Howard Carpendale: Ich brauch´mir nichts mehr zu beweisen!

“Je älter ich werde, desto mehr Journalisten kommen. Ich muss also weiter machen.” Howard Carpendale,Jahrgang ‘46 und seit über vier Jahrzehnten im Musikgeschäft, hat vor wenigen Wochen sein 35. Album herausgebracht und in Berlin vorgestellt.


Foto: Monnona Ciccone - Howard Carpendale im Nicolaiviertel

Wir treffen ihn auf einer Pressekonferenz im Nicolaiviertel. Gut gelaunt stellte er sich den Presseleuten und stand geduldig vor den Kameras der Fotografen. Er war sichtlich zu dem einen oder anderen gelungenen Scherz aufgelegt und versprühte eine gewisse Gelassenheit. “Das alles bin ich” lautet der Titel des neuen Albums und Carpendale verspricht, dass es anders ist als die letztenAlben. “Wer sich treu bleiben will, muss sich verändern”, sagt der gebürtige Südafrikaner. Damit stellt er zwar keine neue These auf, hat aber Recht, auch was sein neues Album betrifft. “Lieder verändern sich im Laufe der Jahre. Viele Stücke interpretiere ich heute auf der Bühne anders als vor 20 Jahren. Das hat mit dem Kontakt zum Publikum zu tun und welche meiner Lieder die Menschen ganz besonders mögen.

Über die Jahre lernt man hinzu”, sagt Howard Carpendale. Auf die Frage, ob es Lieder gibt, die er heute nicht mehr singt, antwortet er ohne zu zögern “’Das schöne Mädchen von Seite 1‘. Ichbrauche mir nichts mehr zu beweisen. Wenn ich heute etwas mache, stehe ich voll und ganz dahinter. Und wenn ich mich blamiere, ist das halt so. Aber so sehe ich, ob es der richtige Weg ist. Gott sei Dank habe ich heute nicht mehr den kommerziellen Zwang, alle zwei Jahre ein neues Album abliefern zu müssen.”
Irgendwann sei ihm aufgefallen, dass die Besucher seiner Konzerte bei bestimmten Liedern ganz besonders euphorisch mitschwingen. “Da war so eine positive, frische Stimmung vor allem bei Stücken, die ich mit dem Chor singe.” Entsprechend wurde das neue Album mit  eingängigen, rhythmischen, teilweise rockigen Melodien produziert. “Und so, wie die CD klingt, wird auch die Tournee sein. Gespielt wird dieses Mal vorwiegend in kleineren Hallen. Damit meine ich nicht den evangelischen Gemeindesaal. Aber damit ich mehr Menschen erreiche, treten wir auch an Orten auf, wo wir lange nicht waren.”
Howard Carpendale will weitermachen, solange er neue Sachen machen kann. „Nostalgie ist bis zu einem
bestimmten Punkt in Ordnung. Aber wenn das Publikum nur noch ‘Ti amo‘ hören will, höre ich auf.”

Schnappschuß von Monnona Ciccone: Howi und Anita

 

Zum Schluss der Pressekonferenz hat Monnona Ciccone dann noch ein Schnappschuß machen können
Foto oben: Christian Barz
Autor und Foto unten: Mononna Ciccone

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