Lust und Zaster

Freikartenverlosung für „Die lustigen Weiber von Windsor“ im Monbijou Theater

Weiber! Es ist immer das Gleiche: Hinterlist und Tücke, Schwatzhaftigkeit und die Lust am intriganten Spiel. Intrigant? Mitnichten! Frauen nennen das eine Lektion erteilen!

Dazu ein Beispiel: Sir John Falstaff, verarmter Landadliger und wohnhaft in Windsor, verbringt seine Tage gerne bei voluminösen Gelagen im Wirtshaus. Doch woher das nötige Kleingeld dafür nehmen, wenn nicht stehlen? Ein wohlhabendes Weib muss her. Am besten gleich noch ein zweites dazu, das, findet er, ist eine sichere Bank. Auserwählt hat er Mistress Ford und Mistress Page (beide könnten lustigerweise nun auch noch Betty mit Vornamen heißen, aber dann würde die Geschichte ausufern). Beiden schreibt Falstaff identische Liebesbriefe und verspricht sich lustversprechende Liebeständeleien und einen monetären Zugewinn. Lust und Zaster sozusagen. Die Mistresses sollen ihm die Tore zu den Geldquellen ihrer Ehemänner öffnen. Klingt nach einem Plan.

Pech für den armen Schlucker: Die Weibsbilder erfahren von dem Liebesbrief in zweifacher Ausführung und ersinnen nun ihrerseits ein Liebes-Spielchen, in dem ein Korb voll schmutziger Wäsche, alte Frauenkleider und viel britische Noblesse die Spielzeuge sind. Das vermeintliche Stelldichein kann für Falstaff nur in einem mitternächtlichen Alptraum enden (und schließlich im Wassergraben – hier kommt noch ein misstrauischer Ehemann ins Spiel) und letztendlich bringen die Damen den Schwerenöter zu Fall (Tipp an die Männer: nie ahnungslos über das Verhältnis zu einer Frau prahlen, schon gar nicht, wenn ihr Ehegatte die Ohren spitzt).

Windsor2_Fotograf Thomas Kuberek

Shakespeares „Die lustigen Weiber von Windsor“ im Monbijou Theater ist eine ganz famose Aufführung: Komisch, tragisch, vor allem schrill und völlig übertrieben kostümiert.

Der zuletzt etwas zu klamaukig geratene Spielstil des früheren Ensembles wurde mit neuer Besetzung sowie neuer Regie und Dramaturgie (Darijan Mihajlovic, Maurici Farré) auf ein hohes Niveau zurückgebracht, ohne dass der besondere, unterhaltsame Stil des Monbijou Theaters als Volkstheater verlorengeht und das Stück dem heutigen Zuschauer keineswegs altmodisch erscheint.

 

Spielzeit Sommer 2016: noch bis 3. September 2016

Täglich zwei Vorstellungen im Amphitheater (Monbijouplatz 3, 10119 Berlin – neben dem Bodemuseum): „Die lustigen Weiber von Windsor“ von William Shakespeare,  „Die Mitschuldigen“ von Johann Wolfgang von Goethe

Tickets kosten zwischen 14 und 22 Euro, erhältlich unter www.monbijou-theater.de oder telefonisch unter 030/2 888 66 999. Theaterkasse: am Kassenhäuschen an der Strandbar.

 

Wir verlosen für „Die lustigen Weiber von Windsor“, Vorstellung am Mittwoch, 29. Juni 2016 um 21, Uhr 5×2 Freikarten. Ruft dazu am Mittwoch,  29. Juni 2016, um 10 Uhr unter der Telefonnummer 030/80 93 21 54 an. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

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Unser lustiges Weib von Berlin, Mononna Ciccone, mit Regisseur und Dramaturg Maurici Farré (re.) und Schauspieler Matthias Horn. Fotograf Thomas Kuberek

Text: Mononna Ciccone,

Fotos: Thomas Kuberek

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