Es gibt (gar) keine Zufälle

Auf einer Party lernte ich Sia Wolf kennen. Was Sia nicht wußte, ich wurde schon über eine CLIQUE-Leserin auf sie und ihr erstes Buch „Rheingau-Roulette“ aufmerksam gemacht. Ist das jetzt Zufall oder gibt es vielleicht gar keine Zufälle? Sie saß auf der Party natürlich ganz zufällig neben mir, denn ich wusste eines nicht. Wie sie aussieht! Wir unterhielten uns und so schloss sich einmal wieder der Kreis des Mythos: Jeder kennt jeden um 6 Ecken!

Sia Wolf schreibt Geschichten. Natürlich ist Sia nicht ihr echter Vorname, denn dieser würde leicht zu Verwechslungen führen. Den
richtigen Vornamen verrate ich Euch nicht, aber so viel können wir sagen – er kommt sehr häufig in Deutschland vor. Es kam zu einem Kurzinterview und wieder einmal gibt es jemanden, der mitten unter uns im Süden Berlins lebt und Spannendes macht und zu Papier bringt.
Sia, lebst du in „Cliquenland“? Fast. Ich lebe mit Mann und Kind im südlichen Berliner Speckgürtel. Auf dem Dorf. Wir kommen eigentlich aus Hessen und sind das Dorfleben gewöhnt. Gleichzeitig genießen wir die Vorzüge, die die unmittelbare Stadtnähe bietet.
Wer oder was hat dich zum Schreiben gebracht? Ich lese gern. Und ich habe schon seit vielen Jahren davon gesprochen, ein Buch zu schreiben, weil ich mir gern Geschichten ausgedacht habe. Vor drei Jahren habe ich dann mit „Rheingau-Roulette“ begonnen.

Erzähl mal etwas über Dein Buch „Rheingau-Roulette“. Es ist eine Mischung aus Liebesgeschichte und Psycho – ja, was? Psychothriller? Oder eher Kriminalgeschichte? Es ist ein Liebesroman, würde ich sagen. Es geht um Alexandra, eine Frau, die sich nach einer Enttäuschung neu in ihrem Leben orientieren muss. Und plötzlich hat sie es mit bedrohlichen Umständen zu tun, die sie nicht einordnen kann. Das ist mehr als eine klassische Liebesgeschichte. Aber es ist kein blutiger Psychothriller.

Wie entstand die Idee zu „Rheingau-Roulette“? Wenn ich das noch so genau wüsste… Begonnen hatte es damit, dass ich einen Liebesroman gelesen habe, über den ich mich unendlich geärgert habe. Ich lese gerne Liebesromane. Sie dürfen auch manchmal kitschig sein. Was ich aber gar nicht leiden mag ist, wenn ich die Handlungsweisen der Protagonisten nicht nachvollziehen kann und Autoren den Konflikt, der jedem Buch zugrunde liegt, künstlich aufblasen – nur um eine Erklärung dafür zu haben, warum sich die Helden nicht schon nach der Hälfte des Buches kriegen können. Nicht das wir uns falsch verstehen: Protagonisten können durchaus völlig abgedrehte Sachen erleben.
Solange sie in ihrer Persönlichkeit glaubhaft sind. Das ist für mich ein wesentlicher Bestandteil einer guten Geschichte. Das war ein Grund. Der andere war, dass ich mich bei vielen Liebesromanen gelangweilt habe. Die Spannungsmomente lasch, die Liebenden… nun ja. Immer waren sie unglaublich attraktiv. Jedenfalls körperlich. Aber für mich ist die körperliche Attraktivität nur ein Teil von Anziehung zwischen zwei Menschen. Und so begann es …

Warum sollten Frauen, die Liebesromane mögen, dein Buch lesen? Weil es keine „platte“ Romanze ist, bei der gleich klar ist, wer wen kriegen wird. Die Menschen in meinem Roman, die südlich von Berlin in Rangsdorf leben, sind in eine witzige Clique eingebunden, die ihr Leben lieben. Und diese positive Lebenseinstellung, der Humor, der sie über manche bösartige Klippe im Alltag hinweg tröstet, der unterscheidet mein Buch von klassischen Liebesgeschichten.

im Gespräch mit Sia Wolf

 

 

Wo kann man dein Buch bekommen?

Eine Leseprobe findet Ihr auf www.siawolf.blogspot.de. Bestellen könnt Ihr es bei Amazon oder direkt im LaCri-Verlag unter         http://siawolf.blogspot.de/p/taschenbuch-rr-bestellen.html

 

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