im Gespräch mit dem Weißgerber Lesezirkel

Sie erinnert sich noch heute an die Zeit ihrer Anfänge: „Meine Mutter hat die Zeitungen konfektioniert und mein Vater hat diese dann ausgeliefert. Später habe ich mit meiner Mutter gemeinsam Touren geliefert. Damals mussten wir noch mithilfe von Stadtplänen die Kunden anfahren, das konnte schon mal bis in die Abendstunden dauern, bis wir fertig waren, bzw. alles gefunden hatten.“ (Ute Weißgerber-Knop)

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(links) mit Ute Weißgerber-Knop im Gespräch

Ute Weißgerber-Knop ist seit mittlerweile über 10 Jahren die Chefin des traditionsreichen Familienunternehmens. Sie ist aufgewachsen zwischen Micky Maus Heften und Burda-Zeitschriften. Es war nicht geplant, dass sie einmal das Familienunternehmen weiterführen werde.
Ursprünglich hat sie eine Ausbildung als Schneiderin gemacht und landete im Nähmaschinen-Vertrieb bei Singer in Tempelhof. „Dann verlegte Singer, den Standort nach Reinickendorf. Da wollte ich aber nicht mehr mit und fragte meinen Vater, ob er im Familien- unternehmen Unterstützung benötigen könnte“, erzählt Ute. „Er hatte mich nie gefragt oder bedrängt, ob ich im Unternehmen integriert werden möchte.

Eltern von Ute Weißgerber-Knop

Hier seht ihr die Eltern von Ute Weißgerber-Knop

Meine Mutter war anfangs dagegen und meinte, dass dies mit Vater bestimmt schwierig werde.“ Die Mutter sollte recht behalten, doch nach einem gewissen Zeitraum hatten sich Vater und Tochter eingearbeitet und bildeten ein gutes Team. Ute Weißgerber-Knop hat von der Pieke auf alles mitgemacht, was ein Unternehmen an Arbeit mit sich bringt. Sie hat die Beilagen mit gestellt, geklebt, ausgeliefert – und bei einfach allem was anfällt mit angepackt. Das hat sich im Übrigen bis heute nicht verändert. Sollte Hilfe notwendig sein, so unterstützt sie noch heute die Arbeiten in der Anfertigung.  „Ich wollte einfach nur arbeiten. Damals war ich 26 Jahre alt, habe mich dann durchgebissen. Je länger ich im Unternehmen war, je mehr Verantwortung hat mein Vater mir übertragen bis er ganz losgelassen hat und zu mir sagte: Du wirst das schon machen!“ Mittlerweile ist sie seit 30 Jahren mit dabei, erinnert sich auch gerne an den ersten Computer und konnte viele Veränderungen und eigene Ideen umsetzen. Noch heute kommt ihr Vater und besucht das Unternehmen, schüttelt allen Mitarbeitern die Hand und was auch immer ist – er steht ihr bis heute zur Seite.

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Ute, was zeichnet Euch aus? Im Grunde zeichnen wir uns durch unsere Mitarbeiter aus. Viele sind sogar in zweiter Generation bei uns. Wir sind ein kleines mittelständisches Unternehmen mit 35 Mitarbeitern und es geht hier recht familiär zu. Unsere Stärke ist die Teamarbeit und die Zuverlässigkeit unseren Kunden gegenüber.

Was gehört zu euren Meilensteinen? Ganz sicher, die Wende im Jahre 1989. Wir konnten in das Berliner Umland expandieren. Am Anfang war es leicht, die Hefte waren ersehnter Lesestoff , und stillten den Nachholbedarf. Zeitweise haben wir mit dem VW-Bus sogar auf Märkten im Osten gestanden.

lieferung aus dem vwbus weissgerber lesezirkel

Kannst du unseren Lesern erklären, was ein Lesezirkel eigentlich macht? Wir beziehen von den größten Verlagen Deutschlands Zeitschriften. Diese versehen wir mit einem hauseigenen Umschlag, der auch für Werbung benutzt werden kann, schließlich haben wir eine erweiterte Aufl age von über 150.000 Exemplaren. Wir liefern die Lesemappen auf Wunsch privat nach Hause, in Praxen, zu Friseuren, Cafés sowie Restaurants. Wir vermieten für einen Preis, der bei uns bis zu 70 % günstiger sein kann, als an den gängigen Verkaufsstellen. Die Zeitungen holen wir nach einer Woche wieder ab und der Leser erspart sich somit noch zusätzlich die Entsorgung von Altpapier. Den Stern bekommst Du bei uns z.B. für 2 Euro. Wir haben über 160 verschiedene Titel im Sortiment und beliefern ganz Berlin, das südliche Umland sowie Potsdam und bis hin nach Cottbus.

weissgerber web 3Lesezirkel E. Weißgerber & Söhne
freizeit und lesen oHG
Mohriner Allee 30 – 34
12347 Berlin
Tel.: 030 / 740 748 70
www.weissgerberlesezirkel.de

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