im Gespräch mit Melanie Piontek – Saxofonistin

Melanie Piontek - Clique Berlin süd - Foto Alexander Klee

Foto: Alexander Klebe

 

Ich liebe es wenn verschiedene Künste sich ergänzen (Zitat: Melanie Piontek)

Melanie Piontek wirkt an sich eher zart wie eine Elfe. Sie ist eine junge, hübsche und durchaus sehr sympathische Frau. Wenn sie ihr Saxophon spielt holt diese grazile Frau die ganze Power, die in diesem Instrument spielt heraus. Zum ersten Mal sah und hörte ich Melanie im letzten Jahr in einer Bar spielen. Wie der Zufall es so wollte, liefen wir uns im März d.J. wieder über den Weg und kamen ins Gespräch.

Wir treffen uns im Restaurant Okeh und so erfahre ich ihre Geschichte:
Mit 7 Jahren fing Melanie an Blockflöte zu spielen. Mit 9 wollte sie Querflöte lernen, doch in der Musikschule gab es keine mehr. Ihr Lehrer schlug ihr spontan das Saxophon vor. Sie war verwundert und der Meinung, das passe nicht zu ihr. Doch ihre Mutter animierte sie, es wenigstens auszuprobieren. Melanie verliebte sich in das Saxophon und das ist bis zum heutigen Tage so geblieben.
Dieses Instrument bestimmt seither ihren Lebenslauf. Ihr erstes Geld verdiente sie mit Saxophon spielen, da war sie 12 Jahre jung und ihr wurde bewußt, dass man mit Musik so einiges verdienen kann. Sie war lange Zeit unter den Fittichen von Matthias Wacker (Rockstar und Saxophonist der Funkyband „Franky“).

Melanie trat als Solistin sowie in verschiedenen Duos, Quartetts und Quintetts auf. Unzählige Auftritte im Gospelchor, Blasorchester sowie Bands folgten. Doch so richtig den Wunsch Musikerin zu werden, traute sie sich nicht „zu denken“. Sie brach ihre Zelte für ein Jahr in Deutschland ab und arbeitete als Repräsentantin in Disney World (Epcot-Center) in Orlando (USA). Das Saxophon jedoch immer dabei.
Ein Jahr verändert vieles. Als sie zurück kam, waren die Bands in denen sie vorher spielte zum Teil nicht mehr existent oder zerfielen gerade. Das nahm ihr so sehr die Lust, dass sie nicht mehr spielen wollte. So entschloss sie sich Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Linguistik und Soziologie zu studieren und schloss mit einem Bachelor ab.
Doch das Saxophon wollte es anders!
Während des Studiums bekam Melanie einen Auftrag in einer Professoren-Band
(KuWi-Stars) mitzuspielen, sowie die Möglichkeit in einem Uni-Sinfonie-Orchester als Solistin zu performen. Der erste Schritt war wieder gemacht und Melanie, die fasziniert von der Leistung und Hingabe des polnischen Dirigenten des Sinfonie-Orchesters war , bekam so viel positives Feedback, so dass ihre Leidenschaft neu entfacht wurde.
Innerhalb des Studiums gab es das Angebot eines Existenzgründer-Seminars welches sie in Anspruch nahm. Nun war es soweit, sie machte sich erstmals ernsthafte Gedanken in Richtung Berufs-Musikerin einzuschlagen. Welche Förderungen und Möglichkeiten gibt es für Musiker? Was muss ich in Verträgen beachten? Benötige ich eine Homepage? Wer macht mir Fotos, ein Demoband? Wie sieht das Marketing aus? Woher bekomme ich Aufträge?
Früher musste sie sich nicht um solche Dinge kümmern, das hatte ihr alles der Lehrer aus der Musikschule organisiert. Um auf eigenen Füßen stehen zu können, entschloss Melanie ein weiteres Studium anzugehen.  „Eventmana-gement“, das war ein wichtiger Baustein für den Aufbau einer eigenständigen Karriere. Im Kleist Forum, einem Veranstaltungsort der Messe- u. Veranstaltungs GmbH in Frankfurt (Oder) und größter Kulturanbieter der Region Ostbrandenburg konnte sie ihr Studium ausrichten. Dort lernte sie Abläufe von Konzert- und Theaterveranstaltungen kennen und nebenbei traf sie auch etliche Musiker. Sie leitete Veranstaltungen, organisierte Messestände und erfuhr auf diese Weise „was ist hinter der Bühne los“.
Auf der LogTrans 2007 in München lernte sie die Bandleaderin einer Ladyband kennen. Ein nächster Meilenstein ihrer Karriere. Die Bandmanagerin sah Melanie auf der Messe Saxophon spielen und war begeistert. Sie sprach Melanie direkt an: „ Wir brauchen noch eine Frau für unsere Band, du siehst hübsch aus und kannst spielen. Das passt zu uns. Hast Du Lust?“ Die Party- und Galaband besteht ausschließlich aus Frauen und spielt die bekanntesten Discoclassics
der 70er, 80er, 90er Jahre und aktuelle Charts. Von hier aus konnte sie neben der Konzeptgestaltung Einblicke in die Geheimnisse der Musikbranche nehmen.

„Noch heute profitiere ich aus diesen Erfahrungen.“ Den ersten Auftritt mit der Band hatte sie übrigens in ihrem Heimartort Großbeeren auf einer Firmen-veranstaltung. Von dort aus ging es dann auf Reisen in ferne Städte wie z.B. Cannes, Verona, Maastrich, Prag und Bregenz sowie in deutsche Großstädte wie Hamburg, München, Düsseldorf, Köln, Bonn, Frankfurt/Main und viele mehr.

Seit 4 Jahren ist sie wieder in Berlin und erkundet seither die Stadt. Mit der Ladyband ist sie zeitweise noch heute unterwegs. Sie macht „ihr eigenes Ding“. Am liebsten verrückte Sachen. Melanie steht mit ihrem Saxophon gerne auf der Bar und spielt ihre ganze Leidenschaft hinaus – von dort aus kann sie alles überblicken. Auch vor einem spektakulären Abseil-Act hat sie keine Angst. Im
Wasserwerk am Hohenzollerndamm ließ sie sich aus 10 m Höhe auf den Boden spielend abseilen „Am liebsten würde ich noch höher gehen“, erzählt sie freudestrahlend.
Seit 2012 tritt sie mit einem Beat-Boxer auf, sowie mit verschiedenen DJ´s oder Pianisten. Melanie ist am Liebsten Teil einer großen Eventshow mit Tänzer und
Feuerspuckern auf der Bühne. „Ich liebe es, wenn verschiedene Künste sich ergänzen!“
Im Dezember letzten Jahres hat sie eine eigene Single gecovert. „Crystallize“
von Lindsey Stirling. Auf Amazon und iTunes gibt es die Cover-Version als
Hörprobe (komplett kostenlos auch bei YouTube).

Natürlich könnt ihr so einiges auch auf ihrer Website hören – und wer sie
einmal live hören möchte – liest noch den letzten Absatz.. :)
Zum Abschluß unseres Gespräches erzähle ich ihr von unserem 3. Geburtstag! An sich wollte ICH sie fragen, ob sie etwas am 15.06. für uns spielen kann. Melanie kam mir jedoch zuvor, sie bot ganz spontan an, Euch mal live etwas vorzuspielen. Ich bin überglücklich und hätte sie am Liebsten gleich  geknuddelt, denn auf ihrer Website entdeckte ich einen meiner Lieblingssongs!

Freut Euch..auf die Elfe am Saxophon!

www.melaniepiontek.de
www.facebook.com/saxymelanie
Mobil: 0176/24126443

Fotos: Alexander Klebe

1 Antwort zu "im Gespräch mit Melanie Piontek - Saxofonistin "

  • comment-avatar
    Melanie Piontek 15. Dezember 2013 (17:39)

    Liebe Anita,

    danke für diesen tollen Artikel, meine süße, rasende Reporterin! :-)

    Lg melanie

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