Generation Pendlerkids

Ich habe grad meine 5-Minuten. Kennt Ihr das? Wenn Ihr Euch ganz intensiv mit einem Thema beschäftigt und es Euch nicht mehr los lässt. Wir leben ja leider in der Generation Trennungskinder. Als ich mich damals von meinem Mann trennte sah ich das positiv. Mein Kind wächst bei beiden auf – entspannter – und hat alles was man so in dem Alter benötigt doppelt. Doch wie wenig denken wir an die Kids. Sie leben zwei Leben. Das kann man positiv sehen oder negativ. Verstehen sich die Eltern, ist es durchaus positiv und kann eine Bereicherung für das Kind sein. Ist dies jedoch nicht der Fall, wird es zu einer Zerreißprobe für jedes Kind. Und das Pendeln, kommt noch obendrauf. Eine Woche hier und eine Woche da. Oder in der Woche bei Mama, am Wochenende bei Papa oder jedes zweite Wochenende bei Papa. Es gibt da die verschiedensten Rhythmen. Die meisten kennen das.

Haben wir jemals darüber nachgedacht, wie wir das finden würden, wenn wir in zwei Wohnungen wohnen würden. Wo bist du denn jetzt so richtig zu Hause? Ist es nicht auch sehr anstrengend heute hier zu wohnen und morgen dort?

Neue Regeln, je nachdem ob neue Partner hinzukommen kommen noch als Gepäck obendrauf. Was tun wir eigentlich unseren Kindern an? Was wir so abverlangen von ihnen, ist doch allerhöchste Leistung von souveränem Umgang. Bisschen viel verlangt, findet ihr nicht auch?

Mittlerweile gibt es viele Ratgeber, was Trennungs- bzw. Scheidungskinder angeht. Durch Zufall bin ich auf Immobilien-Scout24 bei meiner Wohnungssuche im letzten Jahr – auf diese Studie hier gestoßen: Wie trennt sich Deutschland? Oder auch ganz interessant, dieser Artikel „Glückliche Trennungskinder„. Es gibt unzählige Ratgeber im Netz. Sucht einfach mal selbst.

Nicht nur unsere Kinder sind die Generation Trennungskinder, wir sind die Generation „Trennung – ist normal“. Vielleicht sollten wir genau da anknüpfen. Es ist leider normal, dass es Trennungen gibt. Schade, eigentlich. Als ich mich vor über 20 Jahren trennte, da war das noch etwas ganz Schlimmes, etwas was man nicht tat. Doch heutzutage ist es die Regel. Umso mehr müssen wir, die Erwachsenen verstehen und lernen – was passiert mit unseren Kindern. Vielleicht sollten zu allererst wir Eltern lernen, dass wir damit gut umgehen sollten, damit es unseren Kindern gut geht in dieser Situation. Nicht so viel abverlangen und miteinander reden. Sicherlich, ich bin kein Experte, aber manches Mal hilft es, wenn man seine eigenen Bedürfnisse zurücknimmt und im Sinne aller Beteiligten denkt.

Uns selbst, sowie die Befindlichkeiten zurücknehmen, ist wahrscheinlich aufgrund hoher Emotionalität bei einer Trennung schwierig.  Dennoch, wir verlangen, dass unsere Kinder souverän damit umgehen. Doch meist, sind es die Eltern, die das nicht schaffen und somit die Kinder in große Schwierigkeiten bringen. Denkt mal daran, wenn ihr einmal wieder zu Eurem Kind sagt: Sag´mal Deiner Mutter…..!! Das ist, als ob ihr einen Stein in die Schulmappe Eures Kindes packt. Es ist eine Belastung. Klärt die Dinge untereinander. Niemals über das Kind.

Ich wollte das für heute einmal loswerden! #dieRedaktion #AnitaTusch

Foto: Pixabay.com

modeblitz

1 Antwort zu "Generation Pendlerkids"

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    Pete 11. August 2017 (19:55)

    Das wichtigste ist es sich auf den/die Ex-Parter/Ex-Partnerin einzulassen. Sprich, man sollte versuchen zu verstehen wieso die Person denkt wie sie denkt. Es macht keinen Sinn sich zu streiten, manche Ansichten wird man nie verstehen. Vielmehr sollte man alles für die Kinder machen, damit sie nicht zu sehr unter der Trennung leiden.

    Lg
    Pete

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