„Ein bisschen GAGA musste schon sein“

Im kleinen Bezirk Lankwitz (Steglitz) treffe ich auf einen interessanten Menschen. Bevor er sich in Berlin niedergelassen hat, war er 2 Jahre in Amsterdam und 4 Jahre auf den Bermudas als Koch tätig. Er war Küchendirektor im Berliner Schweizerhof, F&B Manager im Hotel Interconti, Geschäftsführer im Wirtshaus Schildhorn sowie am Potsdamer Krongut Bornstedt. Zuletzt geschäftsführender Gesellschafter der Habel Weinkultur am Reichstag. Seine Vita ist lang und spannend. Er hat nicht nur viele Politiker getroffen, sondern sie schon alle bekocht: Von Helmut Kohl bis Angela Merkel, sämtliche Minister und alles was Rang und Namen hat oder hatte. Natürlich waren Herr Wowereit und Herr Diepgen auch darunter, sowie viele Größen aus der Wirtschaft. Wir treffen auf den erfahrenen Gastronomen, Küchenmeister und Saft-Sommelier Hilmar Gathof!

2009 wurde er mit seinem damaligen Kompagnon, Dirk Gießelmann, zu den ersten Saft-Sommeliers Deutschlands gekürt. Heute schreibt Hilmar Gathof für Magazine wie Vital, Bild der Frau oder Frau im Spiegel Rezeptideen mit den tollsten Saft-Kreationen. Auf unsere Nachfrage, was denn die Lieblingsspeisen einzelner Politiker sind, bleibt er geheimnisvoll. Das wird nicht verraten. In seiner knappen Freizeit ist er noch in der Prüfungskommission der Industrie- und Handelskammer für Küchenmeister und als Delegierter beim Hotel und Gaststättenverband tätig. Seit 27 Jahren lebt Hilmar Gathof in Lankwitz. Nachdem sein Kompagnon Dirk Gießelmann sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete, beschloss er, nicht alleine weiter zu machen. „25 Mitarbeiter groß war damals das Team. Ich wollte mal ein bisschen ruhiger treten.“ Doch das mit dem „ruhiger treten“ hat dann wohl doch nicht geklappt. Über einen Makler kam er zum Gastronomie-Bereich des Tennisclubs Blau-Gold Lankwitz. Seine Intension: eine Destination im Süden Berlins finden – die ihm von zu Hause aus kurze Wege beschert. Heute fährt er keine 2 Minuten zu seiner Arbeitsstätte. „Ja, ich weiß was Sie denken Frau Tusch, habe ich schon öfters gehört: Was willste denn hier? Ich muss grinsen: Stimmt! Doch es passt alles zusammen. Die Räumlichkeiten sind hervorragend geeignet für bis zu 100 Personen im Innenbereich, weitere 100 Personen können auf der Terrasse bewirtet werden. Das Flair des Tennisplatzes ist wie ein i-Tüpfelchen.

„Es ist hier ideal, um ein wenig dem Lärmgathof essen web der Innenstadt zu entkommen. Parkplätze sind vor dem Stadtbad Lankwitz genügend vorhanden. Wir können hier für jede Veranstaltung eine individuelle Stimmung zaubern. Ideal für Hochzeiten, Jubiläen oder andere Feierlichkeiten“, erzählt Hilmar Gathof.

Schaffen Sie den Spagat von der gehobenen Küche zur Vereinsgastronomie? „Durch meine siebenjährige Erfahrung als Pächter der Golf-Gastronomie auf der Golfanlage Groß Kienitz kenne ich die Bedürfnisse und Vorlieben der Sportler sehr gut. Das Niveau und die Qualität bleiben erhalten. So gibt es bei uns viele leichte Speisen und Salate, die mit frischem Lachs oder Poularde angerichtet werden. Saisonorientiert wird weiterhin das Beste herausgesucht und den Gästen geboten.“ Hilmar Gathof ist immer für eine Überraschung gut und so gibt es zwischendurch verschiedenste Menüs, die er zaubert – mit Vorliebe Dorade, Roastbeef oder Hummer. Berühmt ist er auch für seinen Gänsebraten, der bei Vorbestellung am Tisch tranchiert wird. Die Atmosphäre im Tennisclub Blau-Gold-Steglitz ist angenehm. Schöne Lounge-Möbel, liebevoll und edel eingedeckte Tische laden hier zum Speisen und natürlich auch Zuschauen ein. Denn gleich in Blickrichtung befinden sich einige Plätze der gepflegten Tennis-Anlage.

Der Club selbst wurde 1948 gegründet und befindet sich seit 1975 hinter dem Stadtbad Steglitz. Mit 650 Mitgliedern, darunter 180 Jugendlichen, ist er einer der größten Tennisclubs in Berlin. Das Gelände birgt 12 Tennisplätze und eine Dreifeld-Tennishalle für Sommer und Winter. Die Jugend von Blau-Gold rangiert neben den Großvereinen Rot-Weiß und Blau-Weiß an dritter Stelle im Verband. Regelmäßig finden hier organisierte Turniere statt, die auch eine leichte Kontaktaufnahme ermöglichen.

eisbahn

So ganz nebenbei erfahre ich dann von Hilmar Gathof dann noch ein Schmankerl! Gleich nebenan befindet sich die Eisbahn Lankwitz. Hilmar Gathof hat auch die Gastronomie auf der Eisbahn übernommen. Speziell die Feuerhütte und den ICE-Dom. Beide Einrichtungen sind ideal für kleinere individuelle Veranstaltungen. Der ICE-Dom ist urgemütlich und bietet Platz für Firmenevents, Weihnachtsfeiern oder Geburtstage im kleinen Rahmen, bzw. bis zu 30 Personen. Wer es noch kleiner mag, kann in der Feuerhütte mit bis zu 12 Personen feiern. Als Highlight bietet sich hier ideal Eisstock-Schießen an. Es gibt eine separate Eisbahn hierfür mit zwei Spielfeldern. Er garantiert absolute Individualität. „Hier gibt es nix von der Stange und gibt´s nicht, gibt´s nicht!“

Ich schaue unglaubwürdig drein. Er weiß, was ich sagen will. Sagte er nicht etwas von ruhiger treten zu Beginn unseres Gespräches?! Mittlerweile hatte er mir das Du angeboten. Er lächelt und sagt spontan: „Na gut, hast ja Recht. Hat nicht geklappt mit dem ruhiger treten. Aber ein bisschen gaga muss man schon sein, sonst macht das Leben ja keinen Spaß“. Als Einstand erhalte ich eine hausgemachte Kartoffelsuppe und sehe schon, dass es keine herkömmliche ist, wie man sie oftmals serviert bekommt. Das Auge isst hier garantiert mit und der Gaumen ist auf seine Kosten gekommen. Prädikat: Superlecker! Neben den gastronomischen Leistungen gibt es hier regelmäßig Veranstaltungen. So gibt es z.B. YOGA-Kurse und am 26. September ein Dinner-Krimi. Wer lieber Essen gehen mag, jeden Freitag gibt es Barbecue und jeden 2. Sonntag gibt es einen leckeres Brunch-Buffet für 15,00 €/Person incl. Begrüßungscocktail. Aber dafür besser vorher anmelden!
Autor: Anita Tusch

GaGa Gathof Gastronomie – Blau Gold Steglitz
Leonorenstr. 37-39, 12247 Berlin
Tel: 030/ 771 8020 oder 0175/293 30 41
www.blau-gold-steglitz.de
gathof [at] blau-gold-steglitz [dot] de

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