Forum Steglitz – Tradition schlägt Trend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Etliche von Euch haben es sicherlich über Facebook schon mitbekommen. Dem Forum Steglitz gefällt die CLIQUE und wir werden bis zum Ende des Jahres ein wenig hinter die Kulissen schauen.

Als erstes haben wir uns mit dem Centermanager Carsten Paul, 32, in den Büroräumen im 5. Obergeschoss getroff en.

mit Carsten Paul, Centermanager Forum Steglitz im Gespräch

Carsten Paul empfängt uns locker und schlägt gleich vor „Wollen wir mal eine Runde durch das Forum laufen?“ Na klar wollen wir. Über 70 Geschäfte befi nden sich in dem Gebäudekomplex. Wir durchlaufen jede Etage und stellen schnell fest: Carsten Paul hat ein Auge für das Wesentliche und ist sich nicht zu schade, während unserer Begehung liegen gelassene Flaschen und Papier aufzuheben oder die Security über Missstände auf dem Laufenden zu halten. Das Wohlbefi nden der Kunden und den ansässigen Unternehmen liegt ihm wohl am Herzen, schließlich arbeiten vor Ort circa 1.000 Menschen.
Wir schlendern an Strauss Innovationen, dem Dänischen Bettenlager, H&M und dem Haus der guten Taten vorbei. Intersport ist zu sehen, eröff net wird im Juni. Nebenbei erzählt er uns kleine Anekdoten einzelner kleinerer Geschäfte. Wir erfahren, dass die hier am längsten ansässige Unternehmen „Fisch Nickel“, der schon seit 1917 an diesem Standort zu fi nden ist, sowie „Die Perücke“, die mittlerweile trendgemäß auch Haarteile für besondere Anlässe im Sortiment hat, sind.
Die Menschen mögen Traditionen, das hat Carsten Paul seit Beginn seines Amtes am 1. Juli 2011 im Forum Steglitz immer wieder erfahren können. Er kennt die unterschiedlichen Charaktere der Einkaufszentren, schließlich konnte er schon Erfahrungen in den Gropius Passagen und im „Das Schloss“ sammeln. Nach dem Rundgang setzen wir uns vor dem Forum Steglitz auf die Terrasse des Eiscafés „di Russillo“ und Carsten Paul erzählt uns ein wenig von der Historie.
Wir erzählen von den legendären „Turm 7“-Partys, die vor dem Umbau des Centers jeden Donnerstagabend erfolgreich stattfanden und zeitweise bis zu 1000 Leute am Abend anzogen. Noch heute gruppieren sich (nicht nur) Südberliner an bestimmten Tagen im Jahr und treff en sich traditionell an den vorhandenen Bars oder Cafés im Unter- sowie in den Obergeschoßen. In den Jahren 2005 bis Anfang 2007 wurde das Forum Steglitz umgebaut und modernisiert. Es entstanden weitere Geschäfte. Nach dem Umbau hatte das Forum sicherlich einige Probleme zu bewältigen. So war durch die Eröff nung vom „Schloss“ im Jahre 2006 ein sehr starker Konkurrent vertreten. Nicht alle Verkaufsfl ächen im Forum Steglitz waren zu dieser Zeit belegt und auch das Marketing des Centers ging nicht immer mit der Zeit. Carsten Paul konnte diese Entwicklung noch mit erleben. Er erzählt uns, dass er an seinem ersten Arbeitstag gleich zwei Geschäfte aus dem Forum verabschieden musste. Allerdings geht der Trend seit 2011 wieder steil nach oben. Fast 20 neue Geschäfte haben seitdem im Center eröff net. Nicht ohne Stolz erzählt er uns, dass in den nächsten Tagen wieder drei Shops im Center ihre Türen  aufschließen werden.

Mittlerweile kann das Forum Steglitz wieder zu Recht behaupten, ein gewachsener Bestandteil der pulsierenden Schloßstraße zu sein. „Die Zusammenführung des traditionsreichen Standortes mit den aktuellen Entwicklungen und Trends ist eine große Herausforderung. Der Umbau und die Neueröffnung im Jahre 2007 war sicher ein wichtiger Meilenstein in der 42-jährigen Geschichte des Centers. Allerdings gilt es jetzt, den Anschluss auf der Straße mit insgesamt vier großen Shoppingcenter nicht zu verpassen und die Gelegenheiten vor Ort zu nutzen“, sagt Carsten Paul und lächelt mir entgegen.
„Sind alle Einkaufszentren gleich?“, möchten wir wissen. „Nein, das Forum ist schon sehr besonders. Kein Haus hat so viele Traditionen und facettenreiche Geschichten wie das Forum Steglitz. Es ist wie im Kiez, wo nachbarschaftliches Miteinander noch zählt. Es gibt sehr viele Besucher, die mit dem Forum aufgewachsen sind und regelmäßig einkehren oder verweilen.
Natürlich sprechen wir auch auf die Eröffnung des Boulevard Berlin an. Ist das Konkurrenz, Herr Paul? Nein, ganz klar sieht er hier ein weiteres Potenzial, das auf der gesamten Schloßstraße entstehen kann. „Sollte das Konzept des Boulevard Berlin erfolgreich sein, so werden alle davon profitieren“, antwortet er mit fester Stimme. Er geht sogar noch ein Stück weiter. Das SSC, welches gleich neben dem Forum steht und auch etliche Schwierigkeiten und Hürden überbrücken musste, wird im Juli mit dem ersten „Primark-Store“ in Berlin aufwarten. „Das Angebot auf der gesamten Schloßstraße wird immer attraktiver und dadurch noch mehr Shoppingfreunde aus Berlin sowie aus dem Umland anziehen“.

 

 

Ich habe das Gefühl, Carsten Paul ist einer aus der „neuen Generation“, wo mehr globales Denken als verbissenes Konkurrenzdenken zählt. Das macht ihn sympathisch. Denn an sich wollen wir ja alle nur eines: Spaß am Shoppen haben – und sich dabei wohlfühlen!

Zum Abschluss unseres Gespräches wollen wir es dann doch wissen. Was hat das Management bewogen in der CLIQUE mitzumachen? Schließlich hat das eigene Centermagazin eine Auflage von 130.000 Stück, wir dagegen haben eine Auflage von 2.500 Stück (die natürlich wie warme Semmeln überall eingesammelt und gelesen werden :-).

Die Antwort kam spontan: „Es ist der Netzwerkgedanke, den wir sehr zu schätzen wissen. Sich austauschen, gemeinsam etwas unternehmen, alte sowie neue Geschichten erzählen, Trends aufnehmen und weitergeben. Das Forum ist nicht nur Tradition und Trend, sondern auch Nachbarschaft und Treffpunkt mit einer sehr hohen Stammkundenanzahl. Das passt zum Konzept der CLIQUE. Wir wollen zum „Anfassen“ sein und wir hatten das Gefühl, das ist die CLIQUE auch!“
. …und wieder einmal schlägt Tradition (oder sollen wir eher „Menschlichkeit“ sagen…Trends!

PS. An dieser Stelle einen lieben Dank an das Forum Steglitz für´s Mitmachen :-))
www.forum-steglitz .de
http://www.facebook.com/ForumSteglitz
Forum Steglitz, Schloßstr. 1, 12163 Berlin

 

1970 eröffnete das Forum Steglitz und war seinerzeit das erste Einkaufszentrum in Deutschland, welches nach dem „Shop-in-Shop-System entwickelt wurde. Hier im Süden Berlins wurde es schnell zum beliebtesten Anziehungspunkt. Die Besonderheit waren auch die beiden „Laufbänder“ in der Haupthalle, die ins erste Obergeschoss führten. Ebenfalls der Bornmarkt, der bereits 1908 auf dem Gelände zu finden war und 1968 bei den Planungen des Einkaufszentrums integriert wurde, gehört zur Historie des Forum Steglitz. Etliche erinnern sich wahrscheinlich noch an das „Büro für Besuchs- und Reiseangelegenheiten”. Hier wurden vor der Maueröffnung
Visaanträge für Besuche im Ostteil Berlins eingereicht. Vor dem Eingang ins Besucherbüro gab es rechter Hand eine Tierhandlung. Riesenschaufenster gewährten Einblick zu den Hundewelpen und ließen Kinderherzen höher schlagen. Das wäre heute natürlich undenkbar. In den frühen Jahren gab es im obersten Geschoss außerdem noch eine Kegelbahn und ein Judo- bzw. ein Kampfsportstudio.

 

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