Die TOMASA-Familie

 

Die 4. CLIQUE-Party fand im „neuen TOMASA“ in der Delbrückstraße im Grunewald statt.

Begeistert von der

gemeinsam auf der 4. CLIQUE-Party mit Gabi Höft, (rechts)

gemeinsam auf der 4. CLIQUE-Party mit Gabi Höft, (rechts)

Umsetzung, Professionalität und Ausführung vor Ort – durften wir einen kleinen Blick für Euch hinter die Kulissen Berlins bekanntestem Familien-Unternehmen der Gastro-Szene gewinnen. Im TOMASA in Zehlendorf sitze ich nun mit Geschäftsführerin Gabriele Wentland-Höft zusammen.

Wir trinken frisch zubereiteten Minze-Tee mit Ingwer“. Gabriele kommt ursprünglich aus dem Schwarzwald. Die ersten Jahre wuchs sie in Kolumbien auf. Ihre Eltern sind viel mit ihr gereist und somit konnte sie aus vielen Ländern verschiedenste Eindrücke sammeln – genau diese offene Art aufzuwachsen – sollte später all ihr Denken und Handeln beeinflussen. Seit nunmehr über 27 Jahren ist sie selbständig im Gastro-Geschäft. Sie ist Hotelkauffrau, arbeitet aber am Liebsten in der Küche und viel lieber hinter als vor den Kulissen. Sie hat eine Kochschule und das TOMASA-Familienunternehmen aufgebaut. Sie ist Mutter, von drei Kindern und ist – obwohl man ihr das überhaupt nicht ansieht – auch schon Oma. Nach dem Interview kann ich durchaus behaupten „Eine echt, starke und klasse Powerfrau!“
Gabi, wie hat das alles angefangen mit den TOMASA-Läden? Angefangen hat es im Robbengatter Wilmersdorf mit meinem damaligen Ehemann Sven. Er und sein Partner glaubten an meine Fähigkeiten und gemeinsam wurde beschlossen, mich ins Boot zu nehmen. Zuerst pachtete ich die Küche im Robbengatter, habe mich heimlich als Spülerin eingeschleust, bis ich mir sicher war die Küche alleine machen zu können. War eine harte Schule über die ich heute noch sehr dankbar bin. Mit meiner Küche habe ich wohl so überzeugt, dass den damaligen Gesellschaftern nichts mehr übrig blieb, als mir eine Teilhaberschaft anzubieten. Nach einem Jahr bekam ich von dem Großgastronom Ulf Zöllner, der unter anderem die bekannten Lokalitäten wie: Robbengatter, Hoppegarten, Tomasa, Britzer Mühle, Schollenkrug zum Erfolg führte, das Angebot ins Tomasa einzusteigen und es wieder auf Kurs zu bringen, da es in wirtschaftlichen Schwierigkeiten war. Diesmal nahm ich Sven mit ins Boot, da wir ein sehr eingespieltes Team waren. Wir haben den Namen schützen lassen und los ging es! Das war der Einstieg zu einer bis heute erfolgreichen Familien – Tradition.
Gabi, die TOMASA-Läden scheinen ununterbrochen erfolgreich zu sein. Gab es denn auch mal Einbrüche? Na klar, ganz schlimm war es im Jahre 2000. Das war ein sehr kritisches Jahr. Wir hatten keinen Cent mehr in der Tasche, alles verloren und wollten alles einfach hinschmeißen. Doch dann setzten wir alles auf eine Karte. Wir eröffneten das TOMASA in Zehlendorf. So viele Menschen haben an uns geglaubt und geholfen. Wir sind allen bis heute unendlich dankbar.

Auch wenn sie mittlerweile nicht mehr verheiratet sind – Sven Patton Höft und Gabi sind ein unzertrennliches Team.

ein erfolgreiches Team, Sven Patton Höft und Gabi Höft

ein erfolgreiches Team, Sven Patton Höft und Gabi Höft

Sie arbeiten nach dem Walt-Disney-Prinzip (eine Idee aus drei Blickwinkeln betrachten- Träumer-Realist-Kritiker). Gabi ist eine Träumerin, wobei ich im Laufe des Gespräches sie eher als Visionärin bezeichnen würde. „Wenn ich einmal wieder zu weit nach vorne geprescht bin, fängt mich Sven wieder auf. “ erzählt sie mit vollem Körpereinsatz und das kolumbianische Temperament kommt zum Vorschein. Sven Patton Höft ist derjenige, der Ruhe einbringt und ihr immer den Rücken stärkt.

Wie sieht es mit den Kindern aus? Ist das Interesse am Unternehmen vorhanden? Das Interesse am Familien-Unternehmen war nicht immer da. Doch mittlerweile sind alle Feuer und Flamme und wir wachsen zu einem tollen Team zusammen. Jeder lernt hier von jedem. Alte Traditionen vermischen sich mit neuen, jungen modernen. Unsere
große Tochter, Marie-Luise ist absolut klasse strukturiert und denkt in moderne Bahnen. Sie ist nach 5 Jahren-Jura-Studium mittlerweile eine große Unterstützung und führt erfolgreich den Event-Bereich mit allen möglichen dazugehörigen Segmenten. Ihr Mann Oliver, ist ein Logistiker und prädistiniert für große Caterings. Er kümmert sich um den Event-Bereich in der VILLA KREUZBERG. (Die Villa Kreuzberg wurde im Jahre 2008 nach umfassenden  Sanierungsarbeiten eröffnet. Es besteht aus einem Restaurant, Biergarten und einem schönen Saal für Fest, Hochzeiten und Konferenzen. Tangoabende finden hier regelmäßig statt)

Der mittlere Sohn, Paul (17) Jahre alt möchte nach Abschluss der Schule eine Koch-Ausbildung machen – einen Ausbildungsplatz sucht er sich jedoch zuerst in einem anderen Unternehmen. Morry, ist Svens Sohn aus zweiter Ehe. Er unterstützt das Team an der Bar. So setzen beide die ersten Bausteine, die TOMASA-Tradition am Laufen zu halten. Ich möchte ja irgendwann einmal ruhiger treten dürfen.
So richtig abnehmen kann ich ihr das noch nicht. Voller Eifer und Enthusiasmus erzählt Gabi mir von ihrem neuesten Projekt. „Wir eröffnen im nächsten Jahr „den alten Kinosaal“ in Teltow. Ich habe gerade alle Baupläne
über den Haufen geworfen.“ Das kann ihr schon mal passieren, wenn sie neue Eindrücke gewinnt. „Ich war übrigens gerade mit meinen Kindern in New York. Dort habe ich etwas Spannendes gesehen. Das können wir in Teltow auch umsetzen. Mehr möchte sie im Moment nicht verraten. So viel jedoch konnten wir herausfinden. Die Eröffnung ist im Herbst 2015 geplant.
Visionen umsetzen! Das ist der Job von Gabi und das kann sie gut. Wer die TOMASA-Läden kennt, weiß, dass hier nicht nur für den Gaumen, sondern auch eine Menge für das Auge geboten wird. Bestes Bespiel ist der jüngste Sanierungs-Aufbau des alten „Joe Beau Lais“ im Grunewald in der Delbrückstrasse sowie in Lichterfelde in der Bäkestrasse. Die Läden wurden von Kopf bis Fuß saniert und haben einen edlen und doch gemütlichen TOMASA-Style erhalten. Einmal die Woche fährt Gabi zum Blumengroßhandel und kauft frische Blumen ein. Die Läden werden fast immer von ihr selbst dekoriert. „Das macht mir noch heute riesen Spaß“. Auch die Speisekarte schreibt, nein ..malt…sie selbst.

Bitte erkläre mir das Gabi? Du malst die Speisekarte? „Ja, ich zeichne jedes Detail, welches ich auf dem Teller haben möchte auf. Wie die passenden Schuhe zum Kleid, muss auch das Essen – natürlich auch farblich zueinander passen. Ich male jetzt nicht mit Buntstiften (und muss selbst lachen), die Farben hab ich im Kopf.  Ich möchte, dass jeder Teller wie ein Kunstwerk aussieht.“ Also ich finde, dass Eure Speisekarte sich liest wie lauter kleine Gedichte, hier sind Blattsalate sinnlich und der Limettensaft wird geträufelt. „Ja, danke, dass hat aber auch
Nachteile (lacht wieder), dadurch steigt natürlich auch die Erwartungshaltung unserer Gäste.“ Gerne werden die TOMASA-Restaurants im Übrigen aufgrund der Vielfalt auf den Tellern auch als Brunch-Gaststätten bezeichnet.

 

Hast Du denn noch weitere Visionen für die Zukunft? Natürlich, am Liebsten würde ich expandieren, raus aus Berlin. Hamburg oder Leipzig, wären schön. Wenn jemand eine tolle Location vor Ort kennt, soll er sich bei mir melden.
Was kannst Du anderen Selbständigen nach 27 Jahren Erfahrung mit auf dem Weg geben? Traut Euch einfach alles zu. Orientiert Euch an „den Großen“. Die haben irgendwann auch alle eins auf die Mütze bekommen. Wir müssen hier in Deutschland lernen, dass Rückschläge neue Möglichkeiten sind. Wichtig ist es, wieder aufzustehen. Und gebt Eure Träume nicht auf.

Tomasa Zehlendorf
Berliner Straße 8-8a | 14169 Berlin
Tel.: 030 / 81 00 96 00

weitere Läden:

Tomasa Lichterfelde
Tomasa Villa Kreuzberg
Tomasa Grunewald

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