Hotspots in Berlin und mobile Sicherheit

 

Berlin hat großes vor, denn hier soll in den nächsten Jahren das größte Wifi-Netz im gesamten Europa entstehen. Für die Nutzer von Smartphones und Tablets dürfte das eine erfreuliche Nachricht sein, denn das mobile Surfen im Internet gewinnt eine immer größere Bedeutung. Was viele dabei vergessen: Auch Hacker treiben ihr Unwesen. Wie sicher sind die mobilen Hotspots und wie kann das eigene Smartphone vor Angriffen geschützt werden?

Auf seriöse Anbieter achten
Als Kabel Deutschland die ersten kostenlosen Hotspots zur Verfügung gestellt hat, gab es bereits kurze Zeit später bis zu 1.000 Nutzer. Das Problem lag aber darin, dass wohl der Großteil der Surfer nicht bemerkt hat, wer hinter dem Internetzugang steckt. Nach einem WLAN-Scan zeigte das Smartphone den Nutzern einen Hotspot unter dem Namen „30 Min Free WIFI“ an. Das klingt verlockend und so haben viele das Angebot gleich genutzt. In diesem Fall hatten die Kunden Glück, da dieser Hotspot von einem seriösen Unternehmen bereit gestellt wurde. Es hätte jedoch auch ein unbekannter Hacker einen Router mit der Kennung kennzeichnen können. Wer über den Hotspot im Internet surft, ist dem Risiko ausgesetzt, dass der Datenverkehr unbemerkt mitgelesen wird. Vor allem sensible Daten wären dann nicht mehr vor einem Missbrauch geschützt. Wenn du also einen öffentlichen Hotspot nutzen möchtest, solltest du dir wirklich sicher sein, wer für den Hotspot verantwortlich ist.

Copyright: Flicker -  AthTek

Copyright: Flicker – AthTek

Sind die Daten verschlüsselt?
Auch wenn du weißt, wer den Hotspot gesetzt hat, ist das Surfen noch keine sichere Angelegenheit. Vor allem, wenn es um die Übertragung von persönlichen Daten geht, sollte oberste Vorsicht geboten sein. Die Nutzung von Apps ermöglicht uns ein bequemes Surfen und ohne großen Aufwand können wir kaufen, oder die Bankgeschäfte überprüfen. Das Problem der Apps besteht darin, dass du nicht sehen kannst, ob die Daten verschlüsselt übertragen werden. Schaue unbedingt in die Einstellungen der Apps. Einige Applikationen bieten die Möglichkeit, die verschlüsselte Übertragung eigener Daten zu aktivieren. Die Gefahr des Ausspionierens besteht überall. E-Mails können mitgelesen werden, wenn du in deinem Postfach stöberst. Dritte können über Umwege deine Adresse herausfinden, wenn du in deinem Bahn-Profil deinen Reiseplan überprüfst. Sei dir über die Gefahren bewusst und nutze nur das, was du wirklich nutzen musst. Einen größtmöglichen Schutz vor Angriffen bieten dir verschiedene Security-Softwares, die auch auf Smartphones und Tablets installieren lassen. Die Internet-Security-Suite des deutschen Unternehmens G Data hat im Sicherheitstest von Netzsieger sehr gut abgeschnitten. Neben einem kompletten Schutz gegen Viren und Trojaner, bietet die Software weitere Sicherheitsfeatures an, wie einen E-Mail-Schutz gegen Spam und Bedrohungen und einen Keylogger-Schutz, so werden die Login-Daten durch Malaware nicht ausspioniert.

Schutz vor Missbrauch
Viele Smartphonenutzer haben die WLAN-Funktion ständig aktiviert. Der Scan sucht dauerhaft nach allen Hotspots, die in der Nähe zu finden sind. Da die Hotspots kostenlos genutzt werden können, wählt sich das Smartphone automatisch in das nächste verfügbare Netz ein. Der Nutzer hat so keine Kontrolle, in welchem Netz er gerade aktiv ist. Hier solltest du aktiv werden. Die genutzten Netze werden selbstständig gespeichert, sodass der Zugriff auf das Netzwerk schneller hergestellt werden kann. Sortiere unbedingt die Netzwerke aus, die du nicht benötigst. Das heimische Netzwerk oder der Zugang in der Firma kann bestehen bleiben. Hotspots solltest du nicht speichern, es sei denn, die Quelle ist dir bekannt.

VPN-Verbindung nutzen
Ein VPN-Client baut einen Tunnel auf, der deine sensiblen Daten vor einem Missbrauch schützt. Die Daten werden im Falle eines unberechtigten Zugriffs in verschlüsselter Weise übertragen. Mit dieser Verbindung kannst du problemlos E-Mails abrufen oder verschiedene Apps nutzen. Um den Client zu nutzen, muss dieser auf dem eigenen Router eingerichtet und anschließend auf dem Smartphone aktiviert werden. Hier helfen Apps wie VPNCilla zur Herstellung einer sicheren Verbindung mit dem VPN-Server (mehr Infos zur Trial-Version über diesen Link). Wenn du ohne eine VPN-Verbindung in öffentlichen Netzwerken unterwegs bist und sensible Daten, bspw. beim Einloggen in einen Account, eingeben musst, dann solltest du auf eine gesicherte Verbindung achten.

Keine Antworten zu "Hotspots in Berlin und mobile Sicherheit"

    Hinterlasse einen Kommentar

    Die Email-Adresse wird nicht veröffendlicht.