Leidenschaft und Hingabe..

Ach ja, die Anna. Da kommt sie rein und plötzlich steht da eine Erscheinung, die alles umhaut. Sie lächelt, sie strahlt und wirkt ein bisschen so als sei sie froh, wenn der ganze Zirkus vorbei ist und sie mit ihrem Mann Erwin das machen kann, was jedes normale Ehepaar tut: Marmelade einkochen, den Kindern hinter rufen, sie sollen doch ein bisschen in der Sonne spielen, und sich verliebt anschauen.

Zumindest auf Letztes muss sie nicht lange warten. Erwin Schrott (38) folgt seiner Gattin Anna Netrebko (wurde am 18. September 40) an diesem Sommertag im Juli auf dem Fuße ins Berliner Ritz Carlton. Beide posieren, halten Händchen. Nur die Aufforderung der anwesenden Fotografen, den royalen Kuss wie zur Märchenhochzeit zu wiederholen, scheinen sie ein bisschen dumm zu finden. Geschmust wird zu Hause, das muss man nicht öffentlich machen. Schon gar nicht auf Zuruf und erst recht nicht wenn sich die schreiende Meute wie eine Endzeitgesellschaft benimmt. Da wird geschubst, da wird gepöbelt. Das finden vor allem die Gäste komisch. Und während sich das Management um die wilde Meute kümmert, nehmen die schöne Russin, seit 2006 auch mit österreichischer Staatsbürgerschaft, und der uruguayische Bassbariton, seit letztem Jahr zusätzlich auch noch Spanier, im Konferenzzimmer Platz.

Was dann folgt, ist ein Genuss. Vor der anwesenden Presse sitzen zwei Menschen, die sich lieben und deren Charme ganz tief aus dem Herzen kommt. Man neckt sich und kichert, kneift sich gelegentlich in die Seite und dann sind da immer wieder diese Blicke die einander sagen: Ich will dich glücklich machen. Ob die beiden noch ein Kind wollen, fragt eine Reporterin. “Na klar“, schießt es dem uruguayisch-spanischen Heißblut heraus. Frau Netrebko bleibt erstarrt sitzen und schaut ihren Gatten aus dem Augenwinkel an und meint nur trocken, dass sie mit ihm noch einmal darüber reden werde. Und dann lächelt sie in ihrer ganzen bezaubernden Art. “Vorerst genügt es, ein Kind abends in den Schlaf zu singen.” Ach, sie singen ihr Kind in den Schlaf? Endlich ein Klischee! Sind es russische oder spanische Schlaflieder? “Nein eigentlich singen wir nicht. Wir sagen in einem sehr ernsten Ton ‘Ab ins Bett mit dir‘. Das muss reichen.” Herrn Schrott ist sich in diesem Augenblick hoffentlich bewusst, dass es Journalisten gibt, die diese Aussage für bare Münze nehmen.Leider hat sich das Berliner Wetter bis Redaktionsschluss noch nicht festgelegt, was es sich für das Gipfeltreffen am 16. August mit den absoluten Megastars der Klassik Anna Netrebko, Erwin Schrott und Jonas Kaufmann in der Berliner Waldbühne ausgedacht hat. Fest steht, Frau Netrebko sieht auch in Gummistiefeln und Regenjacke fantastisch aus und Erwin Schrott… nunja, was soll ich sagen… es ist nicht so, dass mich seine Arien kalt lassen, auf keinen Fall. Aber bei der Vorstellung von Regentropfen auf seinem Körper… das macht ihn noch aufregender. Aber das ist ein Thema für eine andere Ausgabe.

 

Autor und Fotos: Mononna Ciccone

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