Julias Fotomomente

Von wem kommen eigentlich diese wundervollen Fotos, die in der facebook-Gruppe von Lichtenrade regelmäßig gepostet werden?

Es ist Julia T. aus Lichtenrade, die die gesamte Community dieser Gruppe stetig mit den wundervollsten Fotomomenten begeistert. Ich will sie unbedingt kennenlernen, denn ihre Fotos sind schöne Momente, die sie mitten aus unserer Stadt entnimmt und wir selten bis gar nicht mehr wahrnehmen! Ich liebe diese Bilder, ich liebe diese Momente und treffe mich mit ihr – natürlich auch für Euch!

So lerne ich Julia persönlich kennen. Sie ist Mutter, im sozialen Bereich tätig und wohnt seit 20 Jahren in Lichtenrade. Wir sind schnell beim Du und teilen eine Leidenschaft! Das Fotografieren! Über 3 (!) Stunden haben wir über das Fotografieren sowie das Leben philosophiert. Das sind die Momente an denen ich meinen Job so sehr liebe!
Ihre Leidenschaft für das Fotografieren startete ungefähr vor 6 Jahren mit ihrem Handy. Naja eigentlich mit der Geburt ihres Kindes. Sie hielt viele Momente per Handy-Foto fest und bemerkte, dass ihre Leidenschaft für das Fotografieren wuchs. Sie beschloss eines Tages ganz bewusst, sich eine sogenannte Edelkompaktkamera zu kaufen. Julia empfand es als Herausforderung, sich intensiver mit Fotografie zu beschäftigen.

Julias Fotomomente

COPYRIGHT – JULIA TEEGE – JT FOTOMOMENTE

Eine Edelkompakt-Kamera hat viele Einstellmöglichkeiten wie eine Spiegelreflex-Kamera, ist nur deutlich handlicher und leichter und ohne Wechselobjektiv. Julia fing an, sich mit den Zusammenhängen von Lichtverhältnissen, Verschlusszeiten und Blende im manuellen Modus zu beschäftigen. Mit dem Fahrrad fuhr sie auf die Felder, fotografierte Sonnenauf- und untergänge. Sie suchte die Nähe der Natur und hielt fest, was sie fand. „Auch war es eine Möglichkeit einfach mal den Kopf frei zu machen“, erzählte sie.
Irgendwann stieß sie an die Grenzen der kleinen Kamera und entschied sich für den Kauf einer Systemkamera mit verschiedenen Objektiven, denn ihre Leidenschaft für die Natur und ein Auge für Dinge, die wir nicht wahrnehmen, wuchs stetig weiter. Die Community unterstütze, motivierte und spornte sie an, ihrer Leidenschaft nachzugehen.

„Ich wollte die Facettenaugen von Fliegen sichtbar machen und sehen, wie sich die Welt in einem einzigen Wassertropfen spiegelt.“ Das war der Startschuss für die Makro-Fotografie, mithilfe dessen sie weitaus mehr Details in den Fokus rücken, wahrnehmen und festhalten konnte. „Es passierte etwas mit mir durch die Fotografie. Ich glaube, ich habe mich verändert. Heute nehme ich viel mehr wahr und es macht mir Spaß Dinge sichtbar zu machen, die wir nicht wahrnehmen und doch um uns herum passieren.

So ist es schon vorgekommen, dass sie eine seltene Art einer schwarzen Grille vor die Linse bekam, die auf der roten Liste steht, somit vom Aussterben bedroht ist. Auch entdeckte sie eines Tages einen weißen Pilz auf einer Fliege. Nach Recherchen fand sie heraus, dass dieser Pilz Fliegentöter heißt und die heimische Stubenfliege befällt und tötet. Julia fühlt sich mit der Natur verbunden und erzählt, wie viel sie in dieser Zeit gelernt hat und dass sie darüber sehr glücklich ist, dieses Wissen an ihr Kind weitergeben zu können. Auch konnte sie dadurch andere Menschen mit gleichen Interessen kennenlernen.

Wir werden beide nachdenklich, philosophieren über Gott und die Welt und natürlich über die Faszination Natur. Inspiriert versprechen wir uns, gemeinsam einmal auf Fotoreise zu gehen. Wer weiß, vielleicht hat der eine oder andere ja auch Lust auf Fotosafari oder Makro-Tour zu gehen.
Wer ihre Seite besuchen mag, findet wundervolle und sehr inspirative Fotos, die mitten im Süden Berlins gemacht worden sind.

www.facebook.com/J.T.FotoMomente

Instagram: j.t.fotomomente

 

Autor: Anita Tusch

 

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