Diana Moon Cerné – What a difference a day makes

diana und anita im capuccino

Im Gespräch mit Diana Moon Cerné (links) und CLIQUE-Chefredakteurin Anita Tusch

Mit Diana Moon Cerné treffe ich mich im „Cappuccino Grand Cafe“ in der Knesebeckstraße. Das scheint im Moment total „in“ zu sein. Denn noch zwei weitere Gesprächstermine wurden uns hier vorgeschlagen. Diana Moon Cerné – ist Songwriter und Sängerin, nebenbei noch Dolmetscherin und parallel dazu in der Weiterbildung.
Vor vier Jahren zog es sie nach Berlin. Sie hat nicht nur einen herrlich sympathischen Akzent (total süß), sie spricht auch perfektes deutsch. What a difference a day made, hörte ich gerade im Radio laufen. Und ja, es sind diese magischen Momente, die einen den Tag versüßen können. Obwohl Diana Moon Cerné uns schon öfters über den Weg gelaufen ist, treffen wir uns erstmalig zu einem intensiven Gespräch. Sie verzaubert mich sofort durch ihre positive Ausstrahlung,  auch wenn sie nicht gerade singt. Irgendwie ist der Abend heute schöner durch sie. Ihre Stimme hat einen ganz süßen warmen Akzent. So stelle ich mir ein wenig die junge Nicole Kidman vor. Zart und doch diszipliniert.

Genau den Nagel auf den Kopf getroffen. Im Laufe des Gesprächs bestätigt sich der erste Eindruck. Schon vor zwei Jahren durfte ich Diana singen hören und war genauso von ihrer Stimme angetan wie von ihrem Wesen. Bis heute haben wir uns glücklicherweise nicht aus den Augen verloren. Diana macht derzeit eine Ausbildung an einer Privatschule zur Fernseh- und Radiomoderatorin/Synchronsprecherin. Sie ist wissbegierig und möchte lernen.

„Meine Auftritte sind meist am Abend, ich langweile mich tagsüber und kann so meine Zeit sinnvoll nutzen“, erzählt _DSC445gold (2)sie. Diana kommt aus Lettland, beherrscht mehrere Sprachen wie russisch, lettisch, englisch, deutsch und italienisch – doch wenn sie spricht, klingt es ein wenig, als käme sie aus Frankreich.
Wieso machst Du diese Ausbildung, reicht der Verdienst als Sängerin nicht aus, Diana? Doch, ich verdiene gut. Das Singen macht mir auch unheimlich viel Spaß, doch ich muss zwischendurch etwas anderes machen, sonst dreh ich durch. Immer nur mit Musikern zusammen zu sein erfüllt mich nicht. Ich suche neue Herausforderungen.
Hast Du eine Grundausbildung machen können, oder ging es immer nur um Musik in Deinem Leben? Ich bin in Lettland aufgewachsen. Meine Eltern haben mich immer unterstützt wo es nur ging, so dass ich mich in alle möglichen Richtungen weiter entwickeln konnte. Mit 5 Jahren fing ich mit Klavierunterricht an. Habe in einer Kinderband gesungen, Theater gespielt und immer wieder getanzt. Am liebsten nach Hip Hop. Mit 15 habe ich
mich entschieden Sängerin zu werden. Über 6 Jahre lang wurde ich von einer Opernsängerin geschult. Mit 18 habe ich in Lettland an einem ähnlichem Format wie DSDS teilgenommen und wurde Dritte.

Wie war das für Dich? Es war fürchterlich, ich war danach richtig satt, was Musik anbelangte. Ich empfand es als schmutziges Geschäft, und auch diese vielen verschiedenen Kommentare, die man sich anhören, bzw. lesen musste. Ich wollte nie wieder Musik machen und beschloss mich anderweitig zu orientieren. Das war der Anstoß für mein Studium in Richtung Event-Management. Heute habe ich den Bachelor in Public Relation Management. Doch die Leidenschaft zum Singen, kam immer wieder durch.
Was hat Dich veranlasst nach Berlin zu kommen? Das war damals Falco Richter, ehemals Manager von Rammstein. Er wollte in Berlin eine deutsche Pop/Rock-Band gründen, bei der ich dabei sein sollte. Es hat mich damals unheimlich gereizt nach Berlin zu kommen. In Lettland hatte ich schon angefangen selbst zu texten, aber die Musik, die ich dazu wollte, konnten die Lettländer nicht umsetzen. Ich wollte längst weg, Mitteleuropa war mein Ziel. Leider musste ich zwischendurch wieder nach Lettland zurück, so daß sich das Thema mit der Band schnell zerschlagen hatte. Doch ich wollte unbedingt hier in Berlin bleiben und fand Anschluss an eine Gala-Band. Mit der Band bin ich dann viel durch Europa gereist. Doch nach Berlin zog es mich immer wieder. Ich wollte unbedingt hier Fuß fassen.
War das am Anfang leicht Menschen in Berlin zu treffen und Freundschaften zu finden? Die ersten zwei Monate in Berlin waren richtig schwer. Ich kannte niemanden, aber irgendwo musste ich ja anfangen. Doch das war mein Glücksjahr. Die Menschen, die ich in meinem Ankunftsjahr in Berlin traf, begleiten mich noch heute und sind zu guten Freunden geworden.

Kannst Du Dich noch an deinen ersten Auftritt in Berlin erinnern? Ja, das weiß ich noch ganz genau, das 2010.05.28.fotoA.Pozarskis_323war das „Le Soleil“, eine kleine Bar am Nollendorfplatz.
Was hast Du für die Zukunft geplant? Neben meiner Ausbildung, habe ich immer als Songwriter fungiert. Das erste Album wurde von einem deutschem Produzenten Doug Laurent unter Mithilfe von Ulli Brenner, Michael Zilas und Matthias Krämer erstellt. An dem zweiten arbeite ich mit einem jungen Norweger zusammen. Ich liebe es fast mehr zu schreiben als zu singen. Das ist für mich wie meditieren.

In welche Richtung geht deine Musik? Das ist mehr in Richtung Popmusik mit akustischen Elementen in englisch gesungen, aber auch Lieder mit Piano-Begleitung für loungige Momente habe ich in meinem Portfolio.

Was inspiriert Dich am Schreiben? Am Besten kann ich schreiben, wenn es mir nicht gut geht (lacht), aber wenn ich happy bin, schreib ich auch. Die Texte sind mitten aus meinem Leben und in englisch verfasst. Das macht mir Spaß.

Was steht demnächst bei dir an? Meine Weiterbildungzur Fernseh- und Radiomoderatorin sowie Synchronsprecherin möchte ich unbedingt zu Ende bringen. Neben meiner Ausbildung freue ich mich sehr beim diesjährigen Presseball im Dezember teilnehmen zu dürfen.
Kann man dich auch für Veranstaltungen als Sängerin buchen? Ja natürlich, und wenn Du möchtest auch als Moderatorin (lacht).
Vielen Dank, Diana für Deine Zeit!
www.dianamoon.com
Facebook: https://www.facebook.com/dianamoonmusic

Fotos von Diana Moon Cerné sind von: A. Pozarskis

 

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