Autokauf für Anfänger: Das kleine ABC

Der Autokauf stellt viele Menschen vor kleinere und größere Hürden. Kennt man sich mit der Technik und den Gepflogenheiten in der Branche nicht aus, können Vertragsabschluss, Zulassung und Co. zu einer echten Herausforderung werden, die nicht selten in einem Unglücksfall endet – wenn der neu erworbene Wagen fehlerhaft ist oder der dubiose Verkäufer nicht mehr auffindbar.

Nicht nur Fahranfänger träumen von einem eigenen Auto, denn oft ist es schwierig, gut ausgestattete Wagen und eine KFZ-Versicherung für den kleinen Geldbeutel ausfindig zu machen. Vor, während und nach dem Autokauf ist einiges zu beachten, und das fängt schon beim Lesen des Inserates an.

A wie Ausrüstung

Bevor man sich auf die Suche nach einem neuen Auto begibt, sollte man sich im Klaren darüber sein, was für ein Wagen für den eigenen Bedarf überhaupt benötigt wird: Berufstätige, die täglich einen langen Arbeitsweg vor sich haben, sind mit verbrauchsarmen Modellen und Dieselmotoren gut bedient. Für Kurzstrecken und im Stadtgebiet eignen sich auch kleine Benziner. Wichtige Ausstattungsfaktoren, die das Fahren letztlich erleichtern, sind darüber hinaus auch eine Klimaanlage, intakte Luftfilter, Bremsen und – in der aktuell kalten Jahreszeit – Winterreifen. Kleiner Tipp: Wenn möglich sollte man eine Begleitperson zurateziehen, die sich mit Autos auskennt.

I wie Inserat

Erregt eine Anzeige die Aufmerksamkeit, sollte man das Inserat gut studieren: Ist das angebotene Auto unfallfrei, sofern es ein Gebrauchtwagen ist? Wie viele Stundenkilometer sind bereits verfahren und ist der Preis für diese angemessen? Vorzugsweise druckt man das Inserat aus, um sich Ausstattungsmerkmale zu merken, die einem besonders wichtig sind, und um die Angaben letztlich mit der Realität vergleichen zu können.

P wie Papiere

Hat man sich für einen Wagen entschieden, sollten bestimmte Papiere stets beiliegen oder eingefordert werden. Zunächst ist es wichtig, die eingetragene Fahrgestellnummer mit jener auf dem Fahrzeug zu vergleichen. Darüber hinaus sollten die Zulassungsbescheinigungen in Form vom ehemaligen KFZ-Brief sowie KFZ-Schein und bei einem älter als drei Jahre alten Auto auch die Bescheinigung der letzten Hauptuntersuchung vorliegen. Wurde an einem Gebrauchtwagen herumgeschraubt, sollte eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis vom Verkäufer oder Halter beiliegen.

V wie Vertrag und Versicherung

Generell gilt es, einen Kauf nie ohne schriftlichen Vertrag abzuschließen und zu überprüfen, ob alle Angaben richtig sind – denn rechtlich ist nur das Fahrzeug auf dem Papier gekauft, was im Betrugsfall zu einem ärgerlichen Ausgang führen kann. Darüber hinaus sollte man im Vorwege darum bitten, Sachverhalte in den Vertrag aufzunehmen, die einem besonders wichtig sind, denn in einem Streitfall ist man beweispflichtig, weshalb die schriftliche Fixierung mit Unterschriften essenziell werden kann. Ist das neu erworbene Fahrzeug noch nicht auf einen zugelassen, sollte man die innerhalb einer Woche realisieren, denn ein Kurzzeitkennzeichen ist nicht nur mit einer Haftpflichtversicherung versehen. Darüber hinaus eignet sich der Autokauf als optimale Gelegenheit, eine KFZ-Versicherung zu wechseln oder neue Konditionen zu verhandeln, die zum Fahrverhalten und dem Modell passen.

Bild: © iStock.com/Georgo

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