Ashley Washing – Es ist nicht leicht in Berlin Anschluss zu finden

In den letzten Monaten waren wir viel unterwegs – immer wieder über den Weg gelaufen ist uns dabei Ashley Washing. Er hat auf einigen Veranstaltungen, die wir besucht haben gesungen und er war sogar auch auf unserer CLIQUE-Geburtstagsparty. Immer fröhlich und gut drauf, ein Sonnyboy!
Ein Anlass ihn einmal direkt anzusprechen und zu fragen „Hey, Ashley, wo kommst Du her? Hast Du Lust uns mehr zu  erzählen? Ja, er hatte! Wir haben uns im Restaurant FLO verabredet, denn dort traf ich Ashley auch das erste Mal. Wie er mir später erzählte, fing auch hier seine Berlin-Geschichte erst so richtig an. Wir haben gute drei Stunden zusammen gesessen. Begeistert war ich von seiner deutschen Aussprache, ich hätte schwören können, er wäre hier geboren. Dabei ist er erst seit 8 Jahren in Deutschland. Ein paar interessante Details habe ich hier einmal für Euch zusammengefasst.

Ashley ist Sänger mit Leib und Seele! Im Jahre 1979 ist er in den Townships von Kapstadt/Südafrika geboren worden. Townships ist die Bezeichnung für extra eingerichtete Wohnsiedlungen für die schwarze, farbige oder die indische Bevölkerung, die während der Apartheid in Südafrika verwaltet wurden. Er lebte in einer Wellblechhütte – Armut, Hunger und Krankheiten bestimmten hier das Leben. Doch Ashley hat gute Erinnerungen, seine Kindheit war glücklich auch wenn sie wenig hatten. Schon als Kind liebte er die Musik. Seine Mutter hatte ein altes Radio mithilfe dessen er abseits seines alltäglichen Lebens Musik hören konnte. Von der weiten Welt wusste er nicht viel. Nur diese herrliche Musik, die aus dem Radio kam – davon wollte er mehr! Er hörte Whitney Houston, Steve Wonder und die Beatles rauf und runter. Fernsehen gab es nicht! Es gab nichts, was ihm half seine Vorstellungen zu unterstreichen. Wie sieht es wohl wirklich in der Welt „da draussen“ aus?
Seine Träume wurden immer stärker. Er wollte mehr! Bereits in jüngsten Jahren übte Ashley somit sehr ehrgeizig  stundenlang Singen und Tanzen – geschult hat er sich dabei selber. Sechsjährig bestritt er dann den ersten Auftritt mit seinem Schulchor in der Stadthalle von Kapstadt. Der Einstieg war gemacht! Fortan misst der smarte Ashley sich an jedem Samstag in Tanzwettbewerben in seiner Heimatstadt. Nicht ohne Erfolg! Mit seiner eigenen Gruppe tritt er – und er war gerade einmal 9 Jahre alt – in verschiedenen Jugendzentren der näheren Umgebung auf. Er wusste jedoch, wenn er eine professionelle
Karriere einschlagen möchte, muss er Kapstadt eines Tages verlassen.

Die Gelegenheit kam! Ein Freund erzählte ihm von einem Casting, welches nur 20 km von seiner Heimatstadt entfernt lag. Er machte sich zu Fuß auf. Es war fast nicht zu glauben, er kam unter die letzten beiden Favouriten und überzeugte letztendlich durch sein außergewöhnliches Talent. Das Musical „Kat and the Kings“ war seine Eintrittskarte in die weite Welt. Es folgten Auftritte europaweit ( z.B. London, Frankfurt , sowie weitere Städte in Holland und Österreich). 1999 wurde das Musical sogar ausgezeichnet und bekam den Oliver-Award für „The Best New Musical“.
Im Jahre 2006, er war gerade auf Mallorca, fand zufällig das Casting für eine DSDS – Staffel statt. Ein Kumpel machte ihn aufmerksam und sie gingen einfach hin. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch? Dieter Bohlen war damals so überzeugt
von Ashley, sodass er sich mit der gesamten Jury anlegte. Die Jury war sich selten so uneinig, wie bei Ashley. Dieter machte
sogar klar, dass er gehen würde, wenn sie Ashley nicht weiterkommen lassen würden. Er durfte noch einmal singen und die Jury lenkte ein! Ashley schaffte es unter die letzten 25 zu kommen. Es war für ihn eine sehr spannende Zeit. Doch es löste auch andere Emotionen aus. „Es war so etwas wie – vor der Tür stehen und nicht rein dürfen-“, meinte Ashley.
Im Jahre 2010 verschlug es Ashley aus privaten Gründen nach Berlin. Er fühlte sich hier nicht auf Anhieb wohl und fand
schwer Anschluss. Um auf jeden Fall in der Musikszene zu bleiben, besuchte er JAMSessions (zwangloses Zusammenkommen
von Musikern, die gemeinsam Musik machen, oftmals improvisiert), im Quasimodo, Acut oder Rickenbacker´s MusicInn. Dann hatte er Gordon Gatherer kennengelert. Gordon nahm Ashley mit in den First Club. Auch dort singen jeden Mittwoch verschiedene Musiker und präsentieren ihre Gesangskünste. Dort lernte er dann auch Lydia und Keith Tynes  kennen. Auf einmal rutschte Ashley in eine Clique hinein und fing endlich an, sich hier in Berlin wohl zu fühlen.

Lydia kenne ich wiederum persönlich. Sie ist – und das möchte ich hier an dieser Stelle einmal nutzen um mich zu bedanken – eine  wunderbare Begleiterin unseres Magazins. Wenn ich mal wieder meine Chipkarte (Fotoapparat) vergessen habe oder die Batterien alle sind, springt sie ein und liefert uns wundervolle Bilder, die ich dann nutzen darf. Also, ohne Lydia wäre ich manches Mal schon aufgeschmissen gewesen. Danke, Schatz!
Mittlerweile hat Ashley nicht nur Freunde in Berlin gefunden. Er hat sich ein gutes Geflecht aus verschiedenen Musikern aufgebaut, so dass er nunmehr die Agentur LIMESTONE Entertainment gründen konnte und Musiker verschiedenster Genren, wie z.B. Pop- und Rockmusik je nach Bedarf vermittelt. Außerdem bastelt er gerade gemeinsam mit Craig Lemont Walters  und Gorden an einem „Oldschool-Programm.

Die Idee: Sie wollen die klassischen Show-Acts von z.B. Earth Wind & Fire, Cool and the Gang sowie Temptions im neuen sowie im klassischen „Oldschool-Style“ wieder aufleben lassen. Power haben alle drei Künstler und wir würden uns freuen, wenn sie uns Bescheid geben, wenn das erste Programm steht.

 

TIPP

ASHLEY könnt Ihr live zum Beispiel am 17.09.2011 in der Malzfabrik auf unserer 70/80er-Jahre-Party mit Uptown-Saturday-Night erleben. Wir freuen uns, dass wir das ganz spontan organisieren konnten und lassen Ashley´s Gesangeinlagen mit in das Programm einfliessen!

 

 

 

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