsatz in den letzten Jahren hart gearbeitet wurde. Wie wir später erfuhren, befinden wir uns hier mitten in der ersten von drei Bauphasen. In der ersten Bauphase werden alle 5 Nebengebäude umgebaut und bis September 2010 fertigstellt sein.

Im Gespräch und bei einer Führung durch das Innenleben der Gebäude  können wir die Liebe zu dem Gelände und der Idee hinter der Malzfabrik recht schnell spüren. Auch uns hat die Phantasie gepackt als wir durch die Gänge, Hallen und außergewöhnlichen Räume der Fabrik geführt wurden. Sehr sympathisch fanden wir, dass Frank Sippel besonderen Wert darauf legt, den Charakter und den Geist der Fabrik zu erhalten. Natürlich werden auch entsprechend auch nach diesen Kriterien die Mieter ausgewählt, sie müssen kreativ und nett sein.

Das Projekt Malzfabrik ist als längerfristiges Immobilienprojekt angelegt, das neben vielen Aspekten auch den Faktor Umwelt beinhalten wird. Das Reduzieren auf den Ursprung und die Wiederverwertung sollen mithilfe neuer Umwelttechnologien umgesetzt werden. Frank Sippel, der  auch Gründer eines internationalen Ecoforum-Netzwerkes ist, möchte die Erfahrungen, die er in Partnerschaften mit internationalen Unternehmen und Umweltprojekten gesammelt hat nun auch für die Malzfabrik umsetzen.  Aber nicht nur umweltorientiert und nachhaltig geht er an dieses Herzstück heran.
In der Mälzerei sind in der Vergangenheit schon mehrere Projekte realisiert worden. So gab es im letzten Jahr eine Promiparty für Junge Helden – ein Verein, gegründet im Jahre 2003 – der junge Menschen auf das Thema Organspende aufmerksam macht. Hier jobbten u.a. Prominente wie Benno Führmann und Jürgen Vogel als Türsteher sowie Franziska Knuppe und Nora Tschirner als Barpersonal.

Auch finden hier regelmäßig Veranstaltungen zu den Themen Kunst, Kultur, Design und Mode statt. Das große Gelände bietet sich zudem als imposante Kulisse für Film und Fernsehen an, so dass hier bereits Actionszenen in Ladestation und Kellereigebäude des Jugendfilms „Die wilden Kerle“ gedreht aber auch Sequenzen für einen Horrorfilm abgedreht wurden. Kunst ist das zentrale Thema auf dem Areal der Malzfabrik. Eine von Frank Sippel ins Leben gerufene private Organisation arbeitet zudem an neuartigen Konzepten zur Förderung von Künstlern sowie an neuen Präsentationsformen für Kunst und Gestaltung. Dazu soll auch ein Zentrum für Kunst in der Malzfabrik entstehen. Privatpersonen können auf dem Areal in einer etwas anderen Kulisse zum Feiern einladen. Auf der Dachterrasse im Sommer oder drinnen in der Maschinenhalle kann bis zum frühen Morgen gefeiert werden. Auf diesem riesigen Areal eines riesigen Industriedenkmals herrschen kreative Schaffenskraft, unkonventionelles Denken, schöpferische Energie und ein Flair mit Verweilqualität.
Einmal im Monat lädt das Malzteam Visionäre, Künstler, Neugierige, Idealisten und Kreative zu einem außergewöhnlichen Abend ein. Eröffnet wird jedes Treffen mit einer Führung vom Initiator des Projektes Frank Sippel durch die einzigartigen Klinkerbauten des Industriedenkmals. Kunstinstallationen und kleine Live-Acts geben dabei einen Einblick in aktuelle Kreativprojekte, die auf der Malzfabrik stattfinden. Danach bietet der Malzabend seinen Gästen in entspannter Atmosphäre die Möglichkeit sich intensiv auszutauschen und lebhafte Diskussionen zu führen.
Hier  braut sich was zusammen“, verspricht Frank Sippel und hat am 31. Juli 2010 ganz traditionell den Schweizer Nationalfeiertag nach Berlin gebracht und mit vielen Gästen aus Berlin sowie aus der Schweiz gefeiert.

Wir finden ein tolles Projekt und wünschen weiterhin viel Erfolg!

Lieben Dank an Manuela Ney, die für uns diese Bilder geschossen hat.

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