25 Jahre Wiedervereinigung – immer noch Unterschiede zwischen Ost und West

25 Jahre ist die Wiedervereinigung nun her, doch eine richtige Einheit ist Deutschland immer noch nicht. Gemäß einer Studie wachsen Ost und West zwar immer weiter zusammen, doch noch immer gibt es gravierende Unterschiede entlang der ehemaligen Grenze. Im Mittelpunkt von alledem: Berlin. Wo bestehen immer noch deutliche Unterschiede und wo nicht?

Kredite – Unterschiede verschwindend gering

Zumindest beim Kreditverhalten sind kaum noch Unterschiede zu erkennen. Wie das Kredit-Vergleichsportal Smava in seinem Unternehmensblog berichtet, sind in Ost und West die

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Unterschiede kaum noch spürbar. Denn in beiden Landesteilen sind die Kreditnehmer überwiegend männlich und nehmen Darlehenssummen zwischen 11.000 und 13.000 Euro auf.

Im Westen werden allerdings deutlich mehr Kredite aufgenommen – 83,4 Prozent aller Kredite fielen auf West-Deutsche. Um die Einwohnerzahlen korrigiert sind das noch immerhin 65,7 Prozent. Auf die Einwohnerzahlen gerechnet am meisten Kredite hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen aufgenommen mit 21,2 Prozent – im Vergleich dazu sind es in Brandenburg nur 7,9 Prozent.

Unterschiede in der Willkommenskultur

Beim Thema Einwanderung bleiben Ost- und Westdeutschland gespalten und hier existiert die innerdeutsche Grenze noch. Im Osten wird die Integrationsbereitschaft als geringer

beurteilt und es existieren mehr rechtsextreme Meinungen. Im Jahr 2012 haben sich in der Willkommenskultur beide Landesteile noch kaum unterschieden. Heute sagt jedoch nur noch jeder zweite Ostdeutsche, dass Zuwanderer willkommen seien – im Westen sind es zwei Drittel.

Wo sind Ost und West zusammengewachsen?

Die Zahl der Geburten ist ähnlich und auch im Westen sind berufstätige Mütter mittlerweile normal. Außerdem gönnen sich beide Landesteile die gleichen Telefone und Fernseher. Auch die Abwanderung in den Westen ist beendet, die Unzufriedenheit der Ostdeutschen mit ihrem Wohnumfeld ebenso.

Wo gibt es nach wie vor große Unterschiede?

Im Osten leben mehr Singles, mehr Schulabbrecher und weniger Ehrenamtler. Zudem existieren mehr Vorurteile gegen Ausländer. Im Osten geht jedes zweite Kind unter drei Jahren in die Kita, während es im Westen nur jedes vierte Kind ist. Im Osten wird unverändert jedes achte Kind religiös erzogen, im Westen ist es jedes Dritte.

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