einfach umswitchen ist schwierig!

 

In Erinnerung an Dirk Bach


Diesen Artikel zu schreiben fällt mir unwahrscheinlich schwer. Viele von Euch haben mitbekommen, dass ich am 24. August dieses Jahres Dirk Bach kennenlernen durfte.

Wir begegneten uns im Schlosspark-Theater in Steglitz auf einer Presseveranstaltung. Dirk Bach übernahm die Theaterrolle des „Kleiner König Dezember“, welches Anfang Oktober starten sollte. Dirk Bach erschien und wurde sofort von Fotografen umringt. nur meine Kamera streikte einmal wieder. Die Journalisten und Fotografen hatten ihre Bilder machen  können, entfernten sich und jeder wartete auf den Start der Pressekonferenz. Doch dann sehe ich, Dirk Bach steht ganz alleine an einem Tisch. Irgendwie allein gelassen und etwas gelangweilt. Das war „mein“ Moment! Mit Herzklopfen wage ich mich an den Tisch und spreche ihn an. Er freute sich und war mir gegenüber sofort gesprächsbereit. Wisst Ihr, es gibt Menschen, da passt das nach den ersten Worten, die man wechselt. Ich stelle mich kurz vor und wir kommen schnell ins Gespräch. Ich erinnere mich noch, dass ich fragte: „Du Dirk, würdest Du auch gerne einmal im Dschungel-Camp mitmachen?“. Er grinste spontan: „Wo denkst Du hin, niiiiemals!“ Wir lachen beide. Er erzählt mir, dass er das Format als Unterhaltungssendung sieht und der Erfolg gibt ihm ja auch recht. Auf Anhieb fühlte ich mich sehr wohl in seiner Nähe. Obwohl ich weiß, dass es schwierig ist bekannte Prominente für ein Interview zu bekommen, frage ich ganz vorsichtig nach, ob er sich ein Zeitfenster für unser Magazin nehmen könnte. „Aber na klar“, sagte er völlig spontan mit einem
Lächeln im Gesicht. Ich war so überrascht, dass ich ihn am liebsten geknuddelt hätte.

Ich gebe zu, ich freute mich mehr als gewöhnlich auf diesen Termin. Leider konnte ich unseren vereinbarten Interview-Termin nicht einhalten, denn ich wurde krank. Denn Rest der Geschichte kennt Ihr. Dirk Bach verstarb leider völlig unerwartet am 1. Oktober dieses Jahres bevor wir uns mit ihm treff en konnten. Das war ein sehr trauriger Moment! Doch, Dirk Bach werde ich immer dankbar sein, für diesen kurzen sehr menschlich warmen Moment, den ich ganz sicher niemals vergessen werde!

Neun Tage nach seinem Tod, stand ein Nachfolger fest! Gustav Peter Wöhler ist Schauspieler, Sänger und Hörspielsprecher. Er übernimmt die Rolle des „Kleinen König Dezember“. Anfangs tat ich mich schwer, schnell umswitchen, einen neuen Termin  vereinbaren, mit demjenigen, der einspringen wird für die Rolle des „Kleinen König Dezembers“. Geht nicht. Ich brauchte etwas Zeit und ließ eine Weile verstreichen. Erst nach der Premiere, die wir uns anschauen durften, treffe ich auf Gustav Peter Wöhler!

Anita und Gustav Peter Wöhler im Interview im Schlosspark-Theater

Gustav Peter Wöhler übernimmt eine schwere Bürde! Sein Gesicht ist bekannt, bestimmt habt Ihr Gustav Peter Wöhler schon einmal
gesehen, vielleicht im Tatort, in Dornröschen, Derrick, Der Bulle von Tölz oder die 7 Zwerge – der Wald ist nicht genug? Zeitgleich erfährt natürlich auch Gustav Peter  Wöhler von Dirks Tod. Er ist schockiert und traurig zugleich, erzählt er. Er hatte Dirk kennengelernt, als er noch nicht so erfolgreich war. Zuletzt sahen sie sich vor einigen Jahren zu gemeinsamen Dreharbeiten von „Der

Mönch“ sowie „Dornröschen“. Sofern Zeit war trafen sie sich auch oftmals in Köln auf ein Kölsch.

Er beschreibt Dirk Bach als  verständnisvoll und liebevoll. Eigentlich sind bei Gustav Peter Wöhler derzeit viele Projekte, die umgesetzt werden sollen in der Schlaufe. Doch, die Nachricht, dass das Theater in Schwierigkeiten geraten ist, lassen ihn nicht mehr los. In alter Verbundenheit mit Dieter Hallervorden erklärt er sich bereit die Rolle zu ersetzen.

Leicht hat er es sich nicht gemacht, er wusste, dass er eine Bürde auf sich nehmen müsse und was für eine Bedeutung es hat, diese Rolle zu übernehmen. Nur zwei Wochen hatte er Zeit. sich in „den kleinen König Dezember“ hinein zu versetzen. Die Premiere ist gelungen. Für zwei Wochen Vorbereitung hat er sich hervorragend in die Rolle hineinversetzt. Versprecher konnten wir nicht bemerken. Auch

Foto: DERDEHMEL

Matthias Freihoff , der die Rolle des „Insbürogehers“ inne hat, benötigte Zeit um sich auf die neue Situation einlassen zu können. Glücklicherweise kennen sich beide Darsteller und meistern die Situation so gut es geht. In beide Hineinschauen, kann wahrscheinlich niemand von uns. Doch wer genau in dem Stück zuhört, bemerkt die kleinen Nuancen der Doppeldeutigkeit in der Geschichte des kleinen Königs, in der über das Leben, die Welt, die Träume sowie vom Kind- und Erwachsensein sinniert wird.

Dirk Bach ist dennoch präsent! Die Umsetzung des Stücks besteht aus einer  virtuell-realen Bühnenadaption mit witzigen Bauten und
verblüffenden multimedialen Effekten. Die eingebauten Videoanimationen sind vor Beginn der Theaterproben gedreht worden – so entstand eine wundervolle Hommage an Dirk Bach….und die Geschichte von kleinen König endet mit den Worten: „Am Ende wird jeder von uns ein Stern“.

Für Dirk Bach-Fans eine nicht wiederkehrende Möglichkeit, Abschied zu nehmen – denn Theater ist wie das wahre Leben, genießt jetzt diesen Moment, wer weiß, ob dieses Stück jemals wieder gezeigt wird.
Autor: Anita Tusch

Karten-Preise und Termin  für DER KLEINE KÖNIG DEZEMBER findet Ihr auf der Website vom SCHLOSSPARK-THEATER

 

Vielen Dank an Vivian Kelch von
photografic-berlin.de,

Vivian ist spontan zum Foto- und Interviewtermin

mit Gustav Peter  Wöhler eingesprungen

und hat  uns diese Fotos ermöglicht!

 

 

VERLOSUNG auf FACEBOOK oder hier bei uns im KOMMENTARFELD:

Das SCHLOSSPARK-THEATER stellt uns 3×2 Karten zur Verfügung für Dienstag, den 04.12.2012 – 20.00 Uhr. Wir verlosen unter allen, die uns die folgende Frage beantworten:

Was esst Ihr am Liebsten in der Vorweihnachtszeit?

 

 

5 Antworten zu "einfach umswitchen ist schwierig!"

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