Detailuntersuchungen auf dem Tempelhofer Feld

Tempelhofer Feld - Foto: Lichtschwärmer Christo Libuda

Tempelhofer Feld – Foto: Lichtschwärmer Christo Libuda

Auf besonders intensiv genutzten Teilflächen des Tempelhofer Feldes beginnen flächen­deckende Spezialuntersuchungen. Ziel ist es, zukünftig in diesen Teilbereichen z.B. das Einschlagen von Befestigungsstangen für Sonnenschutz und die uneingeschränkte Nutzbarkeit dieser Bereiche zu gewährleisten.

Seit Öffnung des Tempelhofer Feldes für die Öffentlichkeit vor gut vier Jahren müssen die Besucherinnen und Besucher eine Einschränkung hinnehmen: Eingriffe in den Boden sind verboten, so dass z.B. Zeltstangen und „Heringe“ für schattenspendende Pavillons oder Erdnägel zur Veranke­rung von Federball- oder Volleyballnetzen nicht eingeschlagen werden dürfen. Grund für diese Rege­lung ist, dass – wie überall im Berliner Stadtgebiet – nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass sich vereinzelt noch Munitionsreste aus dem 2. Weltkrieg im Boden befinden.

Eine flächendeckende Detailsuche nach Munitionsresten ist aufgrund der enormen Größe des Tempelhofer Feldes von mehr als 300 Hektar nur schwer zu leisten. Deshalb gab es seit Sommer 2013 bei der zuständigen Grün Berlin GmbH Überlegungen, zumindest besonders stark frequentierte Teilflächen des Tempelhofer Feldes von Fachleuten genauer untersuchen zu lassen, um das Verbot von Eingriffen in den Boden dort lockern zu können. Am 23. Juni beginnen diese Untersuchungen in den Grillbereichen des Geländes.

Aufbauend auf den Ergebnissen der bereits vor Öffnung des Tempelhofer Feldes vorgenommenen Kampfmitteluntersuchungen werden insgesamt 37 Testfelder à 100 Quadratmeter mit speziellen Metalldetektoren bis in eine Tiefe von 25 cm gescannt. Die dabei festgestellten ferromagnetischen Anomalien werden daraufhin untersucht, ob es sich um Störungen aus dem teils vergrabenen Trümmerschutt des 2. Weltkriegs, um unverdächtige Metallteile oder tatsächlich um Munitionsreste handelt. Aus den Ergebnissen der 37 Testfelder wird anschließend eine Bewertung erstellt, um den Aufwand und die Vorgehensweise für eine flächendeckende Untersuchung der drei Grillbereiche einschätzen zu können. Anschließend wird über die weitere Vorgehensweise entschieden.

Selbstverständlich wurden bereits vor Öffnung des Tempelhofer Feldes für Besucherinnen und Besucher umfangreiche Kampfmitteluntersuchungen durchgeführt. Im Ergebnis wurde von den eingesetzten Fachleuten und den zuständigen Behörden keine konkrete Gefährdung festgestellt. Um jedoch der Freizeitnutzung des Geländes Rechnung zu tragen, wurde gutachterlich empfohlen, Eingriffe in den Boden (z.B. Einschlagen von Zeltstangen oder „Heringen“, Grabungen mit Spaten etc.) nicht zu gestatten. Weil der Grün Berlin GmbH als Betreiber des Tempelhofer Feldes die Verkehrssicherheit für die Besucherinnen und Besucher sehr wichtig ist, wurden diese Empfehlungen umgesetzt und seit Öffnung des Tempelhofer Feldes vor vier Jahren Eingriffe in den Boden vorbeu­gend untersagt. Dies wird von der Parkaufsicht permanent kontrolliert.

 

Pressemitteilung von :  www.gruen-berlin.de

www.tempelhoferfreiheit.de

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