2 Männer, 6 Räder, 14 Länder, 15.000 km – ein Ziel!

 

Jan und Marius sind mittlerweile seit dem 02. Juli schon unterwegs mit einer Menge Abenteuer im Gepäck

 

Anfang Dezember treffe ich auf Jan und Marius, sie sind beide 19 Jahre alt, Schüler der 13. Klasse, mitten in den Abiturklausuren und befreundet seitdem sie auf der Welt sind. Sie erzählen mir von ihrer Abenteuerlust und die Idee mit dem Rad quer durch die Welt bis nach Kirgisistan zu radeln. Da stellte sich bei mir dann doch die Frage, wie man auf solche Idee kommt. Die Jungs erzählten mir, dass sie abenteuerlustig sind und beim Stöbern von anderen Reiseberichten aus einem verrückten „Das machen wir auch“, – schließlich Realität wurde. Natürlich war das ein langer Prozess bis zur endgültigen Entscheidung. Freunde und Bekannte halten die beiden für ein bisschen verrückt, erzählten sie mir,  verstehen aber die Faszination und das Fernweh, das sie antreibt. Grundsätzlich erfahren Jan und Marius  in erster Linie ein großes Interesse, nie eine wirkliche Ablehnung, wohl aber Skepsis und Sorge.  Die Eltern berichten zwar auch von Sorge und Angst um ihre Sprößlinge,  sind jedoch Stolz und haben großes Vertrauen und Zuversicht, dass sie die Herausforderungen gut meistern werden.  Solch eine Tour muss gut geplant sein, Unterstützung erfahren sie in erster Linie durch viele Gespräche.  Mögliche Herausforderungen, Lösungsmöglichkeiten, Anregungen auch zu eventuellen Schwierigkeiten müssen bedacht sein. Natürlich denken sie auch an die körperliche Anstrengung, klimatische Begebenheit sowie politische Unsicherheiten in einigen Ländern. Jedoch bereiten sie sich viel mehr auf die psychischen Situationen vor – also die Frage, wie sie auch angesichts von Rückschlägen und Problemen die Freude an ihrer Reise behalten können. Dafür sind viele Gespräche mit ebenso Unterstützern wie Skeptikern unerlässlich.

 

Ich persönlich spreche mit ihnen über die Trikes, für die sie sich entschlossen haben und wir uns entschlossen haben, hierfür das Sponsoring? zu übernehmen. Ursprünglich suchten sie nach geeigneten Fahrrädern, doch Anbetracht der langen Reise halten sie Trikes die für die besten mit Muskelkraft betriebenen Langstreckenfahrzeuge. Mit Trikes versprechen sie sich schneller, weiter und vor allem deutlich komfortabler zu reisen als mit einem gewöhnlichen Fahrrad. Wir stimmen zu. In gemeinsamen Gesprächen klären wir die genauen Anforderungen und Wünsche für die geplante Tour. Die gesamte Planung, Konzeptionierung und spezifische Auslegung der Trikes und aller Komponenten sind enorm wichtig, denn sie sind das Fortbewegungs-Herz der beiden.  Die weiten Strecken, schlechte Straßen, kaum vorhandene Werkstätten und eine stetig schlechter werdende Infrastruktur müssen beachtet werden. Individuellen Anforderungen des Gepäcktransport und des Sitzkomfort fließen in die Planungen mit ein. Alle Einzelteile müssen den auftretenden Belastungen gewachsen sein und notfalls müssen auch auf einer endlos langen und staubigen Handelsstraße oder in der weiten Steppe selber Reparaturen durchgeführt werden können.

 

Im Juli 2012  ist die  Tour ab Bielefeld gestartet und damit das große Abenteuer für Jan und Marius. Sie haben ihr Vorhaben „Seidenpfad“ getauft, da ihre Route den Spuren der alten Seidenstraßenhändler folgen wird und weil es den beiden um ihren eigenen “Pfad” geht. Dieser ganz besondere Pfad besteht aus dem Betreten von kleinen und eher unbekannten Wegen, welche sie nahe an die bereisten Länder heranführen wird und ihnen damit so manche Geheimnisse dieser Pfade preisgeben wird. Vier Monate nach der Abfahrt werden ca. 8.000 km gefahren und 11 Ländern durchquert sein. Kirgisistan, und damit das Winterquartier ist erreicht. Die vier müden Beine der beiden Fahrer können sich vom Radeln erholen, die Erlebnisse können etwas sacken. Zeit zum Abhängen bleibt aber nicht. Jan und Marius werden in Tokmok, einer mittelgroßen Kirgisischen Stadt, etwa 90 km von der Hauptstadt Bischkek entfernt, ihren Freiwilligendienst in einem Kinder- und Waisenheim aufnehmen. Im Frühjahr 2013, beginnt die letzte große Etappe mit dem Ziel Peking. Dieses Mal sind es nicht 11 Länder, sondern nur ein einziges Land, welches aber in der kompletten Durchquerung ca. 7.000 km Strecke und vier Monate Abenteuer für Jan und Marius bereithält.

 

Über den gesamten Zeitraum der Tour werden wir auf der Seite http://adventure.q-cycles.com haut- und zeitnah berichten. Hier in der Clique werden wir Euch in größeren Abständen ebenfalls auf dem Laufenden halten. Danke an dieser Stelle an Anita, dass wir als Nichtberliner in diesem coolen Szene-Magazin einen „Sendeplatz“ ergattern durften! Wir stehen seit vielen Jahren miteinander im Kontakt und haben bereits zu Zeiten von Anitas erstem Internetprojekt glenglobe.de  und  dem „social web“ philosophiert, als Handys noch echte Tasten hatten und eine „like-it“ Hand eher mit einem Stinkefinger verwechselt wurde.

Mehr Infos findet Ihr auch auf

www.seidenpfad.de

 

Autor: Burkhardt Jagusch – Q-Cycles

Burkhard Jagusch beim Testen des Prototypen

 

Keine Antworten zu "2 Männer, 6 Räder, 14 Länder, 15.000 km - ein Ziel!"

    Hinterlasse einen Kommentar

    Die Email-Adresse wird nicht veröffendlicht.