Fest- oder Tagesgeld – Ist mein Vermögen wirklich sicher

 

Einerseits bewegen wir uns im Zins-Tief und Erträge aus klassischen, risikoarmen Sparmaßnahmen wie Festgeld oder Tagesgeld sind gering wie nie. Andererseits bewegen wir uns in der Zeit, in der Europas Länder und Banken eine finanzielle Krise nach der anderen durchmachen. Beide Seiten bringen also schon zwei skeptische Gedanken hervor, wenn es um die Eröffnung dieser Sparkonten geht. Die eine zentrale Frage ist dann aber doch: Ist mein Vermögen eigentlich wirklich sicher?

Einlagensicherheit: gesetzliche Absicherung des Vermögens

Wer mit Niedrigzinsen spart, sollte ein umso größeres Vermögen anlegen, um trotzdem einen attraktiven Gewinn rauszuholen. Mehr Geld, was im Falle einer Bank-Pleite oder Finanzkrise verloren gehen könnte. Viele denken sich: Das Geld ist ohne Vorwarnung weg. Aber falsch gedacht: Denn dank der gesetzlichen Einlagensicherung – wie der niederländische Anbieter Moneyou schreibt – ist das angelegte Vermögen bis zu einer Summe von 100.000 Euro pro Kunde pro Bank abgesichert und wird im Falle der tatsächlichen Pleite erstattet. Auch in Deutschland. Darum kümmert sich ein nationaler Einlagensicherungsfonds. Grundsätzlich ist das Geld also schon einmal teilweise, wenn nicht sogar ganz vor wirtschaftlichem Verlust gesichert.

Technische Sicherheit kommt obendrauf

Wer von der Einlagensicherung noch nicht vollends überzeugt ist, kann sich spätestens dann beruhigt zurücklehnen, wenn es um die technische Sicherheit im Online-Banking geht. Denn hier tun Banken ihr allerbestes, um die Sicherheit Ihres Vermögens zu maximieren. Eine SSL-Verschlüsselung, mittlerweile der Internetstandard schlechthin, wenn es um sensible Daten geht, eine eigene Firewall und eine 2-Kontakt-Verifizierung beim Überweisungsprozess (nur beim Tagesgeld, da dieses täglich aufgestockt oder abgebucht werden kann – hier spricht man von (Mobile-)TAN) – bringen ein hohes Sicherheitsniveau. So sind Daten für Dritte dank Verschlüsselung nicht einsehbar (nicht einmal für die Bank), Viren und sonstige Schädlinge werden von der Firewall abgewehrt und beim Überweisen muss man sich durch den Login, sowie die Wiedergabe der TAN (z. B. vom Handy) doppelt identifizieren.

Zusätzliche Sicherheit: Es kann noch mehr gemacht werden

Ein Verlust des Geldes ist dank der dargestellten Wege kaum noch möglich, Festgeld und Tagesgeld sind absolut sicher und ohnehin viel sicherer als der Aktienhandel oder Anleihen-Kauf. Möchte man die Sicherheit ultimativ toppen, so funktioniert das nur noch mit einem besonders ausgeklügelten Passwort oder mit Virenprogrammen auf dem Rechner. Beispielsweise bieten die neuesten Versionen von Kaspersky die Option des sicheren Browsers. Sobald eine Login-Seite von Banken oder Services wie PayPal und Co. aufgerufen wird, erscheint hier automatisch ein Pop-up, mit dem der Vorgang ausgeführt oder abgelehnt werden kann. Mehr Sicherheit geht nicht.

Bilder: © istock.com/Anawat_s

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