11.09.2011 – Trabrennbahn Mariendorf – Goodby, großartiger Glückauf

Peter Kwiet, Ulli Wegner und Marco Huck (von links) mit dem Traber Glückauf (Foto Heiko Lingk)

Berlins Charity-Traber wird am Sonntag, den 11.09.2011  feierlich verabschiedet –Beim Herbst-Pokal der Vier- und Fünfjährigen geht es um 16.000 Euro Preisgeld

Was haben ein katholisches Krankenhaus und eine Rennbahn gemeinsam? Eine ganze Menge – zumindest wenn es um die Berliner Klinik St. Joseph und die Pferdepiste in Mariendorf geht. Der Hintergrund: Der Traber Glückauf lief in den vergangenen Jahren ausschließlich für den guten Zweck. Jeder Cent, den der Wallach mit seinen tollen Leistungen erkämpft hat, ging direkt an die Kinderabteilung des Krankenhauses.

Exakt 82 Rennen hat das bildhübsche Pferd bestritten und 27 davon gewonnen. Doch auch Rennpferde werden älter und daher ist nun der wehmütige Tag des Abschieds gekommen. Am Sonntag wird Glückauf noch einmal den Mariendorfer Winnercircle betreten. Sein Trainer Peter Kwiet: „Der Braune hat mit seinem riesigen Kämpferherz immer alles gegeben – so als ob er stets gewusst hat, für welchen Zweck er läuft. Doch langsam werden seine Beine müde und wir wollen ihm nicht zumuten, dass er seinen Gegnern nur noch hinterher rennt.“

Die Verabschiedung findet in einem Rahmen statt, wie er würdiger nicht sein könnte. Denn am Renntag des St. Joseph Krankenhauses geht es beim Herbst-Pokal der Vier- und Fünfjährigen um 16.000 Euro Preisgeld. Im ersten Vorlauf tritt Pie in the sky mit Detlev Fleischer als klarer Favorit an. Der startschnelle US-Hengst steckte beim Mariendorfer Augustausklang zwar eine unerwartete Niederlage ein, steigerte seine Rekordmarke zugleich aber auf 1:16,3. Lediglich Mr. Tempo (Michael Nimczyk), der sogar schon 1:15,8 trabte, kann von der Zeit her mithalten. Und natürlich ist der von Georg Frick gefahrene Nintendo SAS gefährlich, der aber erst einmal glatt gehen muss.

Im zweiten Vorlauf darf Georg Frick auf einen sehr zuverlässigen Partner vertrauen: Eddington legt nur selten falsche Schritte ein. Doch der Sohn des Amérique-Siegers Coktail Jet hat sich ernstzunehmende Konkurrenten eingeladen. San Sicario (Thomas Panschow) glänzte in der Derby-Woche mit viel Finishstärke, Veneziano (Detlef Fleischer) läuft seine Form immer treu aus und der erstmalig Michael Nimczyk anvertraute Alana Boy ist ohnehin ausschließlich auf den vorderen Rängen zu finden. Die Fragezeichen im Feld sind die in dieser Saison noch sieglosen Mommert-Traber May Girl (Heinz Wewering) und Lord of Magic (Heiner Christiansen), bei denen der Knoten endlich einmal platzen sollte.

Nicht nur der Herbst-Pokal, dessen Finale als zehnte Tagesprüfung ausgetragen wird, ist stark besetzt. In der Gewinnsummenklasse bis 40.000 Euro (achtes Rennen) gibt es eine Neuauflage des Dauerduells zwischen Salut (Roland Hülskath) und Blueberrysky (Hannu Voutilainen), in das sich diesmal aber eine ganze Reihe von anderen Klassepferden einmischen will. Angefangen von dem zuletzt nach einem Reifenschaden unter Wert geschlagenen Golden Sunlight (Heinz Wewering), dem frischen Karlshorster Sieger Pisepampel (Manfred Zwiener), dem unverwüstlichen Belgino (Heiner Christiansen) und der Dauerläuferin Royaltwentyfour (Mario von Dooyeweerd), die trotz ihrer 136 Karrierestarts immer noch fein in Schwung ist, bis hin zu dem nun wieder von Daniel Wagner gefahrenen Zuccero sind viele Siegvarianten denkbar. Das achte Rennen bildet also einen spannenden Auftakt für die Daily Double-Wette, die mit einem 1.000-Euro-Jackpot ausgestattet ist und bisher stets für lukrative Quoten gesorgt hat.

Mehr Infos findet ihr hier!

 

 

 

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